Termine

14.12.2018 - Fr | BERLIN: "Der geheime Kurier" (Siedhoff & Siedhoff)
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Im Rahmen der Reihe "Weimar International" im Zeughaus Kino, Berlin.

DER GEHEIME KURIER
D 1928, R: Gennaro Righelli, B: Curt J. Braun, Walter Jonas, K: Friedrich Weinmann, D: Ivan Mosjoukine, Lil Dagover, Agnes Petersen, José Davert, Jean Dax, Félix de Pomés, Hubert von Meyenrinck

128 min. · 35mm

Begleitet von Richard Siedhoff (Klavier) und Ralf Siedhoff (Gitarre)

Der russische Topstar Ivan Mosjoukine wird 1927 nach Hollywood geholt, um dort die Nachfolge des früh gestorbenen Frauenherzenbrechers Rudolph Valentino anzutreten. Die Mission scheitert grandios. Mosjoukine kehrt nach wenigen Monaten nach Europa zurück und dreht danach ein halbes Dutzend Filme in Deutschland, meist unter der Regie russischer Exilkünstler.
Wie Budget, Stoffauswahl, Inszenierung und Vermarktung des Stars verraten, zielen diese Produktionen auf den Weltmarkt. Das gilt auch für "Der geheime Kurier", der eine Episode aus der Julirevolution von 1830 erzählt und sich lose an den Roman "Rot und Schwarz" (1830) von Stendhal anlehnt: Mosjoukine spielt den ehrgeizigen Aufsteiger Julien Sorel, der schließlich mit einer Mission
betraut wird, von der das Gelingen der bürgerlichen Erhebung und der Sturz des reaktionären Königs Karl X. abhängen. Kaum hat Sorel die lang ersehnte gesellschaftliche Anerkennung erreicht, da droht er über eine alte Liebesaffäre zu stürzen.
Ein russischer Star, ein französischer Stoff, eine internationale Besetzung und ein italienischer Regisseur: Gennaro Righelli trimmt den Kostümfilm auf Spannung, verordnet ihm ein flottes Tempo und eine moderne Montage. Der Kritiker Hans Feld ist begeistert: „Spielszenen, Einstellungen, Schnitt, alles klappt. Die Reiterszenen haben ein Tempo, wie sonst in den vielgerühmten
amerikanischen Spitzenwerken. Die Szene, in der Julien, von der Auflösung seiner Verlobung in Kenntnis gesetzt, zechende Offiziere als Gitarrenspieler zur Raserei bringt, bis er herausstürzt und zwei Pferde zuschandenreitet – diese Szene in ihrem Auftrieb, ihrer tollen Steigerung bis zum Fortissimo des nächtlichen Rittes, ist ein Höhepunkt in der Filmkunst überhaupt.“ (Film-Kurier, 26.10.1928)
Wir zeigen eine Filmkopie aus dem Bundesarchiv. (Philip Stiasny)

Vorprogramm:
Im Lande der Bergkorsen
D 1927, 11‘ · 35mm

Beginn 20:00 Uhr

15.12.2018 - Sa | ALTLANDSBERG: "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens"
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Kino in der Schloßkirche Altlandsberg.

NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS
D 1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Kamera: Fritz Arno Wagner
mit Max Schreck, Gustav v. Wangenheim, Greta Schröter, Alexander Granach

16mm-Kopie der restaurierten, viragierten Fassung, ca. 94 Minuten

Graf Orlok wünscht ein schönes, ödes Haus in der norddeutschen Kleinstadt Wisborg zu kaufen. Häusermakler Hutter macht sich auf den Weg, dem transsylvanischen Herrn die Verträge zu überbringen. Auf der beschwerlichen Reise häufen sich die düsteren Vorahnungen und Graf Orlok entpuppt sich schließlich als Nosferatu, als untoter Blutsauger. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, als Orlok auf dem Weg nach Wisborg die Pest in die Welt trägt. Hutter eilt ihm nach und versucht seine Geliebte Ellen vor ihm zu retten. Doch um den Vampir aufzuhalten und dem Grauen ein Ende zu bereiten gibt es nur eine Möglichkeit, Ellen muss sich opfern.


Vorfilm:
THE HAUNTED HOUSE
USA 1922, von und mit Buster Keaton,

16mm-Kopie der ungekürzten Originalfassung, ca. 20 Minuten



Stummfilmkonzert 9 Euro
Getränke und Snacks werden vor Ort verkauft.

Kontakt und Reservierungen: kinoinderschlosskirche@gmail.com
Kartenvorverkauf: Stadtinformation Altlandsberg, Mo-Fr: 11-17 Uhr, Sa/So: 11-16 Uhr
oder online unter www.reservix.de
Die Karten können Sie in der Stadtinformation Altlandsberg (Krummenseestr. 1, 15345 Altlandsberg) erwerben oder per Mail: kinoinderschlosskirche@gmail.com reservieren.

Beginn 19:00 Uhr

19.12.2018 - Mi | JENA: "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens"
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Im Café Wagner, Jena.


NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS
D 1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Kamera: Fritz Arno Wagner
mit Max Schreck, Gustav v. Wangenheim, Greta Schröter, Alexander Granach

16mm-Kopie der restaurierten, viragierten Fassung, ca. 94 Minuten

Graf Orlok wünscht ein schönes, ödes Haus in der norddeutschen Kleinstadt Wisborg zu kaufen. Häusermakler Hutter macht sich auf den Weg, dem transsylvanischen Herrn die Verträge zu überbringen. Auf der beschwerlichen Reise häufen sich die düsteren Vorahnungen und Graf Orlok entpuppt sich schließlich als Nosferatu, als untoter Blutsauger. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, als Orlok auf dem Weg nach Wisborg die Pest in die Welt trägt. Hutter eilt ihm nach und versucht seine Geliebte Ellen vor ihm zu retten. Doch um den Vampir aufzuhalten und dem Grauen ein Ende zu bereiten gibt es nur eine Möglichkeit, Ellen muss sich opfern.


Beginn 20:00 Uhr

23.12.2018 - So | WEIMAR: "Faust. Eine deutsche Volkssage"
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Im Lichthaus Kino Weimar.

zum 130. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Murnau!

FAUST. EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE

Deutschland 1926 | R: Friedrich Wilhelm Murnau | B: Hans Kyser, Gerhart Hauptmann | K: Carl Hoffmann | D: Gösta Ekman, Emil Jannings, Camilla Horn, Frida Richard, Wilhelm Dieterle | 105 min | Die Produktion von F.W. Murnaus Filmklassiker

FAUST, einem  Renommé-Projekt  der  Ufa,  verlief  keineswegs  harmonisch:  Der  ursprünglich  vorgesehene Regisseur Ludwig Berger wurde gegen F.W. Murnau ausgetauscht, die vorgesehene Hauptdarstellerin Lillian Gish  sagte  ab,  Produzent  Erich  Pommer  wurde  während  der  Dreharbeiten  entlassen,  F.W.  Murnau,  Emil  Jannings  und  der  Komponist  der  vorgesehenen  Begleitmusik Ernö Rapée reisten lange vor der offiziellen Premiere  des  Films  ab,  weil  sie  Engagements  in  den  USA annahmen. Die von Gerhart Hauptmann verfassten Zwischentitel  konnten  nach  Protesten  von  Drehbuchautor  Hans  Kyser  nicht  verwandt  werden.  Sie  wurden  nun  in  der  neuen  Rekonstruktion  des  Filmmuseums  München erstmals in den Film eingefügt.

Beginn 19:00 Uhr

25.12.2018 - Di | LEIPZIG: "The Cat & the Canary"
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Im ältesten Stummfilmkino Deutschlands - das UT Connewitz, Leipzig!

THE CAT AND THE CANARY
Gruselkomödie von Paul Leni, USA 1927, ca. 90 Minuten

Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang ...

Beginn 20:00 Uhr

31.12.2018 - Mo | BALLENSTEDT: Kurzfilme
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Im Schlosstheater Ballenstedt.

"Als die Bilder laufen lernten – Musik und Filme aus der Goldenen Epoche"

Kurzfilmperlen der Stummfilmzeit mit Stummfilmpianist Richard Siedhoff und Musikalische Perlen mit dem Telemann Kammerorchester unter der Leitung von Ludwig Heumann.

Beginn 18:00 Uhr

04.01.2019 - Fr | ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

08.01.2019 - Di | Filmmuseum MÜNCHEN: "Opium"
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Live im Filmmuseum München.

OPIUM

Deutschland / Germany 1918
Regie / Directed by: Robert Reinert
Länge / Runing time: 92 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano) & Mykyta Sierov (oboe)

Robert Reinert verbindet in seinem Film, der einen englischen Arzt bei seinen Forschungen über die Wirkungen des Opiums nach China und Indien führt, exotischen Thrill mit erotischen Schauwerten. Die Einfärbungen des Films verstärken die psychedelische Wirkung der von Elfen und Satyrn bevölkerten frivolen Traumsequenzen. Die Typographie der Zwischentitel ändert sich je nach Handlungsort. Der über die Jahrzehnte von Zensur und Verleihern verstümmelte Klassiker wurde neu rekonstruiert.



Beginn 18:30 Uhr

09.01.2019 - Mi | Filmmuseum MÜNCHEN: "Das Schloß am Abhang" & "Der Schattenspieler"
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DAS SCHLOSS AM ABHANG
D 1919, Regie: Max Obal, 37 min.

DER SCHATTENSPIELER
D 1919, Regie: Ludwig Beck, 61 min


Beginn 18:30 Uhr

11.01.2019 - Fr | Filmmuseum MÜNCHEN: "Der Klosterjäger" & "Gefahren der Großstadt-straße"
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Live im Filmmuseum München.

DER KLOSTERJÄGER

D 1920, Regie: Peter Ostermayr, 63 min.

DIE GEFAHREN DER GROßSTADT-STRAßE

D 1924, Regie: Toni Attenberger, 75 min


Beginn 18:30 Uhr

12.01.2019 - Sa | Filmmuseum MÜNCHEN: "Der Favorit der Königin"
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Live im Filmmuseum München.

DER FAVORIT DER KÖNIGIN
D 1922, Regie: Franz Seitz, 109 min., viragiert

Vorfilm:
MÜNCHNER FILMBILDERBOGEN

D 1920, Regie: Louis Seel, 6 min.


Beginn 18:30 Uhr

24.01.2019 - Do | Filmmuseum POTSDAM: Vorträge zum GOLEM
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13-17 Uhr

Vortrag von Stefan Drößler (Leiter des Filmmuseums München und Filmrestaurator)
zur Filmrestaurierung "Der Golem, wie er in die Welt kam"

Vortrag von Richard Siedhoff
über den jüdischen Komponisten Dr. Hans Landsberger und dessen Originalmusik zu "Der Golem, wie er in die Welt kam".
Wiederentdeckung, Musikrekonstruktion und Stellenwert innerhalb der FIlmmusik der 1920er Jahre.

Filmmuseum Potsdam (Breite Str. 1A, 14467 Potsdam)
Gastvorträge von Stefan Drößler und Richard Siedhoff (freischaffender Komponist und Pianist, Weimar)
EINTRITT FREI! Voranmeldung unter o.hanley@filmuniversitaet.de

Beginn 13:00 Uhr

24.01.2019 - Do | Filmmuseum POTSDAM: "Der Golem, wie er in die Welt kam"
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Im Filmmuseum Potsdam.

Im Rahmen des Seminars "Das Rohmaterial der Filmgeschichte" Mehr Infos: hier.

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM
D 1920, Regie: Paul Wegener, mit Paul Wegener, Salbert Steinrück, Ernst Deutsch
ca. 90 min.

Werkschau der 2018/19 rekonstruierten vollständigen (!) Originalfassung durch das Filmmuseum München!

Richard Siedhoff interpretiert frei die Originalmusik von Dr. Hans Landsberger.

Paul Wegeners Meisterwerk des deutschen Stummfilms, DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (1920), ist nur in verstümmelter Form überliefert. Die Restaurierung einer für die ursprüngliche Intentionen der Schöpfer und die Seherfahrung eines zeitgenössischen Kinopublikums repräsentativen Fassung des Films ist seit Jahrzehnten das Ziel von Filmhistoriker*innen und -archivar*innen.

Mehr als zwanzig Jahre nach dem letzten Versuch wird die Restaurierungsgeschichte von DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM aktuell in ungewöhnlicher Weise fortgesetzt: Das Filmmuseum München und die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung erstellen parallel zwei alternative, sich komplementierende Restaurierungen nach unterschiedlichen Ansätzen und Durchführungsstrategien.

Im Rahmen des Seminars »Das Rohmaterial der (Film)geschichte« bietet die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dessen Veranstaltungspartner den Verantwortlichen eine Plattform, ihre jeweilige Arbeiten an DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM öffentlich zu präsentieren und näher zu erläutern. Beide Restaurierungen werden auch auf der Kinoleinwand zu sehen sein.



Beginn 19:30 Uhr

28.01.2019 - Mo | BERLIN: "Der Golem, wie er in die Welt kam"
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Im Arsenal Kino, Berlin.

Im Rahmen des Seminars "Das Rohmaterial der Filmgeschichte" Mehr Infos: hier.

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM
D 1920, Regie: Paul Wegener, mit Paul Wegener, Salbert Steinrück, Ernst Deutsch
ca. 70 min.

2018 restauriertes, aber unvollständiges Originalnegativ; Fassung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Paul Wegeners Meisterwerk des deutschen Stummfilms, DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (1920), ist nur in verstümmelter Form überliefert. Die Restaurierung einer für die ursprüngliche Intentionen der Schöpfer und die Seherfahrung eines zeitgenössischen Kinopublikums repräsentativen Fassung des Films ist seit Jahrzehnten das Ziel von Filmhistoriker*innen und -archivar*innen.

Mehr als zwanzig Jahre nach dem letzten Versuch wird die Restaurierungsgeschichte von DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM aktuell in ungewöhnlicher Weise fortgesetzt: Das Filmmuseum München und die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung erstellen parallel zwei alternative, sich komplementierende Restaurierungen nach unterschiedlichen Ansätzen und Durchführungsstrategien.

Im Rahmen des Seminars »Das Rohmaterial der (Film)geschichte« bietet die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dessen Veranstaltungspartner den Verantwortlichen eine Plattform, ihre jeweilige Arbeiten an DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM öffentlich zu präsentieren und näher zu erläutern. Beide Restaurierungen werden auch auf der Kinoleinwand zu sehen sein.



Beginn 19:00 Uhr

30.01.2019 - Mi | JENA: "Die Augen der Mumie Ma"
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Im Café Wagner, Jena.

"DIE AUGEN DER MUMIE MA"
D 1918, Regie: Ernst Lubitsch
mit Pola Negri und Emil Jannings
ca. 60 Minuten

16mm-Kopie der ungekürzten Originalfassung!


Beginn 20:00 Uhr

03.02.2019 - So | HANNOVER/BURGDORF: (Infos folgen)
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Neue Schauburg, Burgdorf (bei Hannover)!

Der Film wird noch ausgewählt ....

Beginn 11:15 Uhr

06.02.2019 - Mi | WEIMAR: "Söhne des Volkes"
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Im Lichthaus Kino Weimar.

Im Rahmen der "Woche der Demokratie" des Deutschen Nationaltheaters, Weimar.

SÖHNE DES VOLKES / FOLKTES VEN

Dänemark, 1918, Rege: Forrest Holger-Madsen

»Zum Anlass der Tagung der Nationalversammlung« kündigten die Reform-Lichtspiele in Weimar den dänischen Film »Söhne des Volkes« (1918) an. Nach der ersten Aufführung am 6. Februar 1919 wurde das »Drama vom Aufbau der Gesellschaft« weitere 24 Mal gezeigt – in nur acht Tagen!

Die als Sensationsfilm verkleidete Sozialparabel wurde Paradigma für nachfolgende, antibolschewistische Filme in Deutschland. Als »fünfaktiger Revolutionsfilm« beworben, bietet die Geschichte um drei Brüder spektakuläre und aufwendig produzierte Bilder aufsehenerregender Massenszenen, Straßenkämpfe, erhitzter Parlamentsdebatten und Gewaltanwendungen.

In Zusammenarbeit mit dem DNT, der Bauhaus-Universität Weimar und dem Verein Weimarer Republik zeigt das Lichthaus Kino 100 Jahre nach der Weimarer Erstaufführung den Stummfilmerfolg in restaurierter Fassung.

Im Anschluss findet ein Nachgespräch mit Dr. Simon Frisch (Bauhaus-Universität) und Dr. Jens Riederer (Leiter Stadtarchiv Weimar) statt.
Lisa Mayer    (Moderation)

Beginn 18:00 Uhr

23.02.2019 - Sa | ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

15.03.2019 - Fr | DRESDEN: "Dirnentragödie"
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Stummfilm-Festival im Museumskino "Ernemann VII B" der Technischen Sammlungen Dresden.

Asta Nilsen in
DIRNENTRAGÖDIE

von Bruno Rahn, D 1927
ca. 90 Minuten
16mm-Filmkopie mit Vorfilm

Das Thema der kleinen Großstadtstraßen mit ihren Dirnen, Dieben, Spielern, Sensationen, Abgründen und tragischen Schicksalen beschäftigte den deutschen Film nachhaltig. „Das ist keine sehr schwierige und keine sehr erfreuliche Handlung. (...) Der Regisseur, Bruno Rahn, gestaltet in schweren Farben diese wenigen Schicksale, die beispielhaft für eine ganze soziale Schicht einstehen und steigert die düstere Wirkung von Akt zu Akt.“ (Lichtbild-Bühne, Nr. 91, 16. April 1927) Rahn, der eher für Sittenfilme und unbedeutende Lustspiele bekannt (bzw. unbekannt) ist, sucht mit „Dirnentragödie“ die Nähe der großen, expressiven sozialkritischen Filme wie etwa G. W. Pabsts „Die Freudlose Gasse“ (1925).

Beginn 18:30 Uhr

23.03.2019 - Sa | DÜSSELDORF, Filmmuseum: "Safety Last!"
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In der Blackbox, Kino im Filmmuseum Düsseldorf.

Richard Siedhoff spielt an der Kinoorgel!


SAFETY LAST! / AUSGERECHNET WOLKENKRATZER

Thrill-Comedy mit Harold Lloyd, USA 1923, ca. 75 min.
Regie: Fred Newmeyer

Harold Lloyd in seinem bekanntesten Stummfilm! Der amerikanische Traum, versinnbildlicht am Aufstieg eines jungen Jedermanns an einer Hochausfassade. Er trägt Strohhut und eine rundglasige Hornbrille. Unaufhaltsam klettert er hinauf, überwältigt Hindernisse wie Hunde am Fenster, Mäuse in der Hose, Mauervorsprünge oder plötzlich zum Fenster herausfahrende Malergerüste. Schließlich rettet er sich am Zeiger einer Fassadenuhr, hoch über der Straßenschlucht. Ein Bild, eingebrannt ins kollektive Gedächtnis - der Höhepunkt des Films SAFETY LAST (1923). Als er in die Kinos kam, waren Krankenschwestern anwesend, um den vielen Ohnmachtsanfällen im Publikum bei zu kommen. Tatsächlich ist jene Fassadenkletterei so packend und realistisch, dass noch heute, nach 90 Jahren Filmtrickentwicklung, die Finger schweißig werden. Die Szene wirkt vor allem deswegen so täuschend echt, weil sie es ist. Der Star Harold Lloyd befand sich tatsächlich mehr als zehn Stockwerke über den Straßen. Jedoch kletterte er an einer Kulisse, die perspektivisch günstig auf dem Dach eines Hochhauses aufgestellte war, welche aber selbst einige Stockwerke maß. Auch nutzte man insgesamt drei verschiedene Straßenfluchten als Hintergrund und Kulissen auf drei verschieden hohen Gebäuden. Diesen entlarvenden Tatsachen muss man entgegenstellen, das Lloyds akrobatische Kletterorgie wesentlich gehandicapt war: Lloyd fehlten Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. 1920, bei den Dreharbeiten zu HOUNTED SPOOKS (1920) sollte ein Gag-Foto mit einer falschen Bombe gestellt werden. Fataler Weise handelte es sich bei dem runden Objekt mit brennender Zündschnur in Lloyds Hand vor seinem Gesicht - er sollte sich damit eine Zigarette anzünden - um eine echte Bombe. Die Explosion sprengte Fenster und Türen heraus und riss ein Loch in die Decke - Lloyd war blutüberströmt. In der Klinik verbrachte er Tage der Ungewissheit. Das unwahrscheinliche Glück wollte es aber, dass Lloyd nach neun Monaten die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Auch die vorübergehende Erblindung war geheilt. Nur seine rechte Hand wurde seither mit einer Handschuh-Prothese vervollständigt. In Nahaufnahmen griff man auf Double zurück.

Beginn 19:00 Uhr

28.03.2019 - Do | SPIEKEROOG: (Infos folgen ...)
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(Infos folgen ...)

Beginn 20:00 Uhr

01.02.2020 - Sa | BONN: "Beethoven" mit Orchester
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In der Bundeskunsthalle Bonn.

Genaue Infos folgen...

"BEETHOVEN"
Österreich 1927
Regie: Hans Otto Löwenstein
Drehbuch: Emil Kolberg
Kamera: Viktor Gluck
Darsteller: Fritz Kortner, Lilian Grey

ca. 65 Minuten

Fritz Kortner spielt Ludwig van Beethoven in dieser großen Filmbiografie, die zum 100. Todestag Beethovens erschien und sein Leben von der Geburt in  Bonn bis zu seinem Tod in Wien nachzeichnet. Fritz Kortner hatte Beethoven bereits 1917 in DER MÄRTYRER SEINES HERZENS verkörpert, was es ermöglichte, Ausschnitte aus dem früheren Film mit dem jüngeren Kortner als jungen Beethoven einzuarbeiten. Kortners Leistung gilt als eine der überzeugendsten Darstellungen Beethovens.

Beginn 18:00 Uhr

vergangene Termine

07.12.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

01.12.2018 - BERLIN: Orchester-Premiere "Der Gang in die Nacht"
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Im Rahmen der Reihe "Weimar International" im Zeughaus Kino, Berlin.

DER GANG IN DIE NACHT
D 1920, R: Friedrich Wilhelm Murnau, B: Carl Mayer, K: Max Lutze, D: Olaf Fønss, Erna Morena, Conrad Veidt, Gudrun Bruun-Steffensen

80 min. · DCP

Uraufführung der Orchestermusik von Richard SIedhoff (2017) mit dem Metropolis Orchester Berlin unter Burkhard Götze!

„Ein Zombiefilm, der sich selbst gewissermaßen aus dem Sittenmelodram herausgefiltert hat“, so beschreibt Dominik Graf das erste überlieferte Werk von Friedrich Wilhelm Murnau. Ein berühmter Augenarzt (gespielt vom dänischen Stummfilmstar Olaf Fønss) verlässt seine Verlobte (Erna Morena) und zieht mit seiner Geliebten (Gudrun Bruun-Steffensen) auf eine Insel in der
Nordsee. Sie lernen dort einen blinden Maler (Conrad Veidt) kennen. Der Arzt heilt den Maler, doch der hat fortan nur noch Augen für dessen Geliebte, eine Varieté-Tänzerin.
Getragen von exzellenten Schauspielern, erschufen Murnau und der Filmdichter Carl Mayer ein nordisch-morbides Drama, dessen mystische Inszenierung von Schicksal und Natur bereits auf Nosferatu (1922) und Sunrise (1927) hindeutet. „Die Handlung? Ein Minimum von einem Minimum. Zwei Frauen, zwei Männer. Ein Spiel von Leidenschaften, was sie zueinander treibt, und sie wieder voneinander wegtreibt. Das ist alles. Aber was ist hier geschehen!! Hier stehen Menschen nebeneinander; hier sind die subtilsten Differenziertheiten des Menschenlebens (…) Das alles in Handlung gebracht, das alles in Menschengesichter geprägt, das alles in das Unbeschreibliche, Feinste der Bewegung gelegt.“ (Willy Haas in Film-Kurier, 14.12.1920)

Uraufführung der für Salonorchester komponierten Musik von Richard Siedhoff zur restaurierten
Fassung aus dem Filmmuseum München. (Frederik Lang)

Beginn 19:00 Uhr

30.11.2018 - BERLIN: "Das letzte Fort"
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Im Rahmen der Reihe "Weimar International" im Zeughaus Kino, Berlin.


DAS LETZTE FORT
D 1928, R: Kurt Bernhardt, B: Hans Wilhelm, Henry Kosterlitz, K: Fritz Arno Wagner, Arthur von Schwertführer, D: Heinrich George, Alexander Granach, Maria Paudler, Albert Steinrück, Fritz Odemar

88 min. · 35mm, niederländische ZT mit dt. UT

Vier Männer in einem einsamen Fort in der syrischen Wüste, die mit einigen Arabern die letzte Bastion gegen die anrückenden Franzosen verteidigen. Nachdem der Kommandant (Albert Steinrück) einen Wüstenkoller bekommt und Selbstmord begeht, bleiben noch zwei haltlose Desperados (Alexander Granach und Heinrich George) und ein etwa skrupulöser adliger Leutnant (Fritz
Odemar) übrig. Als ihnen ein französischer Offizier in die Hände fällt und auch noch dessen Tochter (Maria Paudler) auftaucht, eskaliert die Situation: „Wildes, tierhaftes Spiel der beiden verlotterten Weißen um das Weib, triebhaftes Begehren. (…) Ein Film mit starken dramatischen Höhepunkten.“ (Berliner Lokal-Anzeiger, 10.7.1929)
Die beiden Urgewalten Alexander Granach und Heinrich George liefern sich in ihren Rollen als abgehalfterte Fremdenlegionäre einen Wettkampf in männlich-animalischem Spiel. Die Innenszenen im Fort inszeniert Kurt (Curtis) Bernhardt, der wenige Jahre später ins Exil gehen muss und in Hollywood Karriere macht, als labyrinthisches Kammerspiel. Der Stoff erinnert ein wenig an
den seit 1926 mehrfach verfilmten Abenteuerroman Beau Geste (1924) von P.C. Wren, doch die Gewaltdarstellungen, Vergewaltigungsphantasien und homoerotischen Anklänge gaben Bernhardts Film einen ganz eigenen Ton und sorgten für reichlich Zensureingriffe. Der Film ist nur in einer niederländischen Verleihfassung überliefert. Wir zeigen eine Filmkopie
aus der Sammlung der Deutschen Kinemathek. (Frederik Lang)

Vorprogramm:
Reisebilder aus Persien
D 1929, R: Olga B. Adamara
16‘ · 35mm

Beginn 19:00 Uhr

25.11.2018 - WEIMAR: "The Mark of Zorro"
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Im Lichthaus Kino Weimar.



Douglas Fairbanks' Welterfolg

IM ZEICHEN DES ZORRO / THE MARK OF ZORRO
USA 1920, 107 min.
Regie: Fred Niblo, Darsteller: Douglas Fairbanks, Marguerite de la Motte, Snitz Edwards

16mm-Filmkopie!

Der erste von United Artists produzierte Film ist gleichzeitig der erste Welterfolg von Douglas Farbanks. Er löste jene Reihe von Abenteuer- und Kostümfilmen aus, die Fairbanks mit Witz, Tempo, Action und Dramatik zum bekanntesten Schauspieler der Stummfilmzeit machten
Der überaus unterhaltsame Film erzählt die Geschichte des scheuen und introvertierten Don Diego, der jedoch ein geheimes Doppelleben als maskierter, athletischer Freiheitskämpfer führt. Das verblüfft nicht nur seine Geliebte, sondern auch das heutige Publikum.

Beginn 19:00 Uhr

11.11.2018 - BIELEFELD: Orchester-Premiere "Der letzte Mann" mit dem MOB
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Im Rahmen des Film und Musik Festes der Murnau-Gesellschaft Bielefeld in der Rudolf-Oetker-Halle.



Das Metropolis Orchester Berlin spielt:

DER LETZTE MANN
D 1924, von F. W. Murnau, mit Emil Jannings, 90 min.

Neukomposition (2018): Richard Siedhoff
Orchester: Metropolis Orchester Berlin

F. W. Murnau zeigt in seinem Film Der Letzte Mann die Geschichte des sozialen Abstiegs eines Hotelportiers als Parabel über die Wechselhaftigkeit des Lebens nach dem Muster des mittelalterlichen Glücksrads: „Heute bist Du der Erste, geachtet von Allen, ein Minister, ein General, vielleicht sogar ein Fürst – Weißt Du, was Du morgen bist?!“, heißt es im Vorspann.

Der stattliche Portier eines Luxushotels in prachtvoller Livree nimmt sein Selbstwertgefühl mit nach Hause ins Arbeiterviertel, wo er sich abends von seiner Familie und den Nachbarn bewundern lässt. Als der alternde Mann die schweren Koffer nicht mehr schleppen kann, wird er zum Toilettenmann degradiert und seiner Uniform entledigt. Verlacht und verstoßen von denen, die ihn eben noch bewundert haben, zieht er sich in den Keller zurück – doch das Rad der Fortuna dreht sich weiter … hin zum unwahrscheinlichen Happy End mit geradezu biblischer Wucht, das die eingangs gestellte Frage beantwortet: Wer heute der Letzte ist, kann morgen wieder der Erste sein.

Bis heute sind der Einsatz von Spezialeffekten wie die entfesselte Kamera und der fast vollständige Verzicht auf Zwischentitel spektakulär und brachten dem in Babelsberg arbeitenden Regisseur internationalen Ruhm und das Ticket nach Hollywood ein.

Der Komponist und Pianist Richard Siehoff komponierte für den Film eine eigene Musik, deren Stil sich gezielt an der Tonsprache der Kinomusik der 1920er Jahr orientiert. Eine Welturaufführung! 2016 vom Dirigenten Burkhard Götze und filmaffinen Berliner Musikern gegründet, bemüht sich das Metropolis Orchester als Europas einziges Kinoorchester um eine Wiederbelebung der Kinokultur in der Stummfilmära – Erstmalig zu Gast beim Film und Musik Fest!



Beginn 17:00 Uhr

05.11.2018 - BERLIN: Vorpremiere "Der letzte Mann" mit Orchester
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Im Babylon-Kino Berlin.



Das Metropolis Orchester Berlin spielt:

DER LETZTE MANN
D 1924, von F. W. Murnau, mit Emil Jannings, 90 min.

Neukomposition (2018): Richard Siedhoff
Orchester: Metropolis Orchester Berlin

F. W. Murnau zeigt in seinem Film Der Letzte Mann die Geschichte des sozialen Abstiegs eines Hotelportiers als Parabel über die Wechselhaftigkeit des Lebens nach dem Muster des mittelalterlichen Glücksrads: „Heute bist Du der Erste, geachtet von Allen, ein Minister, ein General, vielleicht sogar ein Fürst – Weißt Du, was Du morgen bist?!“, heißt es im Vorspann.

Der stattliche Portier eines Luxushotels in prachtvoller Livree nimmt sein Selbstwertgefühl mit nach Hause ins Arbeiterviertel, wo er sich abends von seiner Familie und den Nachbarn bewundern lässt. Als der alternde Mann die schweren Koffer nicht mehr schleppen kann, wird er zum Toilettenmann degradiert und seiner Uniform entledigt. Verlacht und verstoßen von denen, die ihn eben noch bewundert haben, zieht er sich in den Keller zurück – doch das Rad der Fortuna dreht sich weiter … hin zum unwahrscheinlichen Happy End mit geradezu biblischer Wucht, das die eingangs gestellte Frage beantwortet: Wer heute der Letzte ist, kann morgen wieder der Erste sein.

Bis heute sind der Einsatz von Spezialeffekten wie die entfesselte Kamera und der fast vollständige Verzicht auf Zwischentitel spektakulär und brachten dem in Babelsberg arbeitenden Regisseur internationalen Ruhm und das Ticket nach Hollywood ein.

Der Komponist und Pianist Richard Siehoff komponierte für den Film eine eigene Musik, deren Stil sich gezielt an der Tonsprache der Kinomusik der 1920er Jahr orientiert. Eine Welturaufführung! 2016 vom Dirigenten Burkhard Götze und filmaffinen Berliner Musikern gegründet, bemüht sich das Metropolis Orchester als Europas einziges Kinoorchester um eine Wiederbelebung der Kinokultur in der Stummfilmära.



Beginn 19:30 Uhr

22.10.2018 - WEIMAR, Filmseminar: "Die freudlose Gasse"
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Im Lichthaus Kino Weimar.
Filmseminar der Bauhaus Universität Weimar, öffentliche Filmsichtung.


DIE FREUDLOSE GASSE

D 1925, von Georg Wilhelm Pabst,
mit Werner Krauß, Asta Nilsen, Greta Garbo

ca. 148 min.

rekonstruierte Fassung des Filmmuseums München



Beginn 14:00 Uhr

21.10.2018 - WEIMAR: "The Informer"
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Im Lichthaus Kino Weimar.



THE INFORMER / Die Nacht nach dem Verrat
GB 1929, Regie: Arthur Robison, mit Lars Hanson, Lye de Putti, Warwick Ward
ca. 98 Minuten

Vom BFI digital restaurierte Stummfilmfassung!

Der Vergessene Film entpuppte sich als größte Wiederentdeckung der letzte Jahre: Arthur Robisons THE INFORMER ist ein fesselnder, ebenso modern und kühl inszenierter wie einfühlsam gespielter Stummfilmthriller mit überraschenden Wendungen, pathetischen Bildern und effektreichen Regieeinfällen.

Erstaunlicher Weise fand der Film in der einschlägigen Filmliteratur kaum Erwähnung. Am Übergang zur Tonfilmära entstanden, stand der Film schnell im Schatten des berühmten Hollywood-Remakes von John Ford aus dem Jahr 1935. Zu Unrecht, wie die jüngst durch das British Film Institute (BFI) restaurierte Stummfilmfassung zeigt!

Ein Must-see für jeden Filmfreund!

„Großer Tag für den englischen Film in Deutschland. Ein besonders gespanntes und kritisches Publikum bei der Uraufführung. Gespannt, weil es sich um eine Arbeit der großen englischen Produktionsgruppe handelt, die ein feinnerviger Regisseur geschaffen hat, der bei uns in Deutschland groß geworden ist. Man erwartet die Umstellung von dem spezifisch englischen Geschmack auf die Notwendigkeiten Filmeuropas. Erwartet Abkehr von dem Londoner Sentiment und von der berühmten angelsächsischen allzugroßen Gründlichkeit, die bei uns banal und flach wirkt. (…) Regietechnisch ist der Film mehr als interessant. Bemerkenswert die deutschen Entwürfe von Robert Herlth und Walter Röhrig, die in den Ateliers von Elstree eine phantastische Welt ersehen ließen. Enge, winklige Gassen, Ausblick auf große Straßen mit Wagengewirr von einer Plastik, daß man kaum glaubt, daß es sich hier um Innenbauten handelt, wenn man nicht selbst vor dieser Dekoration in London gestanden hätte.“ (Der Kinematograph, Nr. 243, vom 24. Oktober 1929)

Beginn 19:00 Uhr

13.10.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische und künstlerische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

10.10.2018 - JENA: "Dr. Jekyll and Mr. Hyde"
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Im Café Wagner, Jena.



DR. JEKYLL AND MR. HYDE
USA 1920, Regie: John S. Robertson
mit John Barrymore
ca. 80 Minuten

16mm-Kopie der ungekürzten Originalfassung!

Dr. Jekyll ist ein angesehener Arzt, der sich aufopferungsvoll um Arme und Waisen kümmert. Doch der geniale Wissenschaftler forscht noch an einem anderen Projekt. Die Annahme, dass jedes Ding zwei Seiten hat, bringt ihn zu der Idee, dass ein guter Mensch auch eine böse Facette in sich trägt. Es gelingt ihm, ein Serum zu entwickeln, dass die andere Seite der menschlichen Psyche ans Licht bringt. Im Selbstversuch verwandelt er sich in einen gefährlichen Kriminellen. Sein zweites Ich gewinnt jedoch bald die Oberhand über sein Bewusstsein, stellt Frauen nach und mordet schließlich. Sein Name: Mr. Hyde.

1920 kamen parallel zwei Verfilmungen des Romans von Robert Louis Stevenson in die Kinos, wobei jene mit dem genialen John Barrymore bis heute als die führende gilt. Barrymore verkörperte die Rolle bereits erfolgreich auf der Bühne. Der Trick der Verwandlung von Jekyll in Hyde würde dabei für den Film adaptiert: Mittels Farbveränderung der Beleuchtung wurden Schattierungen im Gesicht sichtbar, die bei normalen Licht nicht zu sehen waren. Natürlich wird im Film dann auch fleißig mit Überblendeffekten gearbeitet. Beindruckend bleibt aber vor allem Barrymores doppeltes Spiel.



Beginn 20:00 Uhr

04.10.2018 - DÜSSELDORF, Filmmuseum: "Metropolis"
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In der Blackbox, Kino im Filmmuseum Düsseldorf.


- Schülervorstellung -

METROPOLIS
D 1927/2010, R: Fritz Lang, D: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Heinrich George u.a., L: 145 min

Richard Siedhoff begleitet den Filmklassiker mit seiner 2012 komponierten Musik live am Klavier.

Erstmals seit 1927 war der Stummfilmklassiker Metropolis 2010 auf der Berlinale wieder nahezu in der Originalfassung auf der Kinoleinwand zu sehen. Über Jahrzehnte hinweg galten entscheidende Teile des Meisterwerks von Fritz Lang, das als erster Film ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde, als verschollen. Durch den Fund eines 16-mm-Negativs einer originalen Verleihkopie von 1927 in Buenos Aires 2008 konnte der Film durch die Murnau-Stiftung und ihre Partner umfangreich restauriert werden und zählt zu den weltweit bedeutendsten Rekonstruktionen und Restaurierungen der Filmgeschichte.

Die futuristische Stadt Metropolis ist zweigeteilt: Während die Reichen auf der Oberfläche leben, müssen die Arbeiter unter der Erde hausen. Freder, der Sohn des Herrschers Johann Fredersen, begibt sich in die “Unterstadt”, weil er sich in Maria, die “Heilige der Unterdrückten”, verliebt hat. Im Auftrag des besorgten Fredersen schafft der exzentrische Wissenschaftler Rotwang eine Doppelgängerin von Maria, die die Arbeiter zum Aufstand verleiten soll, um ihnen endgültig alle Rechte nehmen zu können. Der Plan geht zunächst auf: die aufgebrachte Menge fängt an, die Maschinen zu zerstören.

Beginn 10:00 Uhr

23.09.2018 - WEIMAR: "Die Biene Maja und ihre Abenteuer"
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Im Lichthaus Kino Weimar.



DIE BIENE MAJA UND IHRE ABENTEUER
D 1925, von Wolfram Junghans, nach dem Buch von Waldemar Bonsels
35mm-Kopie, ca. 64 Minuten bei 24 fps

2004 restaurierte Fassung des Bundesarchiv-Filmarchiv.

Getreu dem Buch von Waldemar Bonsels, das im Jahre 2012 sein 100. Jubiläum feierte, erzählt der Naturfilmer Wolfram Junghans die Abenteuer der Biene Maja mit lebenden Insekten nach. Zwei Jahre dauerten die Dreharbeiten und 50.000 Meter Film sollen verbraucht worden sein, um die spannendsten Episoden des Buches ins Kino zu bringen: Geburt und erster Ausflug der Biene Maja, ihre Gefangenschaft und Rettung aus dem Netz der Kreuzspinne Thekla, und schließlich die große Schlacht zwischen Bienen und Hornissen. Kein gewöhnlicher Naturfilm, sondern ein im Filmsinne spannendes Kinoabenteuer, das schon 1926 mit besten Kritiken ausgezeichnet wurde.
Waldemar Bonsels verarbeitete in seinem Buch - veröffentlicht 1912 - seine Kindheitserfahrungen in der freien Natur. Wolfram Junghans machte aus dem Bestseller einen Spielfilm, den er mit echten Insekten drehte. 1925 wurde er in Dresden uraufgeführt. Die Kritiken waren hervorragend und der Film lief in ganz Europa erfolgreich in den Kinos.

Wir zeigen eine restaurierte 35mm-Kopie aus dem Bundesarchiv-Filmarchiv.

Beginn 19:20 Uhr

19.09.2018 - DÜSSELDORF, Filmmuseum: "Metropolis"
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In der Blackbox, Kino im Filmmuseum Düsseldorf.


METROPOLIS
D 1927/2010, R: Fritz Lang, D: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Heinrich George u.a., L: 145 min

Richard Siedhoff begleitet den Filmklassiker mit seiner 2012 komponierten Musik live am Klavier.

Erstmals seit 1927 war der Stummfilmklassiker Metropolis 2010 auf der Berlinale wieder nahezu in der Originalfassung auf der Kinoleinwand zu sehen. Über Jahrzehnte hinweg galten entscheidende Teile des Meisterwerks von Fritz Lang, das als erster Film ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde, als verschollen. Durch den Fund eines 16-mm-Negativs einer originalen Verleihkopie von 1927 in Buenos Aires 2008 konnte der Film durch die Murnau-Stiftung und ihre Partner umfangreich restauriert werden und zählt zu den weltweit bedeutendsten Rekonstruktionen und Restaurierungen der Filmgeschichte.

Die futuristische Stadt Metropolis ist zweigeteilt: Während die Reichen auf der Oberfläche leben, müssen die Arbeiter unter der Erde hausen. Freder, der Sohn des Herrschers Johann Fredersen, begibt sich in die “Unterstadt”, weil er sich in Maria, die “Heilige der Unterdrückten”, verliebt hat. Im Auftrag des besorgten Fredersen schafft der exzentrische Wissenschaftler Rotwang eine Doppelgängerin von Maria, die die Arbeiter zum Aufstand verleiten soll, um ihnen endgültig alle Rechte nehmen zu können. Der Plan geht zunächst auf: die aufgebrachte Menge fängt an, die Maschinen zu zerstören.

Beginn 20:00 Uhr

14.09.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

08.09.2018 - Filmmuseum MÜNCHEN: "The Battle of the Century" u.a.
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Stummfilmtage im Filmmuseum München.

Cupid and the Comet (Die Liebe siegt)
FR 1911 | Alice Guy | 10 min | dtF

The Count (Der Graf)
USA 1916 | Charles Chaplin | 25 min | OF

One Week (Buster Keatons Flitterwochen)
USA 1920 | Buster Keaton | 21 min | OF

The Battle of the Century (Alles in Schlagsahne)
USA 1927 | Clyde Bruckman | 20 min | OF

Einführung: Stefan Drößler

Beginn 18:30 Uhr

07.09.2018 - Filmmuseum MÜNCHEN: "Ben-Hur"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München.

BEN-HUR. A TALE OF THE CHRIST

USA 1925, ca. 141 Minuten
Regie: Fred Niblo
mit Ramón Novarro, Francis X. Bushman, May McAvoy, Betty Bronson

Das Monumentalwerk des amerikanischen Stummfilms, mit tausenden Statisten, in Berlin gefertigten Kostümen, grandiosen Bauten, fantastischer Tricktechnik und originalen frühen Farbaufnahmen gehört zu teuersten und sehenswertesten Filmen seiner Zeit. Der Jüdische Prinz Ben Hur wird durch Intrigen seines römischen Freundes Messala zur Sklaverei verdammt. Nach abenteuerlichen Umwegen kehrt er schließlich heim und steht Messala im Wagenrennen gegenüber. Während seine Familie zerrissen und Leprakrank dahinvegetiert, stellt Ben Hur eine Arme zur Rettung des Heilandes zusammen - doch dieser hält ihn von den kämpferischen Machenschaften ab und heilt seine Familie.

Beginn 21:00 Uhr

06.09.2018 - Filmmuseum MÜNCHEN: "The Flesh and the Devil"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München.

THE FLESH AND THE DEVIL / Es war
USA 1926, Regie: Clarence Brown
nach Hermann Sudermann "Es war"
mit Greta Garbo, John Gilbert, Lars Hanson
ca. 112 min.

Vorfilm:
UNSER KRONPRINZPAAR IN HOLLYWOOD

S 1926, 12 min


Beginn 19:00 Uhr

26.08.2018 - WEIMAR: "Tabu" (F. W. Murnau)
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Im Lichthaus Kino Weimar.



Friedrich Wilhelm Murnau

TABU. A STORY OF THE SOUTH SEAS / Eine Geschichte aus der Südsee
Tahiti/USA, 1930
Buch & Regie: F. W. Murnau, Robert Flaherty

16mm-Filmkopie der deutschen Verleihfassung

Nachdem Friedrich Wilhelm Murnau dem Ruf Hollywoods gefolgt war und dort einige Meisterwerke hinterließ, den Oscar bekam, aber auch der rigorosen Zensur durch die Major-Studios ausgesetzt war, ging er zunehmend frustriert nach Tahiti, um auf der Insel Bora-Bora mit dem Dokumentarfilmer Robert Flaherty (NANOOK OF THE NORTH, 1920) gemeinsam einen semidokumentarischen Film mit Eingeborenen zu drehen. Flaherty überwarf sich mit Murnau jedoch und so drehte Murnau den Film allein fertig. Eine tragische Geschichte aus der Südsee mit Darstellern, die sich selbst spielen - noch unberührt vom Einfluss des weißen Mannes. Doch auch hier bricht sich der vielgerühmte Expressionismus des Weimarer Kinos bahn, wenn dämonische Schatten von Unheil künden und unverblümt an den Okkultismus in NOSFERATU (1922) erinnern, verwoben in einer entfesselt paradiesischen Bilderflut, von der sich die Paramount so beeindruckt zeigte, dass sie nicht nur den Verleih des Films übernahmen, sondern Murnau gleich einen Zehnjahresvertrag unterschrieben ließen. Das war dem hochverschuldeten Regisseur, der für TABU sein ganzes Vermögen opferte, ganz recht. Doch tragischer Weise erlebte er die Premiere seines Films nicht mehr - er starb wenige Tage davor bei einem Autounfall.



Beginn 19:20 Uhr

20.08.2018 - Kunstfest WEIMAR: "Das Blumenwunder"
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Im Kino Mon Ami, Weimar.

DAS BLUMENWUNDER
Regie: Max Reichmann
Produktion: BASF und Unterrichtsfilm GmbH
D, 1922 - 1925, ca. 63 Minuten

Das Blumenwunder ist ein seinerzeit emphatisch rezipierter Zeitrafferfilm, der Pflanzenbewegungen sichtbar macht. Das Basismaterial wurde bei der BASF zu Werbezwecken für ihren Dünger aufgenommen.

Die Dreharbeiten zogen sich über 4 Jahre hin, nämlich von 1921 – 1925. Zu diesen Einzelbildaufnahmen hat die Unterrichts-Film-Gesellschaft allegorische Szenen und eine Tanzeinlage hinzugefügt und das Ganze als Kulturfilm herausgebracht. Die Uraufführung fand im am 25.2.1926 im Piccadilly in Berlin statt.

Der Film bekam bei seiner Uraufführung hervorragende Kritiken, z.B. von Rudolf Arnheim: “der aufregendste, phantastischste und schönste Film. der je gedreht wurde” (Film als Kunst, Berlin 1932, S. 137).

Für die Tanzszenen werden verschiedene Mitwirkende erwähnt wie Maria Solveg (Flora) sowie im Tanzensemble Elisabeth Grube, Daisy Spieß, Stefa Kraljewa, Max Terpis, Herbert Haskel und Tänzerinnen der Staatsoper Berlin. Für die Ausführung wird Renate Wangenheim genannt, wobei nicht klar ist, ob sich diese Angabe auf den Film oder die Tanzeinlagen bezieht, da sie direkt nach den Kostümentwürfen von Edith Glück genannt wird.
(www.absoultmedien.de)

Die Originalmusik von Eduard Künneke, die er auch in seiner Blumenwunder-Suite verarbeitete, hat sich in seinem Nachlass in der Akademie der Künste als Klavierauszug und in der damals üblichen Kino-Orchesterbesetzung (fünf Bläser, vier Streicher, Harmonium, Klavier, Schlagzeug) erhalten.

Beginn 20:00 Uhr

19.08.2018 - BONN / 34. Internationale Stummfilmtage: "The Battle of the Century" & "Faust"
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Im Arkadenhof der Universität Bonn - - 34. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!


THE BATTLE OF THE CENTURY / ALLES IN SCHLAGSAHNE

USA 1927
Regie / Directed by: Clyde Bruckman
Länge / Running time: 20 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)
Einführung / Introduction by: Stefan Drößler (Filmmuseum München)
Deutsche Erstaufführung einer neuen Restaurierung

Der legendäre Klassiker mit Stan Laurel und Oliver Hardy, der in einer der größten Tortenschlachten der Filmgeschichte endet, überlebte nur in Fragmenten. 2015 eröffnete eine Rekonstruktion des Films die Bonner Stummfilmtage. Fast zur selben Zeit wurde ein 16mm-Fragment des Films gefunden, das weitere verloren geglaubte Szenen des Films enthielt. Das Filmmuseum München konnte diese Szenen in die damalige Rekonstruktion einarbeiten und wird sie nun in Deutscher Erstaufführung präsentieren.

&

FAUST. EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE

Deutschland / Germany 1926
Regie / Directed by: F. W. Murnau
Länge / Running time: 105 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)
Einführung / Introduction by: Stefan Drößler (Filmmuseum München)
Deutsche Erstaufführung einer neuen Restaurierung

Bevor der heutige Ufa-Klassiker FAUST im Oktober 1926 in den deutschen Kinos anlief, wurde in der Öffentlichkeit eine leidenschaftliche Debatte geführt: Der Drehbuchautor Hans Kyser wehrte sich erfolgreich mit allen Mitteln gegen die Verwendung der von Gerhart Hauptmann erstellten Zwischentitel. Das Filmmuseum München hat nun erstmals den Film mit Hauptmanns Titeln rekonstruiert, die den Rhythmus und Charakter des Films durchaus verändern und stärker auf die Kraft der Bilder setzen.



Beginn 21:00 Uhr

18.08.2018 - BONN / 34. Internationale Stummfilmtage: "Ich habe ihn umgebracht"
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Im Arkadenhof der Universität Bonn - - 34. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!


SILENCE / ICH HABE IHN UMGEBRACHT

USA 1926
Regie / Directed by: Rupert Julian
Länge / Running time: 61 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)
Einführung / Introduction by: Céline Ruivo (Cinémathèque française)

Deutsche Erstaufführung einer neuen Restaurierung

Ein vom deutschen Stummfilm beeinflusster Anfang zeigt in eindrucksvoller Montage die Vorbereitungen für die Hinrichtung eines zum Tode Verurteilten, der beharrlich schweigt und alle Versuche ihm Nahestehender, ihn zu retten, rüde zurückweist. In Rückblenden erfahren wir nach und nach, was wirklich passiert ist. Der von Cecil B. DeMille produzierte Film ist nur in einer leicht gekürzten französischen Fassung überliefert, verliert aber nichts von seiner seinerzeit gerühmten düsteren Faszination.

Beginn 22:30 Uhr

17.08.2018 - BONN / 34. Internationale Stummfilmtage: "Opium"
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Im Arkadenhof der Universität Bonn - - 34. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!


OPIUM

Deutschland / Germany 1918
Regie / Directed by: Robert Reinert
Länge / Runing time: 92 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano) & Mykyta Sierov (oboe)
Einführung / Introcduction by: Andreas Thein (Filmmuseum Düsseldorf)

Robert Reinert verbindet in seinem Film, der einen englischen Arzt bei seinen Forschungen über die Wirkungen des Opiums nach China und Indien führt, exotischen Thrill mit erotischen Schauwerten. Die Einfärbungen des Films verstärken die psychedelische Wirkung der von Elfen und Satyrn bevölkerten frivolen Traumsequenzen. Die Typographie der Zwischentitel ändert sich je nach Handlungsort. Der über die Jahrzehnte von Zensur und Verleihern verstümmelte Klassiker wurde neu rekonstruiert.



Beginn 22:30 Uhr

16.08.2018 - BONN / 34. Internationale Stummfilmtage: "One Week" & "Abwege"
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Im Arkadenhof der Universität Bonn - - 34. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!


ONE WEEK

USA 1920
Regie / Directed by: Buster Keaton
Länge / Running time: 21 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano) & Mykyta Sierov (oboe)

Das erste große Meisterwerk von und mit Buster Keaton beschreibt mit subversivem Witz und bestechenden visuellen Gags die Schwierigkeiten eines jung vermählten Paares, ein Fertighaus zusammenzusetzen. Im Laufe einer Woche schlittern sie jeden Tag in eine neue Katastrophe, da der von der Ehefrau verschmähte Rivale die angelieferten Kisten vertauscht hat. Das grotesk verbaute, surrealistisch zweckentfremdete Haus begeisterte insbesondere die französischen Kritiker und Cineasten.

&

ABWEGE

Deutschland / Germany 1928
Regie / Directed by : G. W. Pabst
Länge / Running time: 96 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano) & Mykyta Sierov (oboe)
Einführung / Introduction by: Stefan Drößler (Filmmuseum München)

Weil der vermögende Rechtsanwalt Thomas Beck über seine Arbeit seine Frau Irene vernachlässigt, beginnt diese einen Flirt mit einem Kunstmaler und stürzt sich ins Berliner Nachtleben. G. W. Pabst, der große Realist des Weimarer Kinos, nimmt eine Ehekrise zum Anlass für ein flirrendes Gesellschaftsporträt, in dem die Kamera in einen Strudel aus Luxus und Laster stürzt. Die auf dem Kameranegativ basierende Rekonstruktion besticht durch ihre brillante Bildqualität und elegante Montage.

Beginn 21:00 Uhr

11.08.2018 - BERLIN: "Berlin. Sinfonie der Großstadt"
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Im City Kino Wedding, Berlin.


BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSTADT
Ein Film von Walther Ruttmann, D 1927, ca. 65 Minuten

Walther Ruttmanns berühmte Berlin-Studie in restaurierter Fassung!
Angeregt durch den Kamermann Karl Freund drehte Ruttmann fast ausschließlich dokuentarische Aufnahmen, um sie zu einer fünfaktigen Bild-Sinfonie zu montieren, die den Tagesaublauf in Berlin des Jahres 1927 portraitiert. Dabei setzt er auf krasse Kontraste der Bevölkerungsschichten und ironische Wirkungen durch die Montage.

Beginn 19:30 Uhr

22.07.2018 - ZINNOWITZ: "Dirnentragödie"
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Im Gelben Theater "Die Blechbüchse", Seestraße 8, Zinnowitz.

Asta Nilsen in
DIRNENTRAGÖDIE

von Bruno Rahn, D 1927
ca. 90 Minuten
16mm-Filmkopie mit Vorfilm

Das Thema der kleinen Großstadtstraßen mit ihren Dirnen, Dieben, Spielern, Sensationen, Abgründen und tragischen Schicksalen beschäftigte den deutschen Film nachhaltig. „Das ist keine sehr schwierige und keine sehr erfreuliche Handlung. (...) Der Regisseur, Bruno Rahn, gestaltet in schweren Farben diese wenigen Schicksale, die beispielhaft für eine ganze soziale Schicht einstehen und steigert die düstere Wirkung von Akt zu Akt.“ (Lichtbild-Bühne, Nr. 91, 16. April 1927) Rahn, der eher für Sittenfilme und unbedeutende Lustspiele bekannt (bzw. unbekannt) ist, sucht mit „Dirnentragödie“ die Nähe der großen, expressiven sozialkritischen Filme wie etwa G. W. Pabsts „Die Freudlose Gasse“ (1925).

Beginn 20:00 Uhr

01.07.2018 - WEIMAR: "Erotikon"
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Im Lichthaus Kino Weimar.



EROTIKON

Tschechoslowakei 1929, ca. 95 Minuten
Regie und Buch: Gustav Machatý, Kamera: Václav Vich, mit Olaf Fjord, Ita Rina, Luigi Serventi, Charlotte Susa.
 
Das Tschechische Stummfilmkino ist wenig bekannt und doch finden sich hier einige der bedeutendsten Werke des frühen europäischen Kinos. „Eroticon“ von Gustav Machatý gilt als ein Meisterwerk des tschechischen Stummfilms. In kühnen und psychologisch aufgeladenen Kamerabewegungen und Bildfolgen erzählt der Film die einfache Geschichte des Reisenden George, der eines Nachts im strömenden Regen Unterkunft bei einem Bahnstreckenwärter findet. In dieser Nacht kommt es zu einem Stelldichein mit dessen hübschen Tochter Andrea, die sich innig in George verliebt. Doch dieser reist am nächsten Morgen ab. Andrea bekommt ein Kind von ihm, das jedoch stirbt. Als Andrea Jahre später mit einem anderen Mann verheiratet ist, trifft sie George wieder.


Beginn 19:15 Uhr

29.06.2018 - STEINHORST/GIFHORN: "Nosferatu"
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Im Rahmen des Steinhorster Lesesommer im Schulmuseum Steinhorst.

NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS

D 1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Kamera: Fritz Arno Wagner
mit Max Schreck, Gustav v. Wangenheim, Greta Schröter, Alexander Granach

16mm-Kopie der restaurierten, viragierten Fassung, ca. 94 Minuten

Graf Orlok wünscht ein schönes, ödes Haus in der norddeutschen Kleinstadt Wisborg zu kaufen. Häusermakler Hutter macht sich auf den Weg, dem transsylvanischen Herrn die Verträge zu überbringen. Auf der beschwerlichen Reise häufen sich die düsteren Vorahnungen und Graf Orlok entpuppt sich schließlich als Nosferatu, als untoter Blutsauger. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, als Orlok auf dem Weg nach Wisborg die Pest in die Welt trägt. Hutter eilt ihm nach und versucht seine Geliebte Ellen vor ihm zu retten. Doch um den Vampir aufzuhalten und dem Grauen ein Ende zu bereiten gibt es nur eine Möglichkeit, Ellen muss sich opfern.

Beginn 20:00 Uhr

23.06.2018 - ALTLANDSBERG: Buster Keaton "The Cameraman" u.a.
[mehr...]
Kino in der Schloßkirche Altlandsberg.

16mm-Stummfilmabend

THE CAMERAMAN + Vorfilm
von und mit Buster Keaton, USA 1928
mit Marceline Day, Harold Goodwin, Sidney Bracey, Harry Gribbon u.a., ca 70 + 20 Minuten

16mm-Filmkopien

Nach dem wunderbaren Stummfilmkonzert im Dezember begrüßen wir erneut den Stummfilmpianisten Richard Siedhoff, diesmal mit seinem Projektor und einer originalen 16mm-Filmkopie des Klassikers „The Cameraman“. Bis heute gilt dieser als eines der letzten einer Reihe brillanter Buster Keaton Werke und hat diesen mit seinen einmalig-urkomischen Passagen als Komikerlegende etabliert. Die Filmstudios MGM machten den Film jahrzehntelang zur Pflichtschau für ihre Drehbuchautoren, damit diese lernen wie eine perfekte Komödie aufgebaut ist.
New York City in den 1920ern. Buster arbeitet als einfacher Straßenfotograf, dabei verliebt sich in die schöne Sally Richards, die für die Wochenschau bei MGM arbeitet. Dort will er sich bewerben, um Sally näher zu sein. Doch der Kameramann Harold ist ebenfalls in Sally verliebt und weist Buster ab. Es entspinnt sich eine rasante Geschichte, in der Buster um das Herz Sallys kämpft und beweisen möchte, dass er das Zeug zu einem echten Kameramann hat…

Stummfilmkonzert 9 Euro
Getränke und Snacks werden vor Ort verkauft.

Kontakt und Reservierungen: kinoinderschlosskirche@gmail.com
Kartenvorverkauf: Stadtinformation Altlandsberg, Mo-Fr: 11-17 Uhr, Sa/So: 11-16 Uhr
oder online unter www.reservix.de
Die Karten können Sie in der Stadtinformation Altlandsberg (Krummenseestr. 1, 15345 Altlandsberg) erwerben oder per Mail: kinoinderschlosskirche@gmail.com reservieren.




Beginn 20:00 Uhr

22.06.2018 - Schloß SCHWANTE: Buster Keaton Comedies
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Auf Schloß Schwante.

BUSTER KEATON COMEDIES
Cops (1922), The haunted House (1921), The Paleface (1922), The Scarecrow (1920)
USA, 1920-22, von und mit Buster Keaton

16mm-Filmkopien (ungekürzte Fassungen mit originalen Zwischentiteln)

Wir stellen Ihre Lachmuskeln auf die Probe, mit vier der kreativsten Kurzfilmen Buster Keatons. Keaton war neben Charlie Chaplin der erfolgreichste Vertreter der amerikanischen Slapstick-Komödie und gilt vielen mit seinem stoischen, niemals lachenden Gesicht als der große Surrealist unter den Komikern.
Erleben Sie auf Schloss Schwante den Mann, der all seine halsbrecherischen Stunts selbst ausführte, als irrtümlich gejagter Terrorist, in einem Spukhaus, als verbündeter der Indianer im Kampf gegen die Ölindustrie und als unfreiwillige Vogelscheuche.
Durch den Abend führt der Schloss Impresario Przemek Schreck.
Die Filme werden von dem vortrefflichen Weimarer Stummfilmpianisten Richard Siedhoff live am historischen Flügel vertont.
Und Siedhoff hat eine weitere Überraschung dabei: die fein restaurierten, ungekürzten Filme werden als 16mm-Rollen von einem Projektor ratternd wiedergegeben - mit den originalen englischen Zwischentiteln.

Einführung in Leben und Werk Buster Keatons durch den Schloss Impresario Przemek Schreck
Zur Geschichte des Stummfilms und der Projektion von Richard Siedhoff

Eintritt: 13 € / Ermäßigt 8 €
Tickets erhältlich an der Abendkasse
Reservierungen unter:
kontakt@schloss-schwante.de

Beginn 19:30 Uhr

16.06.2018 - ERFURT: 16mm-Kurzfilmprogramm
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In der Barfüßerkirchen-Ruine, Erfurt, im Rahmen des Krämerbrückenfestes 2018.

Am 15. und 16. Juni jeweils ab 21:15 Uhr

Ein Programm von humoristischen, ernsten und avantgardistischen Kurzfilmen der Stummfilmzeit.
Eintritt frei!

Beginn 21:15 Uhr

15.06.2018 - ERFURT: 16mm-Kurzfilmprogramm
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In der Barfüßerkirchen-Ruine, Erfurt, im Rahmen des Krämerbrückenfestes 2018.

Am 15. und 16. Juni jeweils ab 21:15 Uhr

Ein Programm von humoristischen, ernsten und avantgardistischen Kurzfilmen der Stummfilmzeit.
Eintritt frei!

Beginn 21:15 Uhr

10.06.2018 - WEIMAR: "3 Bad Men"
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Im Lichthaus Kino Weimar.


3 BAD MEN / DREI EHRLICHE BANDITEN

USA 1926, 93 Minuten
R: John Ford, B: John Stone, K: George Schneidermann, D: George O'Brien, Olive Borden, J. Farrell MacDonald, Tom Santschi, Frank Campeau

Der letzte stumme Western von John Ford - ein fesselndes wie atmosphärisches Western-Abenteuer.
1876, die Regierung hat Dakota zur Besiedelung freigegeben. Tausende Siedler sind auf der Suche nach fruchtbaren Land und eigenen Grund und Boden. Darunter auch die drei Banditen Mike, Bull und Spade, die sich schließlich für ein junges Elternpaar einsetzen, nachdem der Vater der jungen Mutter umgebracht wurde. Gleichzeitig werden sie von dem korrupten Sherrif Layne Hunter und seiner Bande verfolgt. Es kommt zu dramatischen Verwicklungen, bei denen einige ihr Leben opfern müssen, um andere zu retten.
John Fords packender Vorzeige-Western wird von Stummfilmpianist Richard Siedhoff live am Klavier vertont.


Beginn 19:30 Uhr

31.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "Sherlock Jr."
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

Buster Keatons
SHERLOCK JR
von und mit Buster Keaton, USA 1924, ca 45 Minuten
Regie: Buster Keaton, Buch: Buster Keaton, Jean Havez, Joe Mitchell, Clyde Bruckman, Kamera: Elgin Lessley
mit Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Erwin Connelly, Ward Crane

Vorfilm: 45 MINUTES FROM HOLLYWOOD

Beginn 20:30 Uhr

30.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "The Passion of Joan of Arc"
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

THE PASSION OF JOAN OF ARC  /  La Passion de Jeanne d’Arc
von Carl Theodor Dreyer, F 1929
mit Maria Falconetti
ca. 90 Minuten

Beginn 18:00 Uhr

29.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "Der Gang in die Nacht"
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

DER GANG IN DIE NACHT
D 1921, 80 Minuten
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
mit Olaf Fönss, Erna Morena, Conrad Veidt

Neu rekonstruierte Fassung vom Filmmuseum München!

Beginn 20:00 Uhr

28.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "Abwege"
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

ABWEGE
von Georg Wilhelm Pabst, Deutschland 1928, deutsche Zwischentitel, 98 Min · Viragiert · 2K DCP

Mit Gustav Diessl, Brigitte Helm, Hertha von Walther, Jack Trevor
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Adolf Lantz, Ladislaus Vajda, Helen Gosewisch, nach einem Entwurf von Franz Schulz
Kamera: Theodor Sparkuhl
Montage: Paul Falkenberg, Mark Sorkin, Georg Wilhelm Pabst
Bau-Ausführung: Hans Sohnle, Otto Erdmann
Produktion: Erda-Film GmbH, Berlin, für/for Universal Pictures Corp. mbH

DCP: Filmmuseum München
Digitale Restaurierung: Filmmuseum München in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria, 2017/18

Beginn 20:00 Uhr

27.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "The Grey Automobile"
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

THE GREY AUTOMOBILE  /  El automóvil gris
Mexico 1919, Regie: Enrique Rosas
223 Minuten, zwei Pausen

Beginn 17:00 Uhr

26.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "Sherlock Jr."
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

Buster Keatons
SHERLOCK JR
von und mit Buster Keaton, USA 1924, ca 45 Minuten
Regie: Buster Keaton, Buch: Buster Keaton, Jean Havez, Joe Mitchell, Clyde Bruckman, Kamera: Elgin Lessley
mit Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Erwin Connelly, Ward Crane

Vorfilm: 45 MINUTES FROM HOLLYWOOD

Beginn 12:00 Uhr

26.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "Abwege"
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

ABWEGE
von Georg Wilhelm Pabst, Deutschland 1928, deutsche Zwischentitel, 98 Min · Viragiert · 2K DCP

Mit Gustav Diessl, Brigitte Helm, Hertha von Walther, Jack Trevor
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Adolf Lantz, Ladislaus Vajda, Helen Gosewisch, nach einem Entwurf von Franz Schulz
Kamera: Theodor Sparkuhl
Montage: Paul Falkenberg, Mark Sorkin, Georg Wilhelm Pabst
Bau-Ausführung: Hans Sohnle, Otto Erdmann
Produktion: Erda-Film GmbH, Berlin, für/for Universal Pictures Corp. mbH

DCP: Filmmuseum München
Digitale Restaurierung: Filmmuseum München in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria, 2017/18

Beginn 19:30 Uhr

25.05.2018 - BANGKOK (Thailand): "Der Gang in die Nacht"
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The Silent Film Festival in Thailand / Bangkok.

DER GANG IN DIE NACHT
D 1921, 80 Minuten
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
mit Olaf Fönss, Erna Morena, Conrad Veidt

Neu rekonstruierte Fassung vom Filmmuseum München!

Beginn 20:00 Uhr

17.05.2018 - DRESDEN: Buster Keaton
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Im Kino im Kasten, Dresden

Buster Keaton
THE PALEFACE
COPS
SEVEN CHANCES
USA 1925, ca. 60 Minuten

projiziert von 16mm-Filmkopien!

Nachdem es im Januar zu unserer Geburtstagsfeier so schön war, gibt es jetzt die Fortsetzung: einen weiteren Stummfilmabend mit Live-Begleitung! Nach der rauschenden Nacht mit Berliner Elektro-Musik haben wir für den kommenden Abend Richard Siedhoff gewonnen, der uns den Abend am Flügel vertont - ein Kinoerlebnis der besonderen Art, ganz so, wie in den "Roaring Twenties". Also packt die Federboa aus, frisiert Euch einen Bubikopf und kommt zu uns!

Zu sehen wird es Filme des großen Stummfilmkomödianten Buster Keaton geben! Das ist (wer ihn nicht kennt) der krönende und den den Qualitätstrias amerikanischer Komödien der 20er komplettierende Kopf, der neben Charlie Chaplin (der mit dem Bart) und Harold Lloyd (der an der Uhr hing) dutzende nie gealterte Meisterwerke des Humors produzierte. Wir zeigen zunächst einige seiner Kurzfilme, und danach den Langfilm "Seven Chances" ("Sieben Chancen").

Richard Siedhoff wird die Kurzfilme übrigens als 16mm Kopien aus seiner Sammlung mitbringen. Das bedeuted Flimmern, Tupfen und Laufstreifen mit Klavier, also richtiges analoges Kino. Das könnt Ihr sonst nur noch in Ausnahmefällen erleben. Wer sich hier rausnimmt, kann sich nur an den noch lange frohen Gesichtern derer ergötzen, die da waren! Wir freuen uns auf Euch!

Eintritt: ermäßigt 4 Euro, Vollpreis 6 Euro

Beginn 20:00 Uhr

12.05.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

09.05.2018 - LEIPZIG: "The Cat and the Canary"
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Richard Siedhoff als Gast des legendären Wanderkinos!

THE CAT AND THE CANARY
Gruselkomödie von Paul Leni, USA 1927, ca. 80 Minuten

Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang ...

Beginn 21:00 Uhr

07.05.2018 - WEIMAR, BU-Filmseminar: "Die Abenteuer des Prinzen Achmed"
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Im Lichthaus Kino Weimar.
Filmseminar der Bauhaus Universität Weimar, öffentliche Filmsichtung.


DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED,
von Lotte Reiniger, D 1923-26
1999 restaurierte Fassung, 65 min, DCP

Prinz Achmed, Sohn des Kalifen, wird Opfer des bösen afrikanischen Zauberers, der Achmeds Schwester Dinarsade begehrt. Mittels eines fliegenden Zauberpferdes wird er aus dem Weg geschafft. Nun gelangt Achmed auf seinen luftigen Irrfahrten auf die Dämoneninsel Wak-Wak, verliebt sich in die dortige Herrin Pari Banu und entführt sie aus Liebe nach China. Der Zauberer unterdes entführt wiederum Pari Banu, doch Achmed kann dessen Macht brechen und die zu allem Überfluss bösartig gewordenen Dämonen dank einer guten Hexe und Aladin mit seiner Wunderlampe bändigen. Aladin bekommt dafür Achmeds Schwester Dinarsade und dieser seine nun von Dämonen befreite Pari Banu. Die Doppelhochzeit findet in Aladins fliegendem Palast statt.


Beginn 14:00 Uhr

29.04.2018 - WEIMAR: Unknown Keaton
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Im Lichthaus Kino Weimar.



Unknown BUSTER KEATON
Drei Kurzfilm, USA 1920 - 1922, ca. 75 min. + Einführung

Drei Kurzfilme von und mit Buster Keaton, die so seit den 1920er Jahren nicht mehr zu sehen waren, glänzen in exklusiven neuen Rekonstruktionen mit kürzlich wieder aufgefundenen Filmmaterial!
Lachen Sie über Buster Keaton als Strafgefangenen Nr. 13, über die Verwandten seiner Frau und als Hufschmied, der zugleich eine Werkstadt ruiniert. Richard Siedhoff hat sich die Mühe gemacht, alle verfügbaren Filmmaterialien zu vergleichen und daraus vollständige Versionen zu montieren, die Sie so weder auf DVD, Bluray, auf Festivals oder im Internet finden werden.
Als Einführung gibt Richard Siedhoff einen kleinen Vortrag über die Restaurierung der Filme über die noch bestehenden Lücken in anderen Werken von Buster Keaton.



Beginn 19:30 Uhr

23.04.2018 - WEIMAR, BU-Filmseminar: "The General"
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Im Lichthaus Kino Weimar.
Filmseminar der Bauhaus Universität Weimar, öffentliche Filmsichtung.


THE GENERAL

USA 1926, von und mit Buster Keaton

78 min, DCP

1861, der amerikanische Bürgerkrieg bricht aus. Johnnie Gray meldet sich sofort freiwillig - und wird abgelehnt, denn als Lokführer ist er wichtiger. Sehr zur Enttäuschung seiner großen Liebe Annabelle. Seine zweite große Liebe ist seine Lok, und die wird ihm kurzerhand von Feinden entführt. Zufällig darauf gekidnappt: Seine geliebte Annabelle - doch davon ahnt Johnny nichts. Und als er, der Verfolger seiner Lok schließlich zum Verfolgten wird, ist die nebenbei Gerettete nicht sonderlich hilfreich bei der Odyssee durch die feindlichen Linien. Aber Johnnie gewinnt dabei nicht nur das Herz der Angebeteten, sondern auch beiläufig die Schlacht am Rock River.



Beginn 14:00 Uhr

16.04.2018 - WEIMAR, BU-Filmseminar: "Nosferatu"
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Im Lichthaus Kino Weimar.
Filmseminar der Bauhaus Universität Weimar, öffentliche Filmsichtung.


NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS

D 1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Kamera: Fritz Arno Wagner
mit Max Schreck, Gustav v. Wangenheim, Greta Schröter, Alexander Granach

restaurierte Fassung, 94 Minuten, DCP

Graf Orlok wünscht ein schönes, ödes Haus in der norddeutschen Kleinstadt Wisborg zu kaufen. Häusermakler Hutter macht sich auf den Weg, dem transsylvanischen Herrn die Verträge zu überbringen. Auf der beschwerlichen Reise häufen sich die düsteren Vorahnungen und Graf Orlok entpuppt sich schließlich als Nosferatu, als untoter Blutsauger. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, als Orlok auf dem Weg nach Wisborg die Pest in die Welt trägt. Hutter eilt ihm nach und versucht seine Geliebte Ellen vor ihm zu retten. Doch um den Vampir aufzuhalten und dem Grauen ein Ende zu bereiten gibt es nur eine Möglichkeit, Ellen muss sich opfern.


Beginn 14:00 Uhr

12.04.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Der Gang in die Nacht"
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Im Filmmuseum München.

Neu eingespielte Orchestermusik für

DER GANG IN DIE NACHT
D 1921, 80 Minuten
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
mit Olaf Fönss, Erna Morena, Conrad Veidt

Neu rekonstruierte Fassung aus dem Filmmuseum München!

Premiere der Einspielung der Orchestekomposition von Richard Siedhoff mit dem Metropolis Orchester Berlin unter der leitung von Burkhard Götze.

Murnaus erste erhaltene Regiearbeit nimmt Motive seiner späteren Meisterwerke vorweg: Wie in SUNRISE reißt eine verführerische Frau einen Mann aus seinen geordneten Verhältnissen, der Gegensatz von Stadt und Land wird ausgespielt, und Conrad Veidts stilisierte Darstellung eines Blinden wirkt wie ein Vorläufer von NOSFERATU.

Der Augenarzt Eigil Boerne verlässt seine Verlobte Helene für die Tänzerin Lilly und zieht mit ihr in ein Fischerdorf. Er heilt dort einen blinden Maler, für den Lilly wiederum ihn verlässt. Boerne kehrt verbittert in die Stadt zurück. Als Lilly eines Tages bei ihm auftaucht und ihn um Hilfe für den Maler bittet, der neuerlich zu erblinden droht, fordert er sie im Affekt auf, sich umzubringen – dann sei er zur Rettung ihres Geliebten bereit. Sie nimmt ihn beim Wort und tötet sich. Der Maler will nun nicht mehr geheilt werden, denn, so erklärt er Boerne, Lilly war alles auf der Welt, was er habe sehen wollen.



Beginn 19:00 Uhr

11.04.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Dr. Satansohn"
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Im Filmmuseum München.

Doktor  Satansohn
Deutschland  1916  |  R+B:  Edmund  Edel  |  K:  Ernst  Krohn  |  D:  Ernst  Lubitsch,  Hans  Felix,  Yo  Larte,  Marga  Köhler,  Erich  Schönfelder  |  44  min  |  »Die  liebegierende  Schwiegermama  verschreibt  sich dem Herrn Dr. Satansohn, dem Besitzer eines Instituts  für  Schönheitspflege,  der  sie  unter  der  Bedingung,  dass  sie  sich  nicht  küssen  lässt,  in  ihre  eigene 
jugendlich  schöne  Tochter  verwandelt.  Das  und  recht  viel  Anderes  gibt  Gelegenheit  zu  äußerst  gelungenen  Trickaufnahmen, die verblüffende Wirkungen sicherlich ausüben werden. Edel ist als Regisseur noch besser als
er es schon als Verfasser ist, und er hat sich in Lubitsch einem Vertreter der Titelrolle verschrieben, wie ihm der
Teufel  keinen  besseren  hätte  hervorzaubern  können.«  (Lichtbild-Bühne  9/1916)

Ernst  Lubitschs  Faust
Vortrag  von  Stefan  Drößler  |  45  min  |  Im  Dezember  1922  reiste  Ernst  Lubitsch  auf  Einladung  von  Mary  Pickford  nach  Hollywood,  um  bei  dem  historischen  Abenteuerfilm  DOROTHY  VERNON  OF  HADDON  HALL  Regie  zu  führen.  Kaum  angekommen,  verwarf  er  alle  Pläne und bereitete stattdessen den Film MARGUERITE AND FAUST vor. Als Mary Pickfords Mutter erfuhr, dass ihre Tochter eine Kindsmörderin spielen sollte, stoppte sie das Projekt. Stefan Drößler berichtet über die Hintergründe  und  zeigt  die  wenig  bekannten  Testaufnahmen für Ernst Lubitschs Faust-Film aus dem Nachlass von Mary Pickford.

Beginn 18:30 Uhr

09.04.2018 - WEIMAR, BU-Filmseminar: Frühe Farbfilme
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Im Lichthaus Kino Weimar.
Filmseminar der Bauhaus Universität Weimar, öffentliche Filmsichtung.

Eine Zusammenstellung früher Farbfilmverfahren aus der Zeit um 1900, restauriert und gesichert vom Deutschen Filminstitut. Darunter Kurzfilme zur Leidensgeschichte Jesu, ein Lustspiel über Juckpulver, Schablonenkolorierte Aufnahmen aus dem Elbsandsteingebirge und zahlreiche handkolorierte Filmschnipsel, die einst in Jahrmarktsbuden liefen.


Beginn 14:00 Uhr

06.04.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

25.03.2018 - WEIMAR: "Wunder der Schöpfung"
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Im Lichthaus Kino Weimar.



WUNDER DER SCHÖPFUNG
von Hanns Walter Kornblum
D 1925, ca. 92 min.

Ein ungemein aufwendiger, seinerzeit von der Ufa vertriebener Kulturfilm, der das gesamte damalige Wissen der Menschheit über die Erde und über das Weltall darzustellen versucht - von der Wiege der Zivilisation bis zur Reise ins Weltall per Schwerelosen Raumschiff. 15 Spezialeffekt-Experten und neun Kameramänner arbeiteten an dem Film, der dokumentarische Szenen und historische Dokumente, Spielszenen und Animationssequenzen, Abenteuerfilm- und Science-Fiction-Elemente miteinander verbindet und sehr effektvolle Einfärbungen aufweist. Sequenzen in dem Raumschiff, das zu den Planeten des Universums aufbricht, wirken wie direkte Vorbilder für Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey. Der Wortreiche Stummfilm wird von Richad Siedhoff live am Klavier vertont.

Wunder der Schöpfung - Deutschland 1925 - Regie: Hanns Walter Kornblum - Drehbuch: Hanns Walter Kornblum, Ernst Krieger - Kamera: Hermann Boehlen, Otto von Bothmer, Max Rinck, Wera Cleve, Bodo Kuntze, Friedrich Paulmann, Hans Scholz, Ewald-Matthias Schuhmacher, Friedrich Weinmann - Darsteller: Margarete Schön, Theodor Loos, Paul Bildt, Margarethe Schlegel, Oscar Marion, Willy Kaiser-Heyl Produktion: Colonna-Film GmbH und Ufa-Kulturfilm-Abteilung, Berlin - Premiere: 14. September 1925 (Berlin)

Beginn 19:30 Uhr

24.03.2018 - DÜSSELDORF, Filmmuseum: "Das Glück"
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In der Blackbox, Kino im Filmmuseum Düsseldorf.



DAS GLÜCK (Tschastje)

von Alexandr Medwedkin, SU 1935, ca. 70 min
35mm, deutsche Fassung!

„Ein interessanter Regiekünstler ist in unsere Filmkunst eingegangen“ schrieb ein Kritiker nach der Uraufführung. Dennoch war der Erfolg bescheiden, der Tonfilm hatte sich schon längst durchgesetzt. Erst in den 1960er Jahren suchte und fand man Kopien des vergessenen Films „Das Glück“ (1934) und würdigte Medwedkins filmkünstlerische Leistung. Ein Glücksfall der agitatorisch-grotesken Filmkomödie, „einer der originellsten Filme in der sowjetischen Filmgeschichte“ resümiert Jay Leyda 1960. Die Optik ist brillant. Die expressionistischen angehauchten Dekors der Bauernhütten, Landschaften, Bäume und Friedhöfe, die gezielte Kameraführung, die charakteristische helle „russische“ Ausleuchtung der Protagonisten sowie die dynamische Montage vereinen sich zu einer pointierten Bildsprache mit vorzüglichen Gags. Da Medwedkin für sein Spielfilmdebut eine Tonfilmapparatur versagt blieb, mussten die Bilder in diesem Spätwerk der Stummfilmepoche umso stärker wirken. Und im Gegensatz zu Sergeij Eisenstein oder Wsewolod Pudowkin meidet Medwedkin hier weitgehend realistische oder gar dokumentarische Bezüge. Die räumlichen Distanzen in dieser inszenierten Märchenwelt sind nur kurz, der Horizont ist stets nicht weit, da-hinter nichts als der Himmel. Diese raffinierte Raumregie regt die Phantasie an und kon-zertiert den Blick andererseits auf Wesentliches: Auf all diese, dem russischen Volksmärchen entlehnten Figuren und Begebenheiten. Doch das Märchen ist nur Mittel zum Zweck, eine Analogie auf die jüngere russische Geschichte. Und mittendrin eine chapli-neske Figur, der kleine Bauer Chmyr. Während die erste Hälfte des Films die Zeit vor der Russischen Revolution als überzeichnetes Märchen zaristischer Strukturen beschreibt, gewinnt in der zweiten Hälfte die Gegenwart des ersten Fünfjahresplans Oberhand. Die „Schreckgespenster“ der Märchenzeit haben offensichtlich gelitten, tragen nun zerschlissene Kleidung, Chmyrs Welt ist sachlich und moderner geworden. Dabei wird die stilistische Einheit nun von den Zeugnissen der Industrialisierung durchbrochen: Landmaschinen, junge Kolchosenbauer und moderne Architektur. Am Ende geht es gar in die große prunkvolle Stadt und aus dem einstig chaplinesken armen Bauern Chmyr wird ein neuer Mensch - ein glücklicher Kommunist.

Beginn 20:00 Uhr

18.03.2018 - FRANKFURT OFFENBACH: Rhapsodia Sportiva
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Am 18. März 2018 in Capitol Theater Offenbach.

Richard Siedhoff spielt nicht, aber wird gespielt:

Im Auftrag der Neuen Philharmonie Frankfurt vertonte Richard Siedhoff die Wochenschau zum Endspiel Deutschland gegen Ungarn der Fußballweltmeisterschaft von 1954 für großes Orchester als "Rhapsodia sportiva".
Zu erleben im Rahmen der Capitol Panorama Lounge II.

Originale Filmauszüge aus dem Endspiel von 1954 im Berner Wankdorf-Stadion, live mit packender Orchestermusik – „Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus, Deutschland ist Weltmeister!“





Beginn 17:00 Uhr

17.03.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Der Stundent von Prag" (1926)
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Im Filmmuseum München.


Der  Student  von  Prag

Deutschland  1926  |  R+B:  Henrik Galeen, nach dem Film von Hanns Heinz Ewers | K: Günther Krampf, Erich Nitschmann | D: onrad Veidt, Werner Krauß, Agnes Eszterhazy, Eliza la Porta, Ferdinand von Alten, Fritz Alberti | 134 min | viragiert | Die Neuverfilmung von Hanns Heinz Ewers' 1913 entstandenem  Filmklassiker  über  den  Studenten  Balduin,  der  sein Spiegelbild an den Teufel verkauft, vereint die beiden Hauptdarsteller von DAS CABINET DES DR. CALIGARI: Conrad Veidt und Werner Krauß. »Das Drehbuch hat vor allem die in diesem Stoff liegende wesentlichste Schwierigkeit zu meistern verstanden: das Hineinspielen des Phantastisch-Voraussetzungslosen in eine reale Handlung. Dieses Hauptproblem des STUDENTEN VON PRAG auch im Spiel der Bildgestaltung und Spielleitung gelöst zu haben, ist eine beachtliche Leistung Galeens. Er  schafft  den  sagenhaft-gespenstischen  Einschlag  nicht nur durch prachtvoll gelungene Bildstimmungen, nicht nur durch Anwendung filmtechnischer Mittel, sondern  in  erster  Linie  durch  das  Darstellerische.«  (Hans  Wollenberg) Gezeigt wird eine Rekonstruktion des Filmmuseums München.

Einführung: Stefan Drößler

Beginn 18:30 Uhr

16.03.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Faust"
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Im Filmmuseum München.


Faust. Eine deutsche Volkssage

Deutschland 1926 | R: Friedrich Wilhelm Murnau | B: Hans Kyser, Gerhart Hauptmann | K: Carl Hoffmann | D: Gösta Ekman, Emil Jannings, Camilla Horn, Frida Richard, Wilhelm Dieterle | 105 min | Die Produktion von F.W. Murnaus Filmklassiker  FAUST, einem  Renommé-Projekt  der  Ufa,  verlief  keineswegs  harmonisch:  Der  ursprünglich  vorgesehene Regisseur Ludwig Berger wurde gegen F.W. Murnau ausgetauscht, die vorgesehene Hauptdarstellerin Lillian Gish  sagte  ab,  Produzent  Erich  Pommer  wurde  während  der  Dreharbeiten  entlassen,  F.W.  Murnau,  Emil  Jannings  und  der  Komponist  der  vorgesehenen  Begleitmusik Ernö Rapée reisten lange vor der offiziellen Premiere  des  Films  ab,  weil  sie  Engagements  in  den  USA annahmen. Die von Gerhart Hauptmann verfassten Zwischentitel  konnten  nach  Protesten  von  Drehbuchautor  Hans  Kyser  nicht  verwandt  werden.  Sie  wurden  nun  in  der  neuen  Rekonstruktion  des  Filmmuseums  München erstmals in den Film eingefügt.

Einführung: Stefan Drößler


Vorfilm: FAUST
Frankreich  1904?  |  17  min  |  OF  |  Die  nicht  genau  zu  datierende  erste  Faustverfilmung,  »die  sich  unmittelbar  an  die  goethische  Vorlage  hält  und  nur  gelegentlich, bei Mephistos Erscheinen und Verschwinden,  mit  Filmtricks  arbeitet.«  (Hauke  Lange-Fuchs)

Beginn 18:30 Uhr

07.03.2018 - JENA: "Tabu" (F. W. Murnau)
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Im Café Wagner, Jena.



Friedrich Wilhelm Murnau

TABU. A STORY OF THE SOUTH SEAS
Tahiti/USA, 1930

16mm-Filmkopie der deutschen Verleihfassung

Nachdem Friedrich Wilhelm Murnau dem Ruf Hollywoods gefolgt war und dort einige Meisterwerke hinterließ, den Oscar bekam, aber auch der rigorosen Zensur durch die Major-Studios ausgesetzt war, ging er zunehmend frustriert nach Tahiti, um auf der Insel Bora Bora mit dem Dokumentarfilmer Robert Flaherty (NANOOK OF THE NORTH, 1920) gemeinsam einen semidokumentarischen Film mit Eingeborenen zu drehen. Flaherty überwarf sich mit Murnau jedoch und so drehte dieser den Film allein. Eine tragische Geschichte aus der Südsee mit Darstellern, die sich selbst spielen - noch unberührt vom Einfluss des weißen Mannes. Doch auch hier bricht sich der vielgerühmte Expressionismus des Weimarer Kinos bahn, wenn dämonische Schatten von Unheil künden und unverblümt an den Okkultismus in NOSFERATU (1922) erinnern, verwoben in einer entfesselt paradiesischen Bilderflut, von der sich die Paramount so beeindruckt zeigte, dass sie nicht nur den Verleih des Films übernahmen, sondern Murnau gleich einen Zehnjahresvertrag unterschrieben ließen. Das war dem hochverschuldeten Regisseur, der für TABU sein ganzes Vermögen opferte, ganz recht. Doch tragischer Weise erlebte die Premiere seines Films nicht mehr - er starb wenige Tage davor bei einem Autounfall.


Beginn 20:00 Uhr

04.03.2018 - WEIMAR: "Um Himmels Willen, Harold Lloyd"
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Im Lichthaus Kino Weimar.



"Um Himmels Willen, Harold Lloyd" / "For Heaven's Sake"

USA 1926, ca. 67 + 24 min. R: Sam Taylor, mit Harold Lloyd, Jobyna Ralston, Noah Young, James Mason

Einer der komischsten Filme von Harold Lloyd, einem unbestrittenen Meister der Stummfilmkomödie in einer Satire über arm und reich. Als ahnungsloser Millionär gerät er fernab von Uptown in verruchten Bezirke, stiftet dort versehentlich eine Mission, verliebt sich in ein Downtown-Girl, wird Herr über gefährliche Verbrecherbanden und lässt am Ende eine Horde Betrunkener in einem fahrerlosen Omnibus durch die Stadt rasen. Ein unvergleichlicher Spaß und ein Höhepunkt des komischen Films! Als Vorfilm zeigen wir Buster Keaton als Indianerhäuptling in „The Paleface“ (1922). Beide Filme laufen als ungekürzte 16mm-Filmkopie, live begleitet von Stummfilmpianist Richard Siedhoff am Klavier.




Beginn 19:00 Uhr

03.03.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

02.03.2018 - DRESDEN: "Orlac's Hände"
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Stummfilm-Festival der Technischen Sammlungen Dresden im Museumskino "Ernemann VII B".

ORLAC'S HÄNDE

Ein Thriller von Robert Wiene
Österreich, 1924, ca. 100 Minuten
Regie: Robert Wiene
mit: Conrad Veidt, Fritz Kortner, Alexandra Sorina

35mm-Filmkopie

Richard Siedhoff begleitet diesen Klassiker der Filmkunst am Klavier mit seine 2013 für die 29. Internationalen Stummfilmtage Bonn komponierten Musik.

Lichtbild-Bühne, Nr. 6, vom 7.  Februar 1925:
"Der Premierenerfolg war unbestritten stark. Conradt Veidt wurde oft gerufen; was er gab war eine ausgezeichnete Virtuosenleistung, (...) Das Buch hat zweifellos starke filmische Qualitäten, die der Regisseur Dr. R. Wiene sehr gut herauszuholen wußte; besonders, soweit es sich darum handelte, die Stimmung des irrealen, um nicht zu sagen visionären Elementes zu treffen, das ja in dem Werke vorherrschend ist. Am Schluß kommt, als große Überraschung, der Umschwung aus dem Irreal-Phantastischen ins Real-Kriminelle. Die einheitlich künstlerische Linie des Werkes wird zwar dadurch gestört, doch ist kaum anzunehmen, daß dieser Schluß der Publikumswirksamkeit des Films Abbruch tun wird, eher scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Die Fabel: Ein berühmter Pianist hat durch ein Eisenbahnunglück beide Hände verloren. Ärztliche Kunst ersetzt sie durch diejenigen eines ungefähr gleichzeitig exekutierten Mörders. Orlac droht an dem furchtbaren Bewußtsein, Mörderhände zu tragen psychisch und physisch zugrunde zu gehen. (...) Die angebliche Spukerscheinung aber, die, scheinbar mit künstlichem Kopf umgehend, Orlac in Verzweiflung trieb, ist der wirkliche reale Mörder. (...) Den Mörder spielt Kortner, am stärksten in der galgenhumorigen Drastik der Entlarvungsszene."

Beginn 21:00 Uhr

25.02.2018 - BERLINALE: "Abwege" (G. W. Pabst)
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Innerhalb der Berlinale, Retrospektive Weimarer Kino, im Zeughaus Kino, Berlin.


ABWEGE

von Georg Wilhelm Pabst, Deutschland 1928, deutsche Zwischentitel, 98 Min · Viragiert · 2K DCP

Mit Gustav Diessl, Brigitte Helm, Hertha von Walther, Jack Trevor
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Adolf Lantz, Ladislaus Vajda, Helen Gosewisch, nach einem Entwurf von Franz Schulz
Kamera: Theodor Sparkuhl
Montage: Paul Falkenberg, Mark Sorkin, Georg Wilhelm Pabst
Bau-Ausführung: Hans Sohnle, Otto Erdmann
Produktion: Erda-Film GmbH, Berlin, für/for Universal Pictures Corp. mbH

DCP: Filmmuseum München
Digitale Restaurierung: Filmmuseum München in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria, 2017/18

Weil der vermögende Rechtsanwalt Thomas Beck über seine Arbeit seine Frau Irene vernachlässigt, beginnt diese einen Flirt mit einem Kunstmaler. Die gemeinsame Flucht des Paares nach Wien kann Beck zwar verhindern, aber nun stürzt sich Irene erst recht ins Berliner Nachtleben. Ihr provokantes Techtelmechtel mit einem Boxer endet mit einem Vergewaltigungsversuch – und das Ehepaar vor dem Scheidungsrichter … »Babylon Berlin« im Original! G. W. Pabst, der große Realist des Weimarer Kinos, nimmt eine Ehekrise zum Anlass für ein flirrendes Gesellschaftsporträt. Entfesselt wie Irene taucht die Kamera in einen Strudel aus Luxus und Laster. »Neusachlich« konstatiert sie Drogengebrauch und Prostitution in der Bohème wie in den vermeintlich besseren Kreisen. Und wie der Maler ist sie betört vom Anblick Irenes, wenn sie die Darstellerin Brigitte Helm umschmeichelt. In exquisite Roben und Pelze gehüllt, verkörpert diese die Gefangene im Goldenen Käfig der Ehe. Für deren Bestand ist Irenes Fluchtversuch weniger bedrohlich als die »Neue Frau«, die, samt Bubikopf und Zigarettenspitze, faszinierend im Film erscheint.




Beginn 16:30 Uhr

24.02.2018 - BERLINALE: "Heimkehr"
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Innerhalb der Berlinale, Retrospektive Weimarer Kino, im CinemaxX 8, Potsdamer Platz, Berlin.


HEIMKEHR

von Joe May, Deutschland 1928, deutsche Zwischentitel, 140 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Mit Lars Hanson, Dita Parlo, Gustav Fröhlich, Theodor Loos
Regie, Joe May
Buch, Joe May, Fritz Wendhausen, nach der Novelle „Karl und Anna“ (1928) von Leonhard Frank
Kamera, Günther Rittau, Konstantin Tschet
Montage, Joe May
Bau-Ausführung: Julius von Borsody
Ausstattung: Artur Schwarz
Künstlerische Beratung: Alexander Arnstam
Produzent: Erich Pommer
Produktion: Universum Film AG (Ufa)

35mm-Kopie: Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin

Rußland 1917. An jedem der 729 Tage ihrer Kriegsgefangenschaft hat Richard seinem Kameraden Karl von Anna, seiner Frau, erzählt. Am 730. Tag wagen sie die Flucht. Doch auf dem Weg in die Heimat wird Richard erneut gefangen genommen, und Karl erreicht Hamburg ein Jahr später allein. Bei Anna hofft er Richard wiederzusehen, aber vergebens. Stattdessen bietet Anna ihm eine Kammer in ihrer Wohnung an. Als Richard schließlich doch noch heimkehrt, sind Karl und Anna ein Paar … Mit diesem Dreiecksmelodram brachte der Hollywood-Heimkehrer Erich Pommer, der in den USA zuvor die Weltkriegsfilme Hotel Imperial und Barbed Wire produziert hatte, amerikanische Herstellungsmethoden ins Weimarer Kino ein. Den internationalen Impetus des Films unterstrichen die Verpflichtung des schwedischen Weltstars Lars Hanson und eine dezidiert zivile Aufarbeitung des Weltkriegsgeschehens. In der Tradition früherer Kammerspiele konzentriert sich der Film ganz auf die Psychologie der drei Protagonisten und entwirft dabei – ungewöhnlich für die Bearbeitung des Themas in Deutschland zu dieser Zeit – ein gänzlich unsoldatisches Männerbild.

Beginn 14:00 Uhr

23.02.2018 - BERLINALE: "Heimkehr"
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Innerhalb der Berlinale, Retrospektive Weimarer Kino, im Zeughaus Kino, Berlin.


HEIMKEHR

von Joe May, Deutschland 1928, deutsche Zwischentitel, 140 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Mit Lars Hanson, Dita Parlo, Gustav Fröhlich, Theodor Loos
Regie, Joe May
Buch, Joe May, Fritz Wendhausen, nach der Novelle „Karl und Anna“ (1928) von Leonhard Frank
Kamera, Günther Rittau, Konstantin Tschet
Montage, Joe May
Bau-Ausführung: Julius von Borsody
Ausstattung: Artur Schwarz
Künstlerische Beratung: Alexander Arnstam
Produzent: Erich Pommer
Produktion: Universum Film AG (Ufa)

35mm-Kopie: Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin

Rußland 1917. An jedem der 729 Tage ihrer Kriegsgefangenschaft hat Richard seinem Kameraden Karl von Anna, seiner Frau, erzählt. Am 730. Tag wagen sie die Flucht. Doch auf dem Weg in die Heimat wird Richard erneut gefangen genommen, und Karl erreicht Hamburg ein Jahr später allein. Bei Anna hofft er Richard wiederzusehen, aber vergebens. Stattdessen bietet Anna ihm eine Kammer in ihrer Wohnung an. Als Richard schließlich doch noch heimkehrt, sind Karl und Anna ein Paar … Mit diesem Dreiecksmelodram brachte der Hollywood-Heimkehrer Erich Pommer, der in den USA zuvor die Weltkriegsfilme Hotel Imperial und Barbed Wire produziert hatte, amerikanische Herstellungsmethoden ins Weimarer Kino ein. Den internationalen Impetus des Films unterstrichen die Verpflichtung des schwedischen Weltstars Lars Hanson und eine dezidiert zivile Aufarbeitung des Weltkriegsgeschehens. In der Tradition früherer Kammerspiele konzentriert sich der Film ganz auf die Psychologie der drei Protagonisten und entwirft dabei – ungewöhnlich für die Bearbeitung des Themas in Deutschland zu dieser Zeit – ein gänzlich unsoldatisches Männerbild.

Beginn 16:00 Uhr

20.02.2018 - BERLINALE: "Opium"
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Innerhalb der Berlinale, Retrospektive Weimarer Kino, Zeughaus Kino, Berlin.


OPIUM

von Robert Reinert
Deutschland 1919, deutsche Zwischentitel, 91 Min · Viragiert · 2K DCP

Mit Eduard von Winterstein, Hanna Ralph Werner Krauß, Conrad Veidt
Regie, Buch: Robert Reinert
Kamera: Helmar Lerski
Produzent: Robert Reinert
Produktion: Monumental Filmwerke GmbH

DCP: Filmmuseum München
Digital restaurierte Fassung: Filmmuseum München & Filmmuseum Düsseldorf, 2017/18

Prof. Gesellius, ein englischer Arzt, erforscht in China die Wirkungen des Opiums. Als er aus der Lasterhöhle des Nung-Tschang die junge Sin befreit und mit in seine Heimat nimmt, zieht er die Feindschaft des Chinesen auf sich. In England erweist sich Sin als illegitime Tochter eines Kollegen. Dessen Sohn wiederum hat ein Verhältnis mit Gesellius’ Frau. Als er an einer Vergiftung stirbt, gerät Gesellius unter Mordverdacht. Mit Sin flieht er nach Indien, verfolgt vom rachsüchtigen Nung-Tschang … In der zensurlosen Zeit entstanden, verband Opium exotischen Thrill mit erotischen Schauwerten: Gesellius’ Opiumräusche gleichen den frivolen Satyrspielen in Max Reinhardts Die Insel der Seligen (1913). Doch »unter seiner Oberfläche registrierte Opium das Erlebnis und die Erschütterungen des Ersten Weltkriegs. […] Für diese ›andere‹ Auffassungsgabe fanden Reinert und sein Kameramann Helmar Lerski eine kongeniale, halluzinatorische Filmsprache.« (Tobias Nagl) – Die farbige Rekonstruktion stützt sich auf Nitrofilmelemente aus den Filmmuseen München und Düsseldorf und aus dem Filmarchiv Austria. Mit 2.150 Metern kommt sie der Premierenfassung näher als alle bisher bekannten Überlieferungen.




Beginn 21:45 Uhr

20.02.2018 - BERLINALE: "Abwege" (G. W. Pabst)
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Innerhalb der Berlinale, Retrospektive Weimarer Kino, im CinemaxX 8, Potsdamer Platz, Berlin.


ABWEGE

von Georg Wilhelm Pabst, Deutschland 1928, deutsche Zwischentitel, 98 Min · Viragiert · 2K DCP

Mit Gustav Diessl, Brigitte Helm, Hertha von Walther, Jack Trevor
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Adolf Lantz, Ladislaus Vajda, Helen Gosewisch, nach einem Entwurf von Franz Schulz
Kamera: Theodor Sparkuhl
Montage: Paul Falkenberg, Mark Sorkin, Georg Wilhelm Pabst
Bau-Ausführung: Hans Sohnle, Otto Erdmann
Produktion: Erda-Film GmbH, Berlin, für/for Universal Pictures Corp. mbH

DCP: Filmmuseum München
Digitale Restaurierung: Filmmuseum München in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria, 2017/18

Weil der vermögende Rechtsanwalt Thomas Beck über seine Arbeit seine Frau Irene vernachlässigt, beginnt diese einen Flirt mit einem Kunstmaler. Die gemeinsame Flucht des Paares nach Wien kann Beck zwar verhindern, aber nun stürzt sich Irene erst recht ins Berliner Nachtleben. Ihr provokantes Techtelmechtel mit einem Boxer endet mit einem Vergewaltigungsversuch – und das Ehepaar vor dem Scheidungsrichter … »Babylon Berlin« im Original! G. W. Pabst, der große Realist des Weimarer Kinos, nimmt eine Ehekrise zum Anlass für ein flirrendes Gesellschaftsporträt. Entfesselt wie Irene taucht die Kamera in einen Strudel aus Luxus und Laster. »Neusachlich« konstatiert sie Drogengebrauch und Prostitution in der Bohème wie in den vermeintlich besseren Kreisen. Und wie der Maler ist sie betört vom Anblick Irenes, wenn sie die Darstellerin Brigitte Helm umschmeichelt. In exquisite Roben und Pelze gehüllt, verkörpert diese die Gefangene im Goldenen Käfig der Ehe. Für deren Bestand ist Irenes Fluchtversuch weniger bedrohlich als die »Neue Frau«, die, samt Bubikopf und Zigarettenspitze, faszinierend im Film erscheint.




Beginn 16:45 Uhr

19.02.2018 - BERLINALE: "Opium"
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Innerhalb der Berlinale, Retrospektive Weimarer Kino, im CinemaxX 8, Potsdamer Platz, Berlin.


OPIUM

von Robert Reinert
Deutschland 1919, deutsche Zwischentitel, 91 Min · Viragiert · 2K DCP

Mit Eduard von Winterstein, Hanna Ralph Werner Krauß, Conrad Veidt
Regie, Buch: Robert Reinert
Kamera: Helmar Lerski
Produzent: Robert Reinert
Produktion: Monumental Filmwerke GmbH

DCP: Filmmuseum München
Digital restaurierte Fassung: Filmmuseum München & Filmmuseum Düsseldorf, 2017/18

Prof. Gesellius, ein englischer Arzt, erforscht in China die Wirkungen des Opiums. Als er aus der Lasterhöhle des Nung-Tschang die junge Sin befreit und mit in seine Heimat nimmt, zieht er die Feindschaft des Chinesen auf sich. In England erweist sich Sin als illegitime Tochter eines Kollegen. Dessen Sohn wiederum hat ein Verhältnis mit Gesellius’ Frau. Als er an einer Vergiftung stirbt, gerät Gesellius unter Mordverdacht. Mit Sin flieht er nach Indien, verfolgt vom rachsüchtigen Nung-Tschang … In der zensurlosen Zeit entstanden, verband Opium exotischen Thrill mit erotischen Schauwerten: Gesellius’ Opiumräusche gleichen den frivolen Satyrspielen in Max Reinhardts Die Insel der Seligen (1913). Doch »unter seiner Oberfläche registrierte Opium das Erlebnis und die Erschütterungen des Ersten Weltkriegs. […] Für diese ›andere‹ Auffassungsgabe fanden Reinert und sein Kameramann Helmar Lerski eine kongeniale, halluzinatorische Filmsprache.« (Tobias Nagl) – Die farbige Rekonstruktion stützt sich auf Nitrofilmelemente aus den Filmmuseen München und Düsseldorf und aus dem Filmarchiv Austria. Mit 2.150 Metern kommt sie der Premierenfassung näher als alle bisher bekannten Überlieferungen.




Beginn 19:15 Uhr

18.02.2018 - BURGKUNSTADT: "Our Hospitality"
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in der Alten Vogtei in Burgkunstadt.

"OUR HOSPITALITY"
von und mit Buster Keaton
mit Joe Robets, Natalie Talmadge, Joe Keaton
USA 1923, ca. 75 Minuten

Buster Keatons zweiter Spielfilm ist zugleich sein schönster. Detailversessen inszeniert Keaton eine rabenschwarze Komödie über ein Greenhorn im Amerika des 19. Jahrhunderts, dass unwissend in eine Blutfehde gerät. Nur dumm, dass er ausgerechnet auf die hübsche Tochter der feindlichen Familie ein Auge geworfen hat und sich als Gast in deren Anwesen befindet, als er seiner lebensbedrohlichen Lage gewahr wird. Doch das Gastrecht schützt ihn vor der Ermordung - solange er sich innerhalb des Hauses befindet. Doch irgendwann muss jeder Gast einmal gehen, und so kommt der Zuschauer in den Genuss eines furiosen Finales zwischen Schluchten, Eisenbahnen und Wasserfällen. Dabei bleibt kein Auge trocken und jeder Nerv bis zur letzten Minute gespannt! Der selten gezeigte Klassiker wird von Richard Siedhoff live am Flügel vertont.

Beginn 17:00 Uhr

07.02.2018 - JENA: "The Mark of Zorro" (Fairbanks)
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Im Café Wagner, Jena.

Douglas Fairbanks' Welterfolg

IM ZEICHEN DES ZORRO / THE MARK OF ZORRO
USA 1920, Regie: Fred Niblo, Darsteller: Douglas Fairbanks, Marguerite de la Motte, Snitz Edwards

16mm-Filmkopie

Der erste von United Artists produzierte Film ist gleichzeitig der erste Welterfolg von Douglas Farbanks. Er löste jene Reihe von Abenteuer- und Kostümfilmen aus, die Fairbanks mit Witz, Tempo, Action und Dramatik zum bekanntesten Schauspieler der Stummfilmzeit machten
Der überaus unterhaltsame Film erzählt die Geschichte des scheuen und introvertierten Don Diego, der jedoch ein geheimes Doppelleben als maskierter, athletischer Freiheitskämpfer führt. Das verblüfft nicht nur seine Geliebte, sondern auch das heutige Publikum.

Beginn 20:00 Uhr

04.02.2018 - HANNOVER/BURGDORF: "Safety Last!" (Harold Lloyd)
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Neue Schauburg, Burgdorf (bei Hannover)!

SAFETY LAST! / AUSGERECHNET WOLKENKRATZER

Thrill-Comedy mit Harold Lloyd, USA 1923, ca. 75 min.
Regie: Fred Newmeyer

Harold Lloyd in seinem bekanntesten Stummfilm! Der amerikanische Traum, versinnbildlicht am Aufstieg eines jungen Jedermanns an einer Hochausfassade. Er trägt Strohhut und eine rundglasige Hornbrille. Unaufhaltsam klettert er hinauf, überwältigt Hindernisse wie Hunde am Fenster, Mäuse in der Hose, Mauervorsprünge oder plötzlich zum Fenster herausfahrende Malergerüste. Schließlich rettet er sich am Zeiger einer Fassadenuhr, hoch über der Straßenschlucht. Ein Bild, eingebrannt ins kollektive Gedächtnis - der Höhepunkt des Films SAFETY LAST (1923). Als er in die Kinos kam, waren Krankenschwestern anwesend, um den vielen Ohnmachtsanfällen im Publikum bei zu kommen. Tatsächlich ist jene Fassadenkletterei so packend und realistisch, dass noch heute, nach 90 Jahren Filmtrickentwicklung, die Finger schweißig werden. Die Szene wirkt vor allem deswegen so täuschend echt, weil sie es ist. Der Star Harold Lloyd befand sich tatsächlich mehr als zehn Stockwerke über den Straßen. Jedoch kletterte er an einer Kulisse, die perspektivisch günstig auf dem Dach eines Hochhauses aufgestellte war, welche aber selbst einige Stockwerke maß. Auch nutzte man insgesamt drei verschiedene Straßenfluchten als Hintergrund und Kulissen auf drei verschieden hohen Gebäuden. Diesen entlarvenden Tatsachen muss man entgegenstellen, das Lloyds akrobatische Kletterorgie wesentlich gehandicapt war: Lloyd fehlten Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. 1920, bei den Dreharbeiten zu HOUNTED SPOOKS (1920) sollte ein Gag-Foto mit einer falschen Bombe gestellt werden. Fataler Weise handelte es sich bei dem runden Objekt mit brennender Zündschnur in Lloyds Hand vor seinem Gesicht - er sollte sich damit eine Zigarette anzünden - um eine echte Bombe. Die Explosion sprengte Fenster und Türen heraus und riss ein Loch in die Decke - Lloyd war blutüberströmt. In der Klinik verbrachte er Tage der Ungewissheit. Das unwahrscheinliche Glück wollte es aber, dass Lloyd nach neun Monaten die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Auch die vorübergehende Erblindung war geheilt. Nur seine rechte Hand wurde seither mit einer Handschuh-Prothese vervollständigt. In Nahaufnahmen griff man auf Double zurück.

Beginn 11:15 Uhr

03.02.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!



Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

27.01.2018 - STRAELEN: Laurel & Hardy Comedies
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Eine Veranstaltung des Kulturring Straelen e.V. in der Kassenhalle der Sparkasse Rhein-Maas, Straelen.

Laurel & Hardy Comedies
USA 1927/28/29, ca. 80 Minuten
Regie: Leo McCarey, Edgar Kennedy, Lloyd French
mit Stan Laurel, Oliver Hardy, James Finlayson, u.a.

16mm-Filmkopien

Nachdem der Starkomiker Harold Lloyd den Produzenten Hal Roach verlassen hatte, war das Duo Stan Laurel & Oliver Hardy der neue große Fang. Doch bevor die beiden als das Komikergespann der 1930er Jahre in die Filmgeschichte eingingen, traten sie bereits als Duo in knapp 20 kurze Stummfilme auf, von denen wir Ihnen vier Komödien präsentieren.  Lachen Sie über die Einkehr des Absurden in den Alltag, wenn ein Pferd auf ein Klavier gestellt wird, Straßenmusik zur Straßenschlacht wird, Männer in Frauenkleiden agieren oder vertauschte Hosen zu atemberaubender Spannung führen. Die Filme werden live begleitet von Richard Siedhoff am Klavier.

Beginn 20:00 Uhr

23.01.2018 - JENA: Buster Keaton "The General"
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In der AULA UHG der Friedrich Schiller Universität Jena.


THE GENERAL
Komödie von und mit Buster Keaton, USA 1926
16mm-Filmkopie, ca. 80 Minuten, Originalfassung!

Buster Keatons humoristisches, antikriegerische Meisterwerk in der englischen Originalfassung. Ein Film voller Bewegung, Spannung und Ironie.
Im amerikanischen Bürgerkrieg: Eine spannende Verfolgungsjagd des Lokführers Johnnie nach seiner großen Liebe, seiner entführten Lok "General". Zufällig darauf gekidnappt: Seine geliebte Freundin. Doch das ahnt Johnnie gar nicht. Und als der Verfolger zum Verfolgten wird, wird die beiläufig Gerettete auch noch zum erhöhten Schwierigkeitsgrad, den Bürgerkrieg entscheidend zu beeinflussen. Johnny: „If you loose, this war, don’t blame me!“

Beginn 19:00 Uhr

21.01.2018 - WEIMAR: "Die Liebe der Jeanne Ney"
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Im Lichthaus Kino Weimar.

DIE LIEBE DER JEANNE NEY

Dtl. 1927, 105 Minuten,
R: Georg Wilhelm Pabst, B: Ilja Ehrenburg, Ladislaus Vajda, K: Fritz Arno Wagner, D: Édith Jéhanne, Fritz Rasp, Brigitte Helm, Uno Henning

Pabsts beeindruckendes und packend inszeniertes Stummfilmmeisterwerk beginnt inmitten der russischen Revolution: André ist Freiheitskämpfer und am Mord des politischen Beobachters Ney beteiligt, dessen Tochter er liebt. Die Wege müssen sich trennen. Nach Revolution, Flucht von der Krim und Verfolgung durch den exzentrischen Trickbetrüger Chalybieff laufen die Fäden in einem heruntergekommenen Pariser Detektivbüro wieder zusammen. Ein Diamantenraub erlaubt es Chalybieff, den Verdacht auf André zu lenken, der im Untergrund kommunistische Aktionen verantwortet. Ihm droht das Schafott. Jeanne versucht ihn zu retten, doch sucht sie sich ausgerechnet Chalybieff als Zeugen für Andrés Unschuld.

»Für die Ufa dreht Pabst im Sommer 1927 DIE LIEBE DER JEANNE NEY, nach dem Roman des sowjetischen Autors Ilja Ehrenburg. Der Film ist eine geschickte Mischung  aus  Politik  (russische  Revolution),  Romanze  (Französin und sowjetischer Agent) und Krimihandlung (verschwundener Diamant, Mord). Pabst, der sich auch intensiv  um  den  Schnitt  seiner  Filme  kümmert,  stellt  hier in Montagen riesige, groteske Porträts und Detailaufnahmen  neben  lange,  fließende  Bewegungen  der  Kamera Fritz Arno Wagners, und prägt so den Stil, der für seine besten Filme charakteristisch ist. Während die Presse  den  Film  feiert  und  betont,  dass  er  gegenüber  dem  Roman  einer  eigenen  Dramaturgie  folgt,  erhebt  Ehrenburg  in  einem  Flugblatt  ›Protest  gegen  die  Ufa‹  wegen  der  den  politischen  Hintergrund  der  Romanvorlage  zugunsten  oberflächlicher  Unterhaltungswerte  verdrängenden Bearbeitung.« (Hans-Michael Bock)


Beginn 19:30 Uhr

20.01.2018 - POTSDAM, Filmmuseum: "Der Gang in die Nacht"
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Live im Filmmuseum Potsdam.


"Der Gang in die Nacht"

D 1921, 80 Minuten
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
mit Olaf Fönss, Erna Morena, Conrad Veidt

Neu rekonstruierte Fassung aus dem Filmmuseum München!

Murnaus erste erhaltene Regiearbeit nimmt Motive seiner späteren Meisterwerke vorweg: Wie in SUNRISE reißt eine verführerische Frau einen Mann aus seinen geordneten Verhältnissen, der Gegensatz von Stadt und Land wird ausgespielt, und Conrad Veidts stilisierte Darstellung eines Blinden wirkt wie ein Vorläufer von NOSFERATU.

Der Augenarzt Eigil Boerne verlässt seine Verlobte Helene für die Tänzerin Lilly und zieht mit ihr in ein Fischerdorf. Er heilt dort einen blinden Maler, für den Lilly wiederum ihn verlässt. Boerne kehrt verbittert in die Stadt zurück. Als Lilly eines Tages bei ihm auftaucht und ihn um Hilfe für den Maler bittet, der neuerlich zu erblinden droht, fordert er sie im Affekt auf, sich umzubringen – dann sei er zur Rettung ihres Geliebten bereit. Sie nimmt ihn beim Wort und tötet sich. Der Maler will nun nicht mehr geheilt werden, denn, so erklärt er Boerne, Lilly war alles auf der Welt, was er habe sehen wollen.



Beginn 19:00 Uhr

18.01.2018 - ZÜRICH, Stummfilmfestival: "Jujiro" / "Im Schatten von Yoshiwara"
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Stummfilmfestival im Filmpodium, Zürich.

JUJIRO / CROSSROADS / IM SCHATTEN VON YOSHIWARA
von Teinosuke Kinugasa, Japan 1928
35mm-Kopie der deutschen Verleihfassung

Ein junger Mann glaubt, im Kampf einen Rivalen getötet zu haben. Er flüchtet zu seiner Schwester, die ihm helfen soll. Diese sucht ihrerseits Hilfe bei einem vermeintlichen Polizisten. Wie dieser zudringlich wird, bringt sie ihn um.
«Diese zur Zeit der Samurais spielende Geschichte hätte den Stoff für ein banales Melodram abgegeben. Doch Kinugasa machte daraus ein Meisterwerk, das er selbst beschrieb als ‹Symphonie von Grautönen in der Art der Sumi-je› (Tuschzeichnungen). Das Drehbuch verwendete viele Rückblenden, mischte Vergangenheit und Gegenwart ebenso wie Imaginäres und Reales. Die Handlung spielt hauptsächlich in einem nuanciert-düsteren Dekor, das bewundernswert gefilmt ist. (...) Ein deutscher Einfluss erscheint wahrscheinlich, (…) in diesem zutiefst japanischen Film, der den stärksten amerikanischen, französischen und deutschen Beispielen der zwanziger Jahre ebenbürtig ist.» (Georges Sadoul: Dictionnaire des films, Paris 1967)
«Nach Eine Seite des Wahnsinns (1926), einem ungewöhnlichen avantgardistischen Film, (...) unternahm Kinugasa mit Crossroads einen weiteren Versuch, Film auf das Niveau einer Kunstform zu heben. Er selbst sprach von einem ‹Jidai-geki ohne Schwertkämpfe›. Der Stil war stark vom deutschen Expressionismus beeinflusst. (…) Der Regisseur fuhr selbst mit der Kopie nach Europa und versuchte, den Film zu verkaufen. (…) In Berlin lief er unter dem Titel Im Schatten des Yoshiwara. Später kam er auch in Paris, London und New York heraus; er gilt als der erste japanische Film, der eine grössere Verbreitung im Westen fand.» (Jasper Sharp: Historical Dictionary of Japanese Cinema, Scarecrow Press 2011)

Drehbuch: Teinosuke Kinugasa
Kamera: Kohei Sugiyama

Mit: Akiko Chihaya (Okiku), Junosuke Bando (Rikiya, ihr Bruder), Yukiko Ogawa (O-Ume), Ippei Soma (Mann mit Polizeiknüppel), Yoshie Nakagawa (alte Kupplerin), Misao Seki (Vermieter), Myoichiro Ozawa (Rikiyas Rivale)

Beginn 18:15 Uhr

17.01.2018 - ZÜRICH, Stummfilmfestival: "The Crowd"
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Stummfilmfestival im Filmpodium, Zürich.

THE CROWD / EIN MENSCH DER MASSE
USA 1928, ca. 120 min
Regie: King Vidor
Drehbuch: King Vidor, John V. A. Weaver, Harry Behn
Kamera: Henry Sharp
Schnitt: Hugh Wynn
Mit: Eleanor Boardman (Mary), James Murray (John Sims), Bert Roach (Bert), Estelle Clark (Jane), Daniel G. Tomlinson (Jim, Marys Bruder), Dell Henderson (Dick, Marys Bruder), Lucy Beaumont (Marys Mutter)

35 mm, Stummfilm


Vorfilm:
MANHATTA
von Paul Strand und, Charles Sheeler
Die Grossstadt New York – durch den essayistischen Blick des Fotografen und den des illusionslosen, aber empathischen Sozialkritikers.

Manhatta
«Paul Strand, durch seine Fotos weltberühmt, drehte zusammen mit dem Maler und Fotografen Charles Sheeler 1921 einen Kurzfilm über New York, Manhatta. Der mit einer Debrie-Kamera handgekurbelte Film ist von einem Text Walt Whitmans inspiriert, dem er die Eingangs- und Zwischentitel entlehnt. Dieser erste Filmessay ist ein zugleich abstraktes und konkretes optisches Gedicht über Strands Geburtsstadt.» (Larousse Dictionnaire mondial du cinéma)

The Crowd
«Geboren am 4. Juli 1900, versucht ein hoffnungsvoller junger Mann sein Glück in New York, bringt es aber nur zum namenlosen Angestellten in einem Grossraumbüro. Seine Träume zerrinnen im Verlauf von Jahren zwischen Eheproblemen, den Sorgen um seine Familie und endloser Arbeit ohne Aussicht auf Aufstieg. Authentische, teilweise mit versteckter Kamera gedrehte Aufnahmen von Manhattan sowie eine ungewöhnlich illusionslose Sicht des amerikanischen Traums haben diesem Film den Ruf eines sozialkritischen Ausnahmefalls und Meisterwerks des späten amerikanischen Stummfilms eingetragen.» (Andreas Furler, Programm Filmpodium, Juli/Aug. 2002)
«Ein Film, dem alle Ingredienzien eines Hollywood-Erfolges fehlen: keine Bösewichter, keine Actionszenen, kein Happy End, nicht einmal eine ordentliche dramatische Handlung. (…) Der Erzählstil ist betont nüchtern und direkt. Bei einigen Szenen wird der Versuch deutlich, durch eine bewusst ungewöhnliche Bildgestaltung symbolische Bezüge aufzubauen.» (Günter Giesenfeld, in: Reclam Filmklassiker)
«Die schauspielerischen Leistungen sind makellos, und erstaunliche Aussenaufnahmen in den verkehrsreichen New Yorker Strassen verleihen dieser zutiefst menschlichen Odyssee einen rauen Klang von Wahrheit.» (Tom Milne, Time Out Film Guide)
The presentation of The Crowd by arrangement with Photoplay Productions and Warner Brothers; Courtesy of Photoplay Productions © 1981



Beginn 20:45 Uhr

14.01.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Die Büchse der Pandora"
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G.-W.-Pabst-Retrospektive im Filmmuseum München.


Die Büchse der Pandora

Deutschland 1929 | R: G. W. Pabst | B: Ladislaus Vajda, nach Stücken von Frank Wedekind | K: Günther Krampf | D: Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Carl Goetz, Alice Roberts, Gustav Diessl | 130 min |

»Zwei Faktoren machen den Film zu einem Kunstwerk: die geniale Kameraleistung von Günther Krampf und die glänzende Darstellung. Pabst holt aus  einem  sorgfältig  zusammengestellten  Ensemble  Wirkungen heraus, die wahre Filmkunst sind, die in dieser Form die Bühne nicht nachzuahmen vermag. Da ist die seit Monaten vieldiskutierte Lulu der Louise Brooks. Die  passivste  Rolle  des  Films.  Pabst  lässt  seinen  Film  um  diese  Frau  spielen,  lässt  um  sie  herum  Tragödien  geschehen  und  Menschen  zugrunde  gehen.  Sie  steht  da,  lächelnd,  in  kindlicher  Freude  am  Sinnengenuss.  Zuweilen  wird  sie  etwas  unwillig,  wie  ein  Schulmädel,  dem irgendetwas schief gegangen ist. Pabst macht aus der  Lulu  keinen  Vamp,  den  man  hassen  soll,  sondern  eine  Frau,  die  nichts  für  ihre  Wirkung  auf  die  Männer  kann.  In  diesem  Sinne  ist  die  Brooks  eine  glänzende  lnterpretin.« (Georg Herzfeld)

Sonntag,  14.  Januar  2018,  18.30  Uhr  |  Live-Musik: 
Richard Siedhoff

Beginn 18:30 Uhr

13.01.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Abwege"
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G.-W.-Pabst-Retrospektive im Filmmuseum München.


Abwege

Deutschland 1928 | R: G. W. Pabst | B: Adolf Lantz,  Ladislaus  Vajda,  Helen  Gosewisch  |  K:  Theodor  Sparkuhl  |  D:  Brigitte  Helm,  Gustav  Diessl,  Herta  von  Walther, Jack Trevor, Fritz Odemar | 97 min | viragiert

»In  ABWEGE  skizziert  Pabst  durch  die  maskenhafte  Starre  seiner  Figuren  und  durch  das  kühle  Ambiente  von  Wohn-  und  Schlafräumen,  Bars  und  Tanzhallen  das  Milieu  des  damaligen  Berliner  Bürgertums.  Das  begann  sich  in  den  1920er  Jahren  neu  einzurichten  –  zwischen  Protz  und  Nüchternheit.  In  der  ›ätzenden‹  Atmosphäre  dieser  Stadt,  so  Elias  Canetti,  ›ging  man  auf alles los und hütete sich vor nichts‹. Das Leben der gelangweilten  Brigitte  Helm  und  ihres  arbeitswütigen  Mannes  (Gustav  Diessl)  zeigt  Pabst  als  Duell  zweier  Schemen.  Der  Mann  agiert  bloß,  um  die  Form  zu  wahren. Während die Frau sich der äußeren Glitzerwelt hingibt,  darauf  hoffend,  daß  sich  so  auch  ihr  Inneres  verändert. Eine ›sardonische Tragikomödie‹ nennt Klaus Kreimeier den Film, eine ›Episode aus dem Tiefkühlfach der  menschlichen  Beziehungen‹.«  (Norbert  Grob)  Zur  Aufführung  gelangt  eine  neu  rekonstruierte  Fassung  des Filmmuseum München.
 
Samstag,  13.  Januar  2018,  18.30  Uhr  |  Live-Musik: 
Richard Siedhoff

Beginn 18:30 Uhr

12.01.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Die Liebe der Jeanne Ney"
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G.-W.-Pabst-Retrospektive im Filmmuseum München.


Die  Liebe  der  Jeanne  Ney

Deutschland  1927  |  R:  G.W. Pabst | B: Ladislaus Vajda, Rudolf Leonhardt, nach dem Roman von Ilja Ehrenburg | K: Fritz Arno Wagner |  D:  Édith  Jéhanne,  Brigitte  Helm,  Hertha  von  Uno Henning, Hans Jaray, Wladimir Sokoloff | 105 min

»Für die Ufa dreht Pabst im Sommer 1927 DIE LIEBE DER JEANNE NEY, nach dem Roman des sowjetischen Autors Ilja Ehrenburg. Der Film ist eine geschickte Mischung  aus  Politik  (russische  Revolution),  Romanze  (Französin und sowjetischer Agent) und Krimihandlung (verschwundener Diamant, Mord). Pabst, der sich auch intensiv  um  den  Schnitt  seiner  Filme  kümmert,  stellt  hier in Montagen riesige, groteske Porträts und Detailaufnahmen  neben  lange,  fließende  Bewegungen  der  Kamera Fritz Arno Wagners, und prägt so den Stil, der für seine besten Filme charakteristisch ist. Während die Presse  den  Film  feiert  und  betont,  dass  er  gegenüber  dem  Roman  einer  eigenen  Dramaturgie  folgt,  erhebt  Ehrenburg  in  einem  Flugblatt  ›Protest  gegen  die  Ufa‹  wegen  der  den  politischen  Hintergrund  der  Romanvorlage  zugunsten  oberflächlicher  Unterhaltungswerte  verdrängenden Bearbeitung.« (Hans-Michael Bock)
 
Freitag,  12.  Januar  2018,  18.30  Uhr  |  Live-Musik: 
Richard Siedhof





Beginn 18:30 Uhr

11.01.2018 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Homunculus" 1 bis 6
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Neu rekonstruierte Fassung im Filmmuseum München.


"Homunculus"

von Otto Rippert, D 1916-17
, ca. 200 Minuten
neu rekonstruierte Fassung des Sechsteilers durch das Filmmuseum München


Beginn 19:00 Uhr

05.01.2018 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

03.01.2018 - JENA: 16mm-Kurzfilmabend
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Im Café Wagner, Jena.

Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:00 Uhr

25.12.2017 - LEIPZIG: "Sherlock Jr." (Buster Keaton)
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Im UT Connewitz, Leipzig:

Buster Keatons
"SHERLOCK JR"

von und mit Buster Keaton, USA 1924
Wir zeigen eine vollständige 16mm-Kopie bei 20 fps - ca. 55 Minuten!

Regie: Buster Keaton, Buch: Buster Keaton, Jean Havez, Joe Mitchell, Clyde Bruckman, Kamera: Elgin Lessley
mit Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Erwin Connelly, Ward Crane

Der unvergleichliche Filmkomiker Buster Keaton in einer seiner bemerkenswertesten Komödien, voll surrealer Situationen und bahnbrechender Filmtricks.In "Sherlock Jr." - die zweifellos genialste Selbstreflektion des noch jungen Mediums Kino an sich - träumt sich ein Filmvorführer und Möchtegern-Detektiv in einen Leinwandkrimi, in dem Unmögliches möglich ist und Fiktion zur Realität wird. Als eleganter wie halsbrecherischer Kriminalist deckt Sherlock Jr. eine Verbrecherbande auf, entgeht allerhand Fallen und gewinnt nach einer furiosen Verfolgungsjagd das Herz der Geliebten. Oder doch nicht?

Beginn 20:00 Uhr

17.12.2017 - WEIMAR: "Der schwarze Pirat" (Douglas Fairbanks)
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Im Lichthaus Kino Weimar!


Douglas Fairbanks in dem klassischen Abenteuerfilm

"DER SCHWARZE PIRAT"
USA 1926, 95 Minuten
Regie: Albert Parker
mit Douglas Fairbanks, Billie Dove, Anders Randolf

In zweifarben-Technicolor!


Eine Horde Piraten kapert ein Schiff und sprengt es in die Luft. Der einzige Überlebende beschließt Rache, heuert bei den Piraten an und übernimmt dort bald selbst inkognito das Ruder. Als auch ein hübsches Fräulein untern den Beuten der Barbaren ist, muss er alles daran setzen, diese vor den Piraten zu retten. Sein Spiel fliegt auf und gefesselt wird er von der Planke ins Meer gestoßen. Kann er sich und die Geliebte retten?

"Der Seeräuber", so der deutsche Verleihtitel, brilliert unter Fairbanks Filmen als das am sorgfältigste vorbereitete Abenteuerepos in dessen Oevre. Der komplett im zweifarben-Technicolor gedrehte Film vereint alle klassischen Motive der Piraten-Literatur - vom vergrabenen Schatz über die Exekution auf der Planke bis zum Papagei auf der Schulter. Fairbanks selbst gibt sich in seiner Rolle ernster als sonst, spart aber nicht an heute noch unübertroffen beeindruckenden Stunts und akrobatischen Einlagen.





Beginn 19:20 Uhr

16.12.2017 - ALTLANDSBERG: "Metropolis"
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In der Schlosskirche, Schlossgut Altlandsberg.

"METROPOLIS"
von Fritz Lang, D 1926, ca. 145 Minuten (restaurierte Lang-Fassung)

Richard Siedhoff begleitet den Filmklassiker mit seiner 2012 komponierten Musik live am Flügel.

Erstmals seit 1927 war der Stummfilmklassiker Metropolis 2010 auf der Berlinale wieder nahezu in der Originalfassung auf der Kinoleinwand zu sehen. Über Jahrzehnte hinweg galten entscheidende Teile des Meisterwerks von Fritz Lang, das als erster Film ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde, als verschollen. Durch den Fund eines 16-mm-Negativs einer originalen Verleihkopie von 1927 in Buenos Aires 2008 konnte der Film durch die Murnau-Stiftung und ihre Partner umfangreich restauriert werden und zählt zu den weltweit bedeutendsten Rekonstruktionen und Restaurierungen der Filmgeschichte.

Die futuristische Stadt Metropolis ist zweigeteilt: Während die Reichen auf der Oberfläche leben, müssen die Arbeiter unter der Erde hausen. Freder, der Sohn des Herrschers Johann Fredersen, begibt sich in die “Unterstadt”, weil er sich in Maria, die “Heilige der Unterdrückten”, verliebt hat. Im Auftrag des besorgten Fredersen schafft der exzentrische Wissenschaftler Rotwang eine Doppelgängerin von Maria, die die Arbeiter zum Aufstand verleiten soll, um ihnen endgültig alle Rechte nehmen zu können. Der Plan geht zunächst auf: die aufgebrachte Menge fängt an, die Maschinen zu zerstören.

D 1927/2010, R: Fritz Lang, D: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Heinrich George u.a., L: 145 min

Eintritt: 8,-€
Beginn: 20 Uhr
Das Team vom Schlossgut Altlandsberg wird Getränke und Snacks verkaufen.

Die Karten können Sie ab dem 01.Oktober in der Stadtinformation Altlandsberg (Krummenseestr. 1, 15345 Altlandsberg) erwerben.

Beginn 20:00 Uhr

09.12.2017 - BERLIN: Cinema Cantabile & Buster Keaton
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Im ehemaligen Stummfilmkino DELPHI, Berlin

Cinema Cantabile bringt Oper, Kino und Menschen zusammen.

"DON GIOVANNI IN SWEDEN"
D 2016, Regie: Franziska Guggenbichler und Agnes Fabich
ca. 35 Minuten

Die Filmemacherinnen beschäftigen sich für diese Produktion mit einem der vielschichtigsten Oeuvres der Musikgeschichte: „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Don Giovanni versetzt eine Ortschaft in Unruhe und die Geschichte von Leidenschaft, Obsession und Ehrverlust nimmt ihren Lauf.

Die Darsteller auf der Leinwand sind stumm. Ein Opernsänger und eine Opernsängerin synchronisieren ihre Lippenbewegungen live vor der Kinoleinwand. Es liegt in der Hand des Publikums zu beurteilen, ob die Musik oder die Leinwand die Wahrheit erzählen.
Der Stummfilmpianisten Richard Siedhoff verfasst eigens für diese Performance eine Komposition, die auf Mozarts Musik basiert.


Im Anschluss:

Buster Keatons "SHERLOCK JR"

von und mit Buster Keaton, USA 1924
Wir zeigen eine vollständige 16mm-Kopie bei 20 fps - ca. 50 Minuten!

Regie: Buster Keaton, Buch: Buster Keaton, Jean Havez, Joe Mitchell, Clyde Bruckman, Kamera: Elgin Lessley
mit Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Erwin Connelly, Ward Crane

Der unvergleichliche Filmkomiker Buster Keaton in einer seiner bemerkenswertesten Komödien, voll surrealer Situationen und bahnbrechender Filmtricks.In "Sherlock Jr." - die zweifellos genialste Selbstreflektion des noch jungen Mediums Kino an sich - träumt sich ein Filmvorführer und Möchtegern-Detektiv in einen Leinwandkrimi, in dem Unmögliches möglich ist und Fiktion zur Realität wird. Als eleganter wie halsbrecherischer Kriminalist deckt Sherlock Jr. eine Verbrecherbande auf, entgeht allerhand Fallen und gewinnt nach einer furiosen Verfolgungsjagd das Herz der Geliebten. Oder doch nicht?



Beginn 20:00 Uhr

06.12.2017 - JENA: "Go West" (Buster Keaton)
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im Café Wagner, Jena.


Vorfilm: "THE PALEFACE"
Kurzfilm von und mit Buster Keaton, USA 1922
16mm-Filmkopie, ca. 20 Minuten, Originalfassung - rekonstruierte Kopie mit den originalen Zwischentiteln!


"GO WEST"
Komödie von und mit Buster Keaton, USA 1925
16mm-Filmkopie, ca. 65 Minuten, Originalfassung!

Im Sommer 1925 lief mit „Goldrush“ nach mehrjähriger Pause wieder ein „richtiger“ Chaplin-Film in den Kinos an. Getoppt wurde Chaplins Erfolg nur noch mit „The Freshman“ von Harold Lloyd. Pathos hieß das Zauberwort der Session und so wagte auch Keaton nach „Seven Chances“ (1924), der freien Adaption eines Broadway-Stücks, einen Ausflug ins Chaplin‘sche Terrain. Die Fabel von Androkles und dem Löwen wird hier zur Fabel von Buster und der Kuh. Hier tritt Keaton vorläufig auch das letzte Mal als die Filmfigur auf, die er seit seinen frühesten Filmen verkörperte, wenn auch keinesfalls konsequent wie Chaplin: Als der stoische Außenseiter mit flachem Filzhut, der sich bei allen Katastrophen sofort anpasst, keine Miene verzieht und immer einen gewitzten Ausweg findet. Dennoch bleibt sein „Stoneface“ nie ungerührt. Die ungeheure emotionale Tiefe, die Keaton mit minimalster Mimik, hier besonders im Zusammenspiel mit der Kuh „Brown Eyes“ auf die Leinwand bannt, sucht seines Gleichen. Die treue Kuh, in die Buster sich in „Go West“ verliebt, ist eine bezeichnend ironische Auseinandersetzung mit seinem Privatleben – die Ehe mit Natalie Talmadge kriselte. Wollten ihn in „Seven Chances“ noch tausende heiratswillige Frauen meucheln, so begnügt er sich hier mit einer richtigen Kuh, die ihm am Ende mehr bedeutet als des Farmers schöne Augen machende Tochter. Die Dreharbeiten zu „Go West“ fanden in extremer Hitze statt, welche fast die Emulsion des Rohfilms zum Schmelzen brachte. Die Rinder waren besonders träge und das Finale des Films besonders schwer zu inszenieren. Später resümiert Keaton: „Manche Teile daran gefielen mir, aber als Film, im Ganzen, mochte ich ihn nicht.“ Dennoch war  „Go West“ ansehnlich erfolgreich und das Ergebnis kann sich mit all seinen surrealistischen Momenten sehen lassen. Unter Eigenregie gelingen Keaton Bilder, „die durch ihre Komposition und in der Explosivkraft ihres Ausdrucks jeden Surrealisten vor Neid erblassen lassen könnten“  (Frieda Grafe, 1964). Keaton, Künstler aus Instinkt, war immer sehr darauf bedacht, besonders stilisierte Motive für seine Bilder zu finden - und am Ende sind wir uns einig: Der beste Freund des Menschen ist die Kuh!

Beginn 20:00 Uhr

02.12.2017 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!


Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

26.11.2017 - WEIMAR: Fritz Lang: "Der müde Tod" (restaurierte Fassung)
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Im Lichthaus Kino Weimar!

"DER MÜDE TOD"
von Fritz Lang
mit Lil Dagover, Bernhard Goethke
D 1921, ca. 97 Minuten

Mykyta Sierov an der Oboe
Richard Siedhoff am Klavier

2015 restaurierte Farbfassung der Murnau-Stiftung!

Ein junges Mädchen bittet den Tod um das Leben ihres verstorbenen Geliebten. Er führt sie in einen Raum voller Kerzen. Es sind die Lebenslichter der Menschen, die dort brennen und verlöschen, sobald ein Leben zu Ende geht.

Drei sind schon weit heruntergebrannt, und wenn es ihr gelingt, nur eines vor dem Verlöschen zu bewahren, erhält sie ihren Geliebten zurück. In drei visionären Episoden – sie spielen an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten im Orient, im Italien der Renaissance und im kaiserlichen China – erlebt sie das Schicksal und Scheitern ihrer Liebe. Noch einmal gibt der Tod ihr eine Chance, wenn sie für das Leben des Geliebten ein anderes erhält. Doch auch das gelingt ihr nicht. Am Ende kann sie sich nur noch selbst opfern.

Beginn 19:30 Uhr

24.11.2017 - HALBERSTADT: "Go West" (Buster Keaton)
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Benefizkonzert in der Moses-Mendelssohn-Akademie / Alte Synagoge Halberstadt

Der Förderverein der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslager (Langenstein-Zwieberge war eines der vielen Außenlager des KZ Buchenwald) Namenstafeln anzubringen, um den Opfern ihre Identität zurück zu geben.
-> https://foerderverein-langenstein-zwieberge.de/


Vorfilm: "THE PALEFACE"
Kurzfilm von und mit Buster Keaton, USA 1922
16mm-Filmkopie, ca. 20 Minuten, Originalfassung - rekonstruierte Kopie mit den originalen Zwischentiteln!


"GO WEST"
Komödie von und mit Buster Keaton, USA 1925
16mm-Filmkopie, ca. 65 Minuten, Originalfassung!

Im Sommer 1925 lief mit „Goldrush“ nach mehrjähriger Pause wieder ein „richtiger“ Chaplin-Film in den Kinos an. Getoppt wurde Chaplins Erfolg nur noch mit „The Freshman“ von Harold Lloyd. Pathos hieß das Zauberwort der Session und so wagte auch Keaton nach „Seven Chances“ (1924), der freien Adaption eines Broadway-Stücks, einen Ausflug ins Chaplin‘sche Terrain. Die Fabel von Androkles und dem Löwen wird hier zur Fabel von Buster und der Kuh. Hier tritt Keaton vorläufig auch das letzte Mal als die Filmfigur auf, die er seit seinen frühesten Filmen verkörperte, wenn auch keinesfalls konsequent wie Chaplin: Als der stoische Außenseiter mit flachem Filzhut, der sich bei allen Katastrophen sofort anpasst, keine Miene verzieht und immer einen gewitzten Ausweg findet. Dennoch bleibt sein „Stoneface“ nie ungerührt. Die ungeheure emotionale Tiefe, die Keaton mit minimalster Mimik, hier besonders im Zusammenspiel mit der Kuh „Brown Eyes“ auf die Leinwand bannt, sucht seines Gleichen. Die treue Kuh, in die Buster sich in „Go West“ verliebt, ist eine bezeichnend ironische Auseinandersetzung mit seinem Privatleben – die Ehe mit Natalie Talmadge kriselte. Wollten ihn in „Seven Chances“ noch tausende heiratswillige Frauen meucheln, so begnügt er sich hier mit einer richtigen Kuh, die ihm am Ende mehr bedeutet als des Farmers schöne Augen machende Tochter. Die Dreharbeiten zu „Go West“ fanden in extremer Hitze statt, welche fast die Emulsion des Rohfilms zum Schmelzen brachte. Die Rinder waren besonders träge und das Finale des Films besonders schwer zu inszenieren. Später resümiert Keaton: „Manche Teile daran gefielen mir, aber als Film, im Ganzen, mochte ich ihn nicht.“ Dennoch war  „Go West“ ansehnlich erfolgreich und das Ergebnis kann sich mit all seinen surrealistischen Momenten sehen lassen. Unter Eigenregie gelingen Keaton Bilder, „die durch ihre Komposition und in der Explosivkraft ihres Ausdrucks jeden Surrealisten vor Neid erblassen lassen könnten“  (Frieda Grafe, 1964). Keaton, Künstler aus Instinkt, war immer sehr darauf bedacht, besonders stilisierte Motive für seine Bilder zu finden - und am Ende sind wir uns einig: Der beste Freund des Menschen ist die Kuh!




Beginn 18:00 Uhr

16.11.2017 - LEIPZIG: Filme zum Jahr 1917
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Im Zeitgeschichtlichen Forum, Leipzig!

Filme und Vorträge zum Jahr 1917.

"THE ADVENTURER"
Charlie Chaplin, USA 1917
16mm-Filmkopie, ca. 24 MInuten

"OKTOBER" / "TEN DAYS THAT SHOOK THE WORLD"
Sergej M. Eisenstein, Russland 1927/28
16mm-Filmkopie, ca. 80 Minuten

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution zeigen wir den berühmten Revolutionsfilm von Eisenstein in der englischen Schnittfassung "Ten Days That Shook The World". Jene Fassung, die, zurückgehend auf die deutsche Fassung, seinerzeit international die Rezeption bestimmte und heute weitgehend nicht mehr zu sehen ist.
Als Vorfilm gibt es Chaplins Klassiker "The Adventurer" von 1917 in der Originalfassung.

Beginn 19:30 Uhr

01.11.2017 - JENA: "Oktober" (S. M. Eisenstein)
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im Café Wagner, Jena.


"OKTOBER" / "TEN DAYS THAT SHOOK THE WORLD"
Sergej M. Eisenstein, Russland 1927/28
16mm-Filmkopie, ca. 80 Minuten

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution zeigen wir den berühmten Revolutionsfilm von Eisenstein in der englischen Schnittfassung "Ten Days That Shook The World". Jene Fassung, die, zurückgehend auf die deutsche Fassung, seinerzeit international die Rezeption bestimmte und heute weitgehend nicht mehr zu sehen ist.

Beginn 20:00 Uhr

27.10.2017 - ERFURT: 16mm-Kino "The Cat and the Canary"
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

FIlmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!



Heute:

"THE CAT AND THE CANARY" / "SPUK IM SCHLOSS"
Gruselkomödie von Paul Leni, USA 1927, ca. 90 Minuten
16mm-Filmkopie bei 20 fps

Das schaurig-groteske Meisterstück des deutschen Regisseurs Paul Leni war sein erster Film in Hollywood und zog eine Welle düsterer Horrorfilme nach sich. Was sich dann später als Genreelemente fest etabliert hat erscheint hier schon als Parodie.

Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang ...


Beginn 20:15 Uhr

25.10.2017 - AACHEN: "Oktober" (S. M. Eisenstein)
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im Alten Kulturhaus Aachen / Klangbrücke.


"OKTOBER" / "TEN DAYS THAT SHOOK THE WORLD"
Sergej M. Eisenstein, Russland 1927/28
16mm-Filmkopie, ca. 80 Minuten

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution zeigen wir den berühmten Revolutionsfilm von Eisenstein in der englischen Schnittfassung "Ten Days That Shook The World". Jene Fassung, die, zurückgehend auf die deutsche Fassung, seinerzeit international die Rezeption bestimmte und heute weitgehend nicht mehr zu sehen ist.

Beginn 20:00 Uhr

22.10.2017 - WEIMAR: "Bett und Sofa"
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Im Lichthaus Kino Weimar!


"BETT UND SOFA"
Tragikomödie, Sowjetunion 1927, 95 min.
Regie: Abram Room
mit Nikolaj Batalov, Ljudmila Semenova, Vladimir Fogel', Leonid Jurenev, u.a.

Zur 100jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution zeigen wir keinen der allzuoft rezipierten Revolutionsfilme, sondern eine subtile Komödie, die das Leben des "Neuen Menschen" 10 Jahre nach der Revolution zeigt bzw. darstellen soll.

Freie Liebe, eine emanzipierte Frau, ein Komsomolzen-Dreieck im proletarischen Moskau der NÖP-Zeit. Bett und Sofa wechseln ihre Belegung so oft hin und her wie die entfesselte Kamera ihre Perspektiven und Ljuda ihre Beischläfer. Doch die sind in erster Linie eines, nämlich tendenziell unaufmerksame Männer. Eine erstaunlich moderne und freizügige Sozialstudie aus dem russischen Kleinbürgermilieu mit treffsicheren Pointen.



Beginn 19:15 Uhr

20.10.2017 - SCHLOSS SCHWANTE: Charlie Chaplin Abend
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Im Schloss Schwante, in Oberkrämer bei Oranienburg.


Charlie Chaplin Kurzfilme
USA1916/17


"The Pawnshop"
"The Cure"
"The Vagabond"
"The Adventurer"

Charlie Chaplin begeistert seit nunmehr 100 Jahren Abermillionen von Zuschauern mit seiner unnachahmlichen Art.
Seine Filme, in denen er zumeist die Hauptrolle spielt, bestechen nicht zuletzt durch die Melange aus Slapstick-Komödie mit ernsten, sozialkritischen und gar tragischen Elementen.

Siedhoff zeigt mit seinem 16mm Projektor vier wohlausgewählte Kurzfilme von und mit Chaplin: "The Pawnshop" und "The Cure" und nach einer Pause "The Vagabond" und "The Adventurer.
 
Eingeleitet wird der Abend angemessen durch den Schloss Impresario Przemek Schreck, gefolgt von unterhaltsamen Geschichten von Siedhoff zum Leben, dem Schaffensprozess und den wohl glücklichsten Jahren in Chaplins Leben.

Eintritt: 10 €, ermäßigt 6 €



Beginn 20:00 Uhr

14.10.2017 - EPPAN (Tirol): "Don Giovanni in Sweden" (Cinema Cantabile)
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im Lanserhaus, in Eppan, Südtirol.

Cinema Cantabile bringt Oper, Kino und Menschen zusammen.

"DON GIOVANNI IN SWEDEN"
D 2016, Regie: Franziska Guggenbichler und Agnes Fabich
ca. 45 Minuten

Die Filmemacherinnen beschäftigen sich für diese Produktion mit einem der vielschichtigsten Oeuvres der Musikgeschichte: „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Don Giovanni versetzt eine Ortschaft in Unruhe und die Geschichte von Leidenschaft, Obsession und Ehrverlust nimmt ihren Lauf.

Die Darsteller auf der Leinwand sind stumm. Ein Opernsänger und eine Opernsängerin synchronisieren ihre Lippenbewegungen live vor der Kinoleinwand. Es liegt in der Hand des Publikums zu beurteilen, ob die Musik oder die Leinwand die Wahrheit erzählen.
Der Stummfilmpianisten Richard Siedhoff verfasst eigens für diese Performance eine Komposition, die auf Mozarts Musik basiert.

Beginn 19:30 Uhr

05.10.2017 - PORDENONE (Italien): "Der Golem" / "Der Gang in die Nacht"
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Richard Siedhoff erstmals als Gastmusiker auf dem rennomierten Stummfilmfestival
Le Giornate del Cinema Muto in Pordenone, Italien!


"DER GOLEM"
D 1915, Regie: Henrik Galeen
Filmfragment rekonstruiert vom Filmmuseum München, 24 Minuten

Im Rahmen des Vorttrages werden auch Ausschnitte der sich in Arbeit befindlichen neuen Restaurierung des Films "Der Golem, wie er in die Welt kam" (Regie: Paul Wegener & Carl Boese 1920) zu sehen sein.


"DER GANG IN DIE NACHT"
D 1921, 80 Minuten
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
mit Olaf Fönss, Erna Morena, Conrad Veidt

Neu rekonstruierte Fassung durch das Filmmuseum München!

Murnaus erste erhaltene Regiearbeit nimmt Motive seiner späteren Meisterwerke vorweg: Wie in SUNRISE reißt eine verführerische Frau einen Mann aus seinen geordneten Verhältnissen, der Gegensatz von Stadt und Land wird ausgespielt, und Conrad Veidts stilisierte Darstellung eines Blinden wirkt wie ein Vorläufer von NOSFERATU.

Der Augenarzt Eigil Boerne verlässt seine Verlobte Helene für die Tänzerin Lilly und zieht mit ihr in ein Fischerdorf. Er heilt dort einen blinden Maler, für den Lilly wiederum ihn verlässt. Boerne kehrt verbittert in die Stadt zurück. Als Lilly eines Tages bei ihm auftaucht und ihn um Hilfe für den Maler bittet, der neuerlich zu erblinden droht, fordert er sie im Affekt auf, sich umzubringen – dann sei er zur Rettung ihres Geliebten bereit. Sie nimmt ihn beim Wort und tötet sich. Der Maler will nun nicht mehr geheilt werden, denn, so erklärt er Boerne, Lilly war alles auf der Welt, was er habe sehen wollen.



The earliest surviving film directed by Murnau anticipates themes from his later masterpieces: a siren’s attempt to seduce a man away from his ordered world, as in Sunrise; the contrast between the city and the countryside; Conrad Veidt’s stylized portrayal of a blind man, which seems to prefigure Max Schreck’s performance as the vampire in Nosferatu. Carl Mayer’s screenplay discloses the narrative through a series of scenes in the Kammerspiel style. Murnau’s skilled direction manages to seamlessly bridge the temporal ellipses, while at other points stretching the time out, as during the film’s dramatic climax in the third act, which unfolds in near real-time.
Considered at the time to be something of an experiment, the film was hailed in Der Kinematograph (no. 728, 30 January 1921) as “the first example of a new level of film art.” Immediately after the press screening, film critic Willy Haas (who would later write the screenplay for Murnau’s Der brennende Acker) raved in his review for Film-Kurier (no. 277, 14 December 1920): “Where does the art of the writer end, and the art of the director and the actors start? One doesn’t know. Everything is intertwined. Everything is – there’s no better word for it – complete. Carl Mayer wrote the script – nothing less than a work of poetry. The film follows his words painstakingly. Unbelievable how he rushes through passages, pressing, breathless, with just two indications. Wonderful how he knows at other times when to pause, easy, almost persistent, as when the lights of cars reflect on the rain-soaked asphalt of the big city [streets], or when the sea churns or the pale sun rises – how he repeats passionately again and again throughout the story: ‘Dear spectator, this belongs in the film, it is part of the storyline.’ Or how he invents elegant flourishes – like the scene with the wounded foot of the woman who is supposedly a farmer – and one can feel the dainty air of creativity. Or when he lets the woman confess to her husband that she is in love with another man: three words, then she bows over his hand – nothing more. All these moments are unforgettable, as simple and inexplicable as life itself, as casual and tirelessly convincing as fate.”
According to Lotte Eisner, Henri Langlois discovered the original nitrate negative of the film, which since 1945 was believed to be lost, at the Staatliches Filmarchiv der DDR (the state film archive of the German Democratic Republic), and had a new print struck. However, the negative was incomplete: there were no titles present and Reel 3 was missing in its entirety. The film was shown in this mutilated form throughout the 1960s and 1970s, until Enno Patalas learned that the negative had been copied at Gosfilmofond in Moscow prior to being sent to the GDR, and at that time it had still contained the third reel. Using parts of Murnau’s personal copy of the shooting script, then still in the possession of his heirs, Patalas spliced newly created intertitles into a print he received from Gosfilmofond. Unfortunately, Murnau changed a number of details during the filming and completely rewrote the ending of the film. Thus, the precise number of intertitles and their wording could only be speculated.
The new digital restoration by the Munich Film Museum draws directly on the original camera negative, now held at the Bundesarchiv, as well as on the workprint edited by Enno Patalas and Murnau’s complete shooting script, which is now held at the Deutsche Kinemathek. By studying these materials intensively and comparing them with existing contemporary reviews from newspapers and magazines, slight corrections could be made to the editing as well as to the frequency, position, and wording of the intertitles. The colour tints and the font of the intertitles were reconstructed following the conventions of the time. Scanning and picture restoration were carried out by Thomas Bakels, while Christian Ketels performed the colour grading and editing. Richard Siedhoff, who was involved in the restoration process, has composed both a new piano soundtrack as well as a full orchestral score. Historian David Bordwell has rhapsodized about the experience of seeing the new restoration: “The Munich Film Museum’s team has created one of the most beautiful editions of a silent film I’ve ever seen. You look at these shots and realize that most versions of silent films are deeply unfaithful to what early audiences saw. In those days, the camera negative was usually the printing negative, so what was recorded got onto the screen. The new Munich restoration allows you to see everything in the frame, with a marvelous translucence and density of detail. Forget High Frame Rate: This is hypnotic, immersive cinema.”

Stefan Dößler



Beginn 20:00 Uhr

29.09.2017 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!


Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

24.09.2017 - WEIMAR: Karl Valentin "Der Sonderling"
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Im Lichthaus Kino Weimar!


"Der Sonderling"
von und mit Karl Valentin
D 1929

35mm-Filmkopie

Karl Valentins einziger Langfilm aus der Stummfilmzeit, in dem er sich auch ohne seinen berühmten Sprachwitz als großer Komiker des Grotesken zeigt. Der Sonderling arbeitet als Geselle bei Schneidermeister Kuhn, dessen Gattin romantisches Interesse an ihm entwickelt. Sie klebt dem leidenschaftlichen Briefmarkensammler heimlich sein ersehntes Lieblingsstück ins Album. Da einem Kunden kurz zuvor die für den Kauf notwendige Summe entwendet wurde, wird Valentin irrtümlich als Dieb verhaftet. Das stört sein seelisches Gleichgewicht empfindlich – auch als man ihm wieder entlässt und sich für das "Missverständnis" entschuldigt. Er unternimmt mehrere Selbstmordversuche, die alle aus technischen Gründen scheitern: der Strick ist zu kurz zum Erhängen, das Wasser zu flach zum Ertrinken, das Gas gerade abgestellt. Auch mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, hilft nicht – die Mauer stürzt ein. Eine Motorradfahrt mit der liebestollen Meisterin lehnt er indessen ab: "Ich bin doch nicht lebensmüde!".



(Änderungen vorbehalten)

Beginn 19:20 Uhr

14.09.2017 - BONN, Beethovenfest: "Buster Keaton in Nöten"
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Im Rahmen des Beethovenfests Bonn in der Post Tower Lounge.

"Buster Keaton in Nöten"

Neighbors
USA 1920
Regie / Directed by: Buster Keaton, Edward F. Cline
Darsteller / Cast: Buster Keaton, Virginia Fox, Joe Roberts, Joe Keaton

The Scarecrow
USA 1920
Regie / Directed by: Buster Keaton, Edward F. Cline
Darsteller / Cast: Buster Keaton, Sybil Seely, Joe Roberts, Joe Keaton

The Goat
USA 1921
Regie / Directed by: Buster Keaton, Malcolm St. Clair
Darsteller / Cast: Buster Keaton, Virginia Fox, Joe Roberts, Malcolm St. Clair

Format: digital
Länge / Running time: 60 min
Zwischentitel / Intertitles: englisch / English
 

Drei der schönsten Kurzfilme von und mit Buster Keaton, deren origineller Humor und visueller Einfallsreichtum auch heute noch besticht. Im ersten Film wohnt er zusammen mit einem Freund in einer technisch raffiniert eingerichteten Junggesellenwohnung, die Küche, Ess-, Wohn- und Schlafzimmer in einem ist. Dann muss er in einer Romeo-und-Julia-Geschichte einen Familienstreit überwinden, bevor er ver­sehentlich als vermeintlicher Verbrecher auf ein Fahndungsplakat gerät.

Zweiakter aus den Jahren 1920/21, in denen Keaton seinen eigenen Typ als Komiker gefunden hatte: Er ist der Mann, der niemals lachte. Die Kurzfilme zeigen bereits seinen unerschöpflichen Einfallsreichtum und eine verschwenderische Fülle von Gags. Im SÜNDENBOCK wird Buster irrtümlich als Mörder verfolgt. Höhepunkte der Komik sind hier die Denkmalsenthüllung, in deren Verlauf sich Buster auf das Ton-Modell eines Pferdes geschwungen hat, das unter seinem Gewicht langsam in die Knie geht und den Reiter unter sich begräbt; ferner die obligatorische Verfolgungsjagd, bei der sich Buster eines Lifts bedient und virtuos alle Möglichkeiten und Unmöglichkeiten dieser praktischen Erfindung demonstriert. Es führt ein direkter Weg von der Stummfilmgroteske zum absurden Theater unserer Tage, bei dem der Widersinn der Zeit die Gesetze der Logik scheinbar aufgelöst hat. In diesem Sinne ist Keatons Komik unglaublich modern.
Friedrich von Westernhagen, in: Film, Nr. 1, April/Mai 1963

Beginn 20:00 Uhr

03.09.2017 - MÜNCHEN, Stummfilmtage: "Romanze eines Obsthändlers" + "Sünden der Liebe"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München.


Zhi guo yuan (Romanze eines Obsthändlers)

China 1922 | R: Shichuan Zhang | B: Zhenqiu Zheng | K: Zhang Weitao | D: Zhegu Zheng, Zhengqiu Zheng, Yin Yu  |  22  min  |  OmU  

Der  erste  erhaltene  chinesische  Stummfilm   erzählt   von   einem   Straßenhändler,   der   Früchte  verkauft  und  sich  in  die  Tochter  eines  Arztes  verliebt.  Um  die  Zustimmung  des  Vaters  zu  erlangen,  muss  er  dem  Arzt,  der  in  derselben  Straße  tätig  ist,  zum Erfolg verhelfen. Die turbulente Slapstick-Komödie ist  erstaunlich  stilsicher  und  flott  inszeniert.


Hríchy lásky (Sünden der Liebe)

Tschechoslowakei 1929 | R: Karel Lamac | B: Václav Wasserman | K: Otto Heller | D: Josef Rovenský, Marcella Albani, Gaston Jacquet,
Walter  Rilla,  Ladislav  H.  Struna,  Karel  Schleichert  |  73 min | OmU

Der Ehemann einer bekannten Schauspielerin verfolgt eifersüchtig den jugendlichen Bühnenpartner  seiner  attraktiven  Frau  und  wird  verdächtigt,  auf  ihn  einen  Mordanschlag  verübt  zu  haben.  Das  sehr elegant und effektvoll inszenierte Melodram wurde  vom  Nationalen  Filmarchiv  in  Prag  restauriert.  Die  Kritik nannte den Film einen »Volltreffer« und bezeichnete  Hauptdarsteller  Josef  Rovenský  anerkennend  als  »tschechischen Emil Jannings«.

Sonntag, 3. September 2017, 18.30 Uhr | Live-Musik:
Richard Siedhoff

Beginn 21:00 Uhr

02.09.2017 - MÜNCHEN, Stummfilmtage: "Frankenstein" + "Branding Broadway"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München.


Frankenstein

USA 1910 | R+B: James Searle Dawley, nach dem Roman von Mary Shelley | D: Augustus
Phillips, Charles Ogle, Mary Fuller | 16 min | OF | viragiert

Die  erste  filmische  Adaption  von  Mary  Shelleys  Roman »Frankenstein« wurde von Thomas Alva Edison produziert  und  unterscheidet  sich  von  dem  späteren  Filmklassiker aus den 1930er Jahren in vielen Details grundlegend. So ist der künstlich geschaffene Mensch von Anfang an ein gefährliches Monster, weil es »dem Bösen in Frankensteins Geist« entstammt.


Branding Broadway

USA 1918 | R: William S. Hart | B: C. Gardner Sullivan | K: Joe August | D: William S. Hart, Seena Owen,  Arthur  Shirley,  Lew  W.  Short,  Andrew  Robson  |  59 min | OF | viragiert

William S. Hart war der große Westernheld  des  frühen  amerikanischen  Stummfilms,  der  am  Ende  der  Filme  nach  gelöstem  Konflikt  regelmäßig  in  die  weite  Landschaft  davonritt.  In  dem  Film  BRANDING  BROADWAY,  den  das  Museum  of  Modern  Art in New York restauriert hat, begibt er sich als Cowboy nach New York und arbeitet als Bodyguard für den verzogenen  Sohn  eines  reichen  Eisenbahnmagnaten.  Die sehr unterhaltsame Komödie, die Hart selbst inszeniert hat, zeigt ihn von seiner besten Seite.

Samstag, 2. September 2017, 21.00 Uhr | Live-Musik:
Richard Siedhoff

Beginn 21:00 Uhr

01.09.2017 - MÜNCHEN, Stummfilmtage: "Peau de pêche "
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Stummfilmtage im Filmmuseum München.


Peau  de  pêche  (Pfirsichhaut)

Frankreich  1929  |  R+B:  Jean  Benoît-Lévy,  Marie  Epstein,  nach  dem  Roman von Gabriel Maurière | K: eorges Clerc | D: Jimmy Gaillard, Maurice Touzé, Denise Lorys, Simone Mareuil, Pierre Lecomte, Marcel Carpentier | 89 min | OmU |

Ein Junge lebt als Straßenkind im Montmartre. Eine reiche Dame möchte ihm helfen und schickt ihn aufs Land, wo er  auf  einem  Bauernhof  aufwächst.  PFIRSICHHAUT  ist  ein wenig bekannter französischer Film, der das Leben in  Paris  sehr  realistisch  ohne  die  üblichen  Klischeebilder  einfängt  und  dann  zu  einer  poetischen  Darstellung des Landlebens findet. Ursprünglich führte Hauptdarsteller  Jimmy  Gaillard  vor  anderen  Kindern  seine  Maurice-Chevalier-Imitation   mit   geröteten   Wangen  auf,  die  im  schwarzweißen  Filmmaterial  handkoloriert  waren.  Dieser  Effekt  ist  in  der  überlieferten  Filmkopie  leider  nicht  mehr  enthalten.  Marie  Epstein,  Schwester  von  Jean  Epstein  (LA  CHUTE  DE  LA  MAISON  USHER),  ist  als  Drehbuchautorin  und  Regisseurin  noch  wiederzuentdecken.

Freitag,  1.  September  2017,  18.30  Uhr  |  Live-Musik: 
Richard Siedhoff

Beginn 18:30 Uhr

27.08.2017 - WEIMAR: "Nerven"
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Im Lichthaus Kino Weimar!


"Nerven"
von Robert Reinert
D 1919, mit Erna Morena, Eduard von Winterstein
ca. 110 Minuten

Rekonstruierte Fassung vom Filmmuseum München!

München kurz nach dem Ersten Weltkrieg: Erzählt werden die Geschichten dreier Menschen, die alle auf ihre persönliche Art von den Folgen des Krieges beeinflusst sind. Zum einen der konservative Fabrikbesitzer Roloff, der seinen Glauben an den technischen Fortschritt schon lange verloren hat. Zum anderen Lehrer Johannes, der sich zu einem Sprecher des Volkes gewandelt hat und Reformen fordert. Und schließlich Roloffs Schwester Marja, die in Johannes verliebt ist und treu seinen Ideologien folgt.

Wie sehr die Situation auf das Verhalten der Zeitgenossen Einfluss nimmt, zeigt sich, als Johannes Marjas Liebe aus religiöser Überzeugung ablehnt und sie ihn daraufhin der Vergewaltigung bezichtigt. Marjas Bruder, dessen Psyche stark unter dem Krieg gelitten hat, lügt für seine Schwester und belastet Johannes ebenfalls.

Zwar nimmt Marja wenig später alles zurück und entlastet Johannes dadurch, seine pazifistischen Ansichten teilt sie nun aber nicht mehr. Stattdessen ruft sie zum bewaffneten Kampf gegen das System auf.




(Änderungen vorbehalten)

Beginn 19:40 Uhr

26.08.2017 - KLEINWELKA: 16mm-Kurzfilmprogramm
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Live in den Schwesterhäußern Kleinwelka.

Erleben Sie ein furioses Kurzfilmprogramm, projiziert von 16mm-Filmkopien in originalgetreuen Versionen!
Neben Buster Keaton und Charlie Chaplin kommen auch unbekannte Trickfilme und ein bemerkenswerter Kurzfilmthriller "zu Wort".

Beginn 19... Uhr

24.08.2017 - Kunstfest WEIMAR: "Das Glück"
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Im Kino Mon Ami Weimar im Rahmen des Kunstfest Weimar.

"Das Glück" (Tschastje)
von Alexandr Medwedkin, SU 1935, ca. 65 min
35mm, deutsche Fassung!

Dieses einzige überlieferte Filmdokument des »ersten sowjetischen Kino-Zuges« wird vom Stummfilmpianisten Richard Siedhoff live begleitet. Zur Einführung spricht der Filmemacher und Filmexperte Thomas Tode aus Hamburg über das Filmschaffen der frühen Sowjetzeit.

„Ein interessanter Regiekünstler ist in unsere Filmkunst eingegangen“ schrieb ein Kritiker nach der Uraufführung. Dennoch war der Erfolg bescheiden, der Tonfilm hatte sich schon längst durchgesetzt. Erst in den 1960er Jahren suchte und fand man Kopien des vergessenen Films „Das Glück“ (1934) und würdigte Medwedkins filmkünstlerische Leistung. Ein Glücksfall der agitatorisch-grotesken Filmkomödie, „einer der originellsten Filme in der sowjetischen Filmgeschichte“ resümiert Jay Leyda 1960. Die Optik ist brillant. Die expressionistischen angehauchten Dekors der Bauernhütten, Landschaften, Bäume und Friedhöfe, die gezielte Kameraführung, die charakteristische helle „russische“ Ausleuchtung der Protagonisten sowie die dynamische Montage vereinen sich zu einer pointierten Bildsprache mit vorzüglichen Gags. Da Medwedkin für sein Spielfilmdebut eine Tonfilmapparatur versagt blieb, mussten die Bilder in diesem Spätwerk der Stummfilmepoche umso stärker wirken. Und im Gegensatz zu Sergeij Eisenstein oder Wsewolod Pudowkin meidet Medwedkin hier weitgehend realistische oder gar dokumentarische Bezüge. Die räumlichen Distanzen in dieser inszenierten Märchenwelt sind nur kurz, der Horizont ist stets nicht weit, da-hinter nichts als der Himmel. Diese raffinierte Raumregie regt die Phantasie an und kon-zertiert den Blick andererseits auf Wesentliches: Auf all diese, dem russischen Volksmärchen entlehnten Figuren und Begebenheiten. Doch das Märchen ist nur Mittel zum Zweck, eine Analogie auf die jüngere russische Geschichte. Und mittendrin eine chapli-neske Figur, der kleine Bauer Chmyr. Während die erste Hälfte des Films die Zeit vor der Russischen Revolution als überzeichnetes Märchen zaristischer Strukturen beschreibt, gewinnt in der zweiten Hälfte die Gegenwart des ersten Fünfjahresplans Oberhand. Die „Schreckgespenster“ der Märchenzeit haben offensichtlich gelitten, tragen nun zerschlissene Kleidung, Chmyrs Welt ist sachlich und moderner geworden. Dabei wird die stilistische Einheit nun von den Zeugnissen der Industrialisierung durchbrochen: Landmaschinen, junge Kolchosenbauer und moderne Architektur. Am Ende geht es gar in die große prunkvolle Stadt und aus dem einstig chaplinesken armen Bauern Chmyr wird ein neuer Mensch - ein glücklicher Kommunist.



Beginn 20:00 Uhr

15.08.2017 - BONN, 33. Internationale Stummfilmtage: "Peau de pêche"
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Im Arkadenhof der Universität Bonn - - 33. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!

"Peau de pêche"
Frankreich 1929
Regie: Jean Benoît-Lévy, Marie Epstein
Drehbuch: Jean Benoît-Lévy, nach dem
Roman von Gabriel Maurière
Kamera: Georges Clerc
Darsteller: Jimmy Gaillard, Maurice Touzé, Denise Lorys, Simone Mareuil, Pierre Lecomte, Marcel Carpentier

Ein Junge wächst als Straßenkind im Montmartre auf. Eine reiche Dame möchte ihm helfen und schickt ihn aufs Land, wo er auf einem Bauernhof aufwächst. PFIRSICHHAUT ist ein wenig bekannter französischer Film, der das Leben in Paris sehr realistisch   ohne   die   üblichen   Klischee-Bilder   einfängt   und   dann   zu   einer   poetischen Darstellung des Landlebens findet. Marie Epstein, die Schwester von Jean Epstein, ist als   Drehbuchautorin   und   Regisseurin   noch   wiederzuentdecken.



Vorfilm: "Großstadtzigeuner"
von László Moholy-Nagy, D 1932

László Moholy-Nagy, einer der führenden Bauhaus-Künstler, drehte in den 1920er und 1930er Jahren mehrere Kurzfilme, in denen er die Möglichkeiten des Mediums erprobte.   In   diesem   Dokumentarfilm   porträtiert   er   Zigeuner   im   Wedding   und   in Marzahn. Am Rande der Großstadthektik leben sie in ihren Wagen und mit ihren Pferden, verkaufen Waren auf der Straße, spielen, musizieren und tanzen. Die oft in der Hand gehaltene Kamera bewegt sich mit den Protagonisten auf Augenhöhe.

Beginn 21:00 Uhr

14.08.2017 - BONN, 33. Internationale Stummfilmtage: "Aelita"
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Im Arkadenhof der Uni Bonn - - 33. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!

"AELITA"

Sowjetunion 1924
Regie: Jakow Protasanow
Drehbuch: Alexei Fajko, Fjodor Ozep,
nach dem Roman von: Alexei Tolstoj
Kamera: Juri Scheljabuschski, Emil Schünemann
Darsteller: Julija Solnzewa, Igor Iljinski, Nikolai Zereteli, Nikolai Batalow, Walentina Kuindschi
Produktion: Meschrabpom-Rus
Premiere:

35mm-Filmkopie!

Richard Siedhoff spielt zusammen mit dem Oboisten Mykyta Sierov!

Nachdem ein Ingenieur der Radiostation in Moskau glaubt, eine Botschaft vom Mars empfangen   zu   haben,   vermischen   sich   seine   Erlebnisse   im   nüchternen   Alltag   des modernen Moskau mit wilden phantastischen Träumen von einer Reise zum Mars und einer Revolte der Marsmenschen. AELITA wurde vor allem berühmt wegen seiner extravaganten   kubistisch-expressionistischen   Dekors   und   Kostüme,   die   die   Marsszenen prägen und von Künstlern der sowjetischen Avantgarde gestaltet wurden.



Vorfilm: "THE AMERCAN VENUS"
Trailer des verschollenen Spielfilms
USA 1926, Regie: Frank Tuttle



Beginn 21:00 Uhr

13.08.2017 - BONN, 33. Internationale Stummfilmtage: "Der Golem" (1915)
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Im Landesmuseum Bonn - - 33. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!

Im Rahmen des Vortrages von Stefan Drößler
"Auf der Suche nach dem Golem"


Drei Filme mit der mystischen Figur des Golems hat Paul Wegener zwischen 1915 und 1920 gedreht. Heute bekannt ist nur der letzte der drei Filme, DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM, den das Filmmuseum München in den 1990er Jahren restauriert hat. Stefan Drößler berichtet darüber, welche Materialien sich von den drei Projekten erhalten haben und in jüngster Zeit neu gefunden wurden, sowie über die langwierige Arbeit der Rekonstruktion der Filme, von denen Ausschnitte zu sehen sind.


"DER GOLEM"

D 1915, Regie: Henrik Galeen
Filmfragment rekonstruiert vom Filmmuseum München, 24 Minuten

Im Rahmen des Vorttrages werden auch Ausschnitte der sich in Arbeit befindlichen neuen Restaurierung des Films "Der Golem, wie er in die Welt kam" (Regie: Paul Wegener & Carl Boese 1920) zu sehen sein.



Beginn 15:00 Uhr

12.08.2017 - BONN, 33. Internationale Stummfilmtage: "Beethoven"
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Im Arkadenhof der Universität Bonn - - 33. Internationale Stummfilmtage - Bonner Sommerkino!

"BEETHOVEN"
Österreich 1927
Regie: Hans Otto Löwenstein
Drehbuch: Emil Kolberg
Kamera: Viktor Gluck
Darsteller: Fritz Kortner, Lilian Grey

Fritz Kortner spielt Ludwig van Beethoven in dieser großen Filmbiografie, die zum 100. Todestag Beethovens erschien und sein Leben von der Geburt in  Bonn bis zu seinem Tod in Wien nachzeichnet. Fritz Kortner hatte Beethoven bereits 1917 in DER MÄRTYRER SEINES HERZENS verkörpert, was es ermöglichte, Ausschnitte aus dem früheren Film mit dem jüngeren Kortner als jungen Beethoven einzuarbeiten. Kortners Leistung gilt als eine der überzeugendsten Darstellungen Beethovens.

Beginn 21:00 Uhr

25.06.2017 - WEIMAR: "The Son of the Sheik"
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Im Lichthaus Kino Weimar!


Rudolph Valentino in

"THE SON OF THE SHEIK"

USA 1926, 82 Minuten bei 20 fps
Regie: George Fitzmaurice
mit Rudolph Valentino, Vilma Bánky, George Fawcett, Montagu Love, Karl Dane

16mm-Filmkopie!

Der stolze Fürstensohn Ahmed (Rudolph Valentino) verliebt sich in die schöne Tänzerin Yasmin (Vilma Banky). Als er von der Gaunerbande ihres Vaters überfallen und gefoltert wird, glaubt Ahmed an Verrat. Erst als Jasmin ihrerseits in Gefahr gerät, entdeckt der Sohn des Scheichs seine und ihre wahren Gefühle zueinander. Ein Wettlauf mit dem Tod beginnt... Herzensbrecher Rudolph Valentino besticht durch souveräne Männlichkeit und tollkühne Kampfszenen, die den „Sohn des Scheichs“ zu einem der erfolgreichsten Stummfilm der 20er Jahre werden ließen. Der Film gilt als eines der visuellen Ikonen des amerikanisch bestimmten Orientalismus der Moderne.
Valentinos Tod während der Promotiontour für den Film führte zur größten und skandalösesten Beerdigung Hollywoods.

Beginn 19:45 Uhr

17.06.2017 - LEIPZIG: "Dirnentragödie" (Asta Nilsen)
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Als Gast des legendären Wanderkinos darf ich auf der "Warze" im Clara-Zetkin-Park in Leipzig präsentieren:


Asta Nilsen in

"DIRNENTRAGÖDIE"

von Bruno Rahn, D 1927
ca. 90 Minuten
16mm-Filmkopie!

Das Thema der kleinen Großstadtstraßen mit ihren Dirnen, Dieben, Spielern, Sensationen, Abgründen und tragischen Schicksalen beschäftigte den deutschen Film nachhaltig. „Das ist keine sehr schwierige und keine sehr erfreuliche Handlung. (...) Der Regisseur, Bruno Rahn, gestaltet in schweren Farben diese wenigen Schicksale, die beispielhaft für eine ganze soziale Schicht einstehen und steigert die düstere Wirkung von Akt zu Akt.“ (Lichtbild-Bühne, Nr. 91, 16. April 1927) Rahn, der eher für Sittenfilme und unbedeutende Lustspiele bekannt (bzw. unbekannt) ist, sucht mit „Dirnentragödie“ die Nähe der großen, expressiven sozialkritischen Filme wie etwa G. W. Pabsts „Die Freudlose Gasse“ (1925).

Beginn 21:00 Uhr

16.06.2017 - STEINHORST/GIFHORN: "Der müde Tod"
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Im Rahmen des Steinhorster Lesesommer im Schulmuseum Steinhorst.


"DER MÜDE TOD"

von Fritz Lang
mit Lil Dagover, Bernhard Goetzke, Rudolf Klein-Rogge
D 1921, ca. 105 Minuten

2015 restaurierte Farbfassung der Murnau-Stiftung!

Ein junges Mädchen bittet den Tod um das Leben ihres verstorbenen Geliebten. Er führt sie in einen Raum voller Kerzen. Es sind die Lebenslichter der Menschen, die dort brennen und verlöschen, sobald ein Leben zu Ende geht.

Drei sind schon weit heruntergebrannt, und wenn es ihr gelingt, nur eines vor dem Verlöschen zu bewahren, erhält sie ihren Geliebten zurück. In drei visionären Episoden – sie spielen an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten im Orient, im Italien der Renaissance und im kaiserlichen China – erlebt sie das Schicksal und Scheitern ihrer Liebe. Noch einmal gibt der Tod ihr eine Chance, wenn sie für das Leben des Geliebten ein anderes erhält. Doch auch das gelingt ihr nicht. Erst als sie sich selbst opfert – sie rettet ein Kind aus den Flammen – werden die Liebenden im Tod vereint.

Beginn 20:00 Uhr

20.05.2017 - ERFURT: 16mm-Stummfilmprogramm
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!


Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

14.05.2017 - EISENACH, Wartburg: "Die Wittenberger Nachtigall" (Luther-Film)
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Auf der Wartburg bei Eisenach.

Martin Luther im Film:

"Die Wittenberger Nachtigall"
Historienfilm von Erwin Báron aus dem Jahr 1913
105 Minuten

Beginn 19:30 Uhr

05.05.2017 - BERLIN: Georges Méliès / 10 Kurzfilme
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Im City Kino Wedding!

GEORGES MÉLIÈS / 10 KURZFILME
Kurzfilme, Frankreich 1896 - 1906
73 min insgesamt

Filmerzähler: Thomas Grysko
Am Klavier: Richard Siedhoff

Georges Méliès war der große Magier des frühen Kinos. Der französische Filmpionier verzauberte weltweit die frühen Kinogänger mit phantastischen kurzen Geschichten, in denen er alle Mittel des frühen Filmtricks zur ersten Perfektion trieb. Vor wundervoll gemalten Tableaus entstehen märchenhafte bis viktorianisch anmutende Welten im Zeichen der Industrialisierung und frühen Moderne. Gegenstände Verschwinden, Feen tauchen auf, Menschen explodieren, Himmel öffnen sich und Raketen fliegen zum Mond. Die wunderbare Welt des Georges Méliès - eine Welt zum Staunen und zum Schmunzeln.

Wir zeigen eine Auswahl von zehn Kurzfilmen des Meisters aus den Jahren 1896 bis 1906 in zumeist originalen handkolorierten Versionen, welche lange Zeit als verschollen galten.

Die Reise in den Kosmos des frühen französischen Kinos wird nach klassischer Art präsentiert von Filmerzähler Thomas Grysko und Stummfilmpianist Richard Siedhoff.

Filmauswahl:

UNE NUIT TERRIBLE (1896)
JEANNE D’ARC (1900)
DISLOCATION MYSTÉRIEUSE (1901)
LE VOYAGE DANS LA LUNE (1902)
LE CHAUDRON INFERNAL (1903)
LE MONSTRE (1903)
LE ROYAUME DES FEES (1903)
LA DAMNATION DU DOCTEUR FAUST (1904)
LES INCENDIAIRES (1906)
LA FEE CARABOSSE ou LE POIGNARD FATAL (1906)

Beginn 20:15 Uhr

30.04.2017 - WEIMAR: Georges Méliès / 10 Kurzfilme
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Im Lichthaus Kino Weimar!


GEORGES MÉLIÈS / 10 KURZFILME
Kurzfilme, Frankreich 1896 - 1906
73 min insgesamt

Filmerzähler: Thomas Grysko
Am Klavier: Richard Siedhoff

Georges Méliès war der große Magier des frühen Kinos. Der französische Filmpionier verzauberte weltweit die frühen Kinogänger mit phantastischen kurzen Geschichten, in denen er alle Mittel des frühen Filmtricks zur ersten Perfektion trieb. Vor wundervoll gemalten Tableaus entstehen märchenhafte bis viktorianisch anmutende Welten im Zeichen der Industrialisierung und frühen Moderne. Gegenstände Verschwinden, Feen tauchen auf, Menschen explodieren, Himmel öffnen sich und Raketen fliegen zum Mond. Die wunderbare Welt des Georges Méliès - eine Welt zum Staunen und zum Schmunzeln.

Wir zeigen eine Auswahl von zehn Kurzfilmen des Meisters aus den Jahren 1896 bis 1906 in zumeist originalen handkolorierten Versionen, welche lange Zeit als verschollen galten.

Die Reise in den Kosmos des frühen französischen Kinos wird nach klassischer Art präsentiert von Filmerzähler Thomas Grysko und Stummfilmpianist Richard Siedhoff.

Filmauswahl:

UNE NUIT TERRIBLE (1896)
JEANNE D’ARC (1900)
DISLOCATION MYSTÉRIEUSE (1901)
LE VOYAGE DANS LA LUNE (1902)
LE CHAUDRON INFERNAL (1903)
LE MONSTRE (1903)
LE ROYAUME DES FEES (1903)
LA DAMNATION DU DOCTEUR FAUST (1904)
LES INCENDIAIRES (1906)
LA FEE CARABOSSE ou LE POIGNARD FATAL (1906)

Beginn 19:15 Uhr

28.04.2017 - PROBSTZELLA: Jubiläumsstummfilm
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Im Haus des Volkes, Probstzella / Thüringen.

90 Jahre Haus des Volkes - Auftaktveranstaltung: Stummfilm mit Live-Begleitung

Mit einem Filmabend verbeugt sich das „Haus des Volkes“ vor seiner eigenen Historie: Ein Stummfilm über Glücksritter im wilden Westen lief anlässlich der Eröffnung des Hauses am 30. April 1927 vor großem Publikum im Kinosaal. Während damals ein Orchester für die musikalische Begleitung sorgte, verwebt jetzt der Stummfilmpianist Richard Siedhoff aus Weimar den Film mit seiner ganz eigenen musikalischen Interpretation der Geschichte.

16mm-Vorführung!

Beginn 20:00 Uhr

22.04.2017 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Kafka-Filme" Teil 3
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Live im Filmmuseum München!

KAFKA geht ins KINO / Teil 3

Daddy-Long-Legs (Vater Langbein)

USA 1919 | R: Marshall Neilan | B: Agnes Johnson, nach dem Briefroman  von  Jean  Webster  |  K:  Charles  Rosher  |  D:  Mary  Pickford, Milla Davenport, Percy Haswell, Fay Lemport, Marshall  Neilan  |  97  min  |  OF
Max  Brod  schreibt  in  seiner  Autobiografie  über  Kafka:  »Besonders  entzückte  ihn  ein  Film,  der  tschechisch  TÁTA  DLOUHÁN  hieß,  was  wohl  mit  VATER  LANGBEIN  zu  übersetzen  wäre.  Er schleppte seine Schwestern zu diesem Film, später mich,  immer  mit  großer  Begeisterung,  und  war  stundenlang  nicht  dazu  zu  bringen,  von  etwas  anderem  zu  reden  als  gerade  nur  von  diesem  herrlichen  Film.«  »DADDY-LONG-LEGS   war   der   archetypische   Mary-Pickford-Film, der alle Erwartungen des Publikums erfüllte: Ein ausgesetztes Baby wird gerettet, ein Waisenhaus  wie  eine  Strafanstalt,  komische  und  berührende  Szenen, viel Pathos, und ein Liebhaber, der wartet, bis die Protagonistin erwachsen wird.« (Kevin Brownlow)

Live-Musik: Richard Siedhoff
Einführung: Stefan Drößler

Beginn 18:30 Uhr

22.04.2017 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Kafka-Filme" Teil 4
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Live im Filmmuseum München!

KAFKA geht ins KINO / Teil 4

Prazdnovanie  300-letija  Doma  Romanovych  (300  Jahrfeier  des  Hauses  Romanoff)
Russland  1913  | 16  min  |  OmU  |  »Der  Zar,  die  Prinzessinnen  verdrießlich in der Sonne stehend, nur eine zart, ältlich, schlaff, auf den Sonnenschirm gestützt, blickt vor sich hin. Der Thronfolger auf dem Arm des ungeheueren barhäuptigen  Kosaken.«  (Kafka)

Der  Andere
Deutschland  1913  |  R:  Max  Mack  |  B:  Paul  Lindau,  nach  seinem  Theaterstück | K: Hermann Böttger | D: Albert Bassermann,  Emmerich  Hanus,  Nelly  Ridou,  Hanni  Weisse,  Léon Resemann, Otto Collet
75 min
Der erste deutsche »Künstlerfilm«, für den ein bekannter Schriftsteller  eines  seiner  Werke  selber  adaptierte  und  in  dem  Theaterstar   Albert   Bassermann   die   Hauptrolle   des   Rechtsanwalts  übernahm,  der  unbewusst  ein  Doppelleben führt. Kafka schrieb an Felice: »Von Bassermann könnte ich Dir sehr viel erzählen, so elend das Stück ist, und  so  sehr  Bassermann  darin  mißbraucht  wird  und  sich selbst mißbraucht.«

Live-Musik: Richard Siedhoff
Einführung: Stefan Drößle

Beginn 21:00 Uhr

21.04.2017 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Kafka-Filme" Teil 1
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Live im Filmmuseum München!

KAFKA geht ins KINO / Teil 1

Primo  Circuito  Aereo  Internazionale  di  Aeroplane  in  Brescia  (Erster  Internationaler  Wettbewerb  für  Luftschiffe  und  Flugmaschinen,  Brescia)
Italien, 1909 | P: Adolfo Croce | 13 min | OmU | Kafka schrieb einen langen Artikel über genau den Tag der Flugschau, den  der  Film  dokumentiert. 
 
Nick  Winter  et  le  vol  de  la  Joconde  (Nick  Winter  und  der  Diebstahl  der  Mona Lisa)
Frankreich 1911 | R: Paul Garbagni | D: Paul  Viner  |  10  min  |  OmU
Detektivfilmkomödie,  die  Franz Kafka und Max Brod in einem Pariser Kino sahen.

Den  hvide  slavehandels  sidste  offer  (Die  weiße  Sklavin)
Dänemark 1911 | R: August Blom | B: Peter Christensen | K: Axel Grattjær | D: Clara Wieth, Lauritz Olsen, Thora Meincke, Otto Langoni, Frederik Jacobsen |  55  min  |  dtF
Ein  Sensationsfilm,  angeblich  initiiert  vom »Verein zur Bekämpfung des Menschenhandels«, auf den sich Kafka in seinen Briefen mehrfach bezieht.

Live-Musik:  Richard Siedhoff
Einführung: Hanns Zischler

Beginn 18:30 Uhr

21.04.2017 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Kafka-Filme" Teil 2
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Live im Filmmuseum München!

KAFKA geht ins KINO / Teil 2

Theodor  Körner
Deutschland  1912  |  R+B:  Gerhard Dammann, Franz  Porten | K: Werner Brandes | D: Friedrich Feher, Hermann Seldeneck, Thea Sandten
41 min
Den »vaterländischen Großfilm« zum 100. Geburtstag des  »Freiheitsdichters«  Theodor  Körner  (1791–1813) sah Kafka in Prag zusammen mit Fräulein Oplatka, die sich von dem Film mitreißen ließ.

Peschiera / Lago Maggiore  et  Lago  di  Como  /  Liguria  (Italienische  Reisebilder)
IT  1907-1913  |  Anonima  Ambrosia,  Cines  |  12  min,  viragiert  |  engl.Titel
Aufnahmen  von  Städten und Landschaften, durch die Kafka reiste.

La broyeuse de coeurs (Die Herzensbrecherin)
Frankreich  1913  |  R+B:  Camille  de  Morlhon  |  D:  Léontine  Massart, Pierre Magnier, Camille Licenay, Jenne Brindeau
47 min | OmU
Kafkas Schwester sah das zum Teil  in  Spanien  aufgenommene,  »herrlich  kolorierte«  Melodram und berichtete ihrem Bruder, der darüber an seine Freundin Felice schrieb.

Live-Musik: Richard Siedhoff
Einführung: Hanns Zischler

Beginn 21:00 Uhr

31.03.2017 - DRESDEN, Stummfilmtage: "Safety Last!"
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Stummfilm-Festival der Technischen Sammlungen Dresden!

"Safety Last!" / "Ausgerechnet Wolkenkratzer"
Thrill-Comedy mit Harold Lloyd, USA 1923, ca. 75 min.
Regie: Fred Newmeyer

Harold Lloyd in seinem bekanntesten Stummfilm! Der amerikanische Traum, versinnbildlicht am Aufstieg eines jungen Jedermanns an einer Hochausfassade. Er trägt Strohhut und eine rundglasige Hornbrille. Unaufhaltsam klettert er hinauf, überwältigt Hindernisse wie Hunde am Fenster, Mäuse in der Hose, Mauervorsprünge oder plötzlich zum Fenster herausfahrende Malergerüste. Schließlich rettet er sich am Zeiger einer Fassadenuhr, hoch über der Straßenschlucht. Ein Bild, eingebrannt ins kollektive Gedächtnis - der Höhepunkt des Films SAFETY LAST (1923). Als er in die Kinos kam, waren Krankenschwestern anwesend, um den vielen Ohnmachtsanfällen im Publikum bei zu kommen. Tatsächlich ist jene Fassadenkletterei so packend und realistisch, dass noch heute, nach 90 Jahren Filmtrickentwicklung, die Finger schweißig werden. Die Szene wirkt vor allem deswegen so täuschend echt, weil sie es ist. Der Star Harold Lloyd befand sich tatsächlich mehr als zehn Stockwerke über den Straßen. Jedoch kletterte er an einer Kulisse, die perspektivisch günstig auf dem Dach eines Hochhauses aufgestellte war, welche aber selbst einige Stockwerke maß. Auch nutzte man insgesamt drei verschiedene Straßenfluchten als Hintergrund und Kulissen auf drei verschieden hohen Gebäuden. Diesen entlarvenden Tatsachen muss man entgegenstellen, das Lloyds akrobatische Kletterorgie wesentlich gehandicapt war: Lloyd fehlten Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. 1920, bei den Dreharbeiten zu HOUNTED SPOOKS (1920) sollte ein Gag-Foto mit einer falschen Bombe gestellt werden. Fataler Weise handelte es sich bei dem runden Objekt mit brennender Zündschnur in Lloyds Hand vor seinem Gesicht - er sollte sich damit eine Zigarette anzünden - um eine echte Bombe. Die Explosion sprengte Fenster und Türen heraus und riss ein Loch in die Decke - Lloyd war blutüberströmt. In der Klinik verbrachte er Tage der Ungewissheit. Das unwahrscheinliche Glück wollte es aber, dass Lloyd nach neun Monaten die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Auch die vorübergehende Erblindung war geheilt. Nur seine rechte Hand wurde seither mit einer Handschuh-Prothese vervollständigt. In Nahaufnahmen griff man auf Double zurück.

Beginn 21:00 Uhr

29.03.2017 - ERFURT: Buster Keaton "The Navigator"
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im Speicher, Erfurt.


"THE NAVIGATOR"
Ein Meisterwerk der 'Sachlichen Komödie' von Buster Keaton

Regie: Buster Keaton
USA 1924, ca. 71 Minuten (20 fps)
Mit Buster Keaton und Kathryn McGuire

16mm-Filmkopie!

Die erfindungsreiche Komödie um zwei reiche Nichtstuer, die sich nach turbulenten Verwicklungen nur zu zweit auf einem Ozeanriesen wiederfinden, der auf eine Kannibaleninsel zutreibt zählt zu den bemerkenswertesten Filmen des Komikers Keaton. Surreale Pointen, halsbrecherische Stunts und eine der ersten Unterwassersequenzen der Filmgeschichte hoben den Filmemacher in den Olymp der erfolgreichsten Filmemacher seiner Zeit. Wie schon bei Keatons letzten Kurzfilm „The Love Nest“ kommen auch bei „The Navigator“ Freunde schwarzen Humors auf ihre Kosten.

Beginn 20:30 Uhr

26.03.2017 - WEIMAR: "Der Unüberwindliche"
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Im Lichthaus Kino Weimar!


„Der Unüberwindliche“
Regie: Max Obal
mit Luciano Albertini, Hilda Rosch, Heinrich Gotho, Paul Henckels
ca. 85 Minuten

Luciano Albertini war neben Harry Piel der unbestrittene Held des europäischen Actionkinos. Als eine Art italienischer Douglas Fairbanks kämpfte er halsbrecherisch mit schier übermenschlichen Kräften gegen Gauner, Banditen und Naturgewalten. „Der Unüberwindliche“ ist einer seiner letzten großen, zu Teilen im Elbsandsteingebirge gedrehten Filme. Ein actionreicher Sensationsfilm zwischen Artisten und Banditen, gewürzt mit Sex, Crime und waghalsigen Stunts: Der gefeierte Entfesselungskünstler Spaventa wird des Diamantenraubs bezichtigt. Die eigentliche Diebesbande hat zudem seine Verlobte entführt und so sieht Spaventa sich gezwungen, auf der Flucht vor der Polizei sowohl seine geplante Hochzeit zu retten und seine Unschuld zu beweisen. Unterstützung bekommt er von einer reizenden Truppe Glamourgirls. Das Actionkino der ausgehenden Stummfilmzeit wird live am Klavier vertont von Richard Siedhoff.


35mm-Filmkopie
Restaurierte Fassung des Bundesarchiv-Filmarchiv!

Beginn 19:30 Uhr

22.03.2017 - BERLIN: "For Heaven's Sake"
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16mm-Stummfilmkino live im Froschkönig Berlin. Eine Veranstaltung von Laufende Bilder e. V.


Harold Lloyd in
"FOR HEAVEN'S SAKE"
USA 1926, ca. 70 Minuten
Regie: Sam Tylor, mit Harold Lloyd, Jobyna Ralston, Noah Young

16mm-Filmkopie!

Harold Lloyd als Millionär, der unfreiwillig eine Mission stiftet, Herr über die Verbrecherbanden von Downtown wird, sich dabei verliebt und am Ende eine Horde Betrunkener in einem fahrerlosen Omnibus duch die Stadt rasen lässt. Ein unvergleichliches Vergnügen!

Beginn 20:00 Uhr

18.03.2017 - DÜSSELDORF, Filmmuseum: "Unheimliche Geschichten"
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Live in der "Black Box", FIlmmuseum Düsseldorf!

"Unheimliche Geschichten"
von Richard Oswald, Kamera: Carl Hoffmann, D 1919, ca. 100 Minuten
mit Conrad Veidt, Reinhold Schünzel, Anita Berber

Richard Oswalds Frühwerk des deutschen Stummfilmexpressionismus beeindruckt durch seine Darsteller und die düster-Expressiven Bilder, die auf wegweisende Weise die Filmsprache der Vorkriegszeit in die irreale Welt der Nachkriegszeit transformieren.

Um Mitternacht steigen der Tod, der Teufel und eine Dirne aus ihren Bildern in einem Antiquariat und erzählen einander fünf Gruselgeschichten:
1. "Die Erscheinung": In einem Hotel verschwindet eine Frau spurlos. Die Hotelleitung wollte vertuschen, dass sie an der Pest gestorben ist.
2. "Die Hand": Die Hand eines Ermordeten verfolgt den Mörder aus dem Jenseits.
3. "Die schwarze Katze": Ein Mann bringt seine Frau um und mauert die Leiche im Keller ein, aber die ebenfalls eingemauerte Katze verrät ihn.
4. "Der Selbstmörder-Klub": Ein Polizeikommissar gerät in einen Geheimbund, in dem derjenige, der die Todeskarte zieht, sterben muss.
5. "Der Spuk": Durch einen inszenierten Spuk vertreibt ein Mann seinen Nebenbuhler. – Am Ende verschwinden die drei Erzähler, aber der Antiquar ist wahnsinnig geworden.

Beginn 20:00 Uhr

10.03.2017 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!


Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

08.03.2017 - JENA: stumme Kurzfilme
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Live im Café Wagner, Jena!


Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:00 Uhr

26.02.2017 - WEIMAR: "Unheimliche Geschichten"
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Im Lichthaus Kino Weimar!


"Unheimliche Geschichten"
D 1919, ca. 99 Minuten
von Richard Oswald, Kamera: Carl Hoffmann,
mit Conrad Veidt, Reinhold Schünzel, Anita Berber

Richard Oswalds Frühwerk des deutschen Stummfilmexpressionismus beeindruckt durch seine Darsteller und die düster-Expressiven Bilder, die auf wegweisende Weise die Filmsprache der Vorkriegszeit in die irreale Welt der Nachkriegszeit transformieren.

Diese Gruselgeschichten des frühen Kinos von Richard Oswald beeindrucken mit effektvollen Spannungsbögen. Die fünf Episoden des Films sind in eine Rahmenhandlung eingebettet: Tod, Teufel und Dirne steigen aus Gemälden und lesen sich zur Nachtunterhaltung die unheimlichen Geschichten vor. Es sind alptraumhaft-poetische als auch zutiefst traurige Geschichten, in denen die Vorleser immer wieder selbst auftreten. Die fünf unheimlichen Geschichten nach bekannten literarischen Vorlagen, die Erwähnung finden sind Anselma Heines „Die Erscheinung”, Robert Liebmanns „Die Hand”, E.A. Poes „Die schwarze Katze”, R.L. Stevensons „Der Selbstmörderklub” und Richard Oswalds „Der Spuk”.



Beginn 19:30 Uhr

12.02.2017 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "Die zwölfte Stunde" (= "Nosferatu")
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Stummfilmtage im Filmmuseum München!

Alternativ-Fassung von "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens"
D 1922 | Friedrich Wilhelm Murnau

mit dem Titel
"Die zwölfte Stunde. Eine Nacht des Grauens"
D 1930 | Bearbeitung: Dr. Waldemar Roger | 75 min bei 22 fps

F. W. Murnaus berühmter NOSFERATU-Film erlebte 1930 eine erhebliche Umarbeitung zu einer Tonfassung mit Musik und Geräuscheffekten, welcher leider (gottseidank) kein Erfolg beschienen war. Dr. Waldemar Roger montierte den Film vollkommen um, drehte zusätzliche, musikalisch dominierte Szenen und änderte alle Zwischentitel und Rollennamen. Das Ergebnis ist allerdings von äußerstem filmhistorischen Reiz. Leider ist der Nadelton verloren gegangen, weshalb die als Stummfilm angelegte Fassung nun mit Live-Musik aufgeführt wird. Erleben Sie NOSFERATU, wie Sie ihn noch nie erlebt haben!



Beginn 18:30 Uhr

11.02.2017 - MÜNCHEN, Filmmuseum: "City Girl"
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Live im Filmmuseum München!

"City Girl" ("Die Frau aus Chicago")
USA 1930 | Friedrich Wilhelm Murnau | 89 min | OF

F. W. Murnaus vorletzer Film ist ein zu Unrecht unterschätztes Drama, angesiedelt zwischen Großstadt und Landleben. Die zu Herzen gehende Liebesgeschichte, die dem Kontrast der Lebensräume nicht gewachsen scheint, besticht durch kluge Inszenierung, psychologische Tiefe und die reizvolle Darstellung von Mary Ducan.

Beginn 18:30 Uhr

08.02.2017 - JENA: Buster Keaton als "Sherlock Jr."
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Live im Café Wagner, Jena!

"Sherlock Jr."

von und mit Buster Keaton, USA 1924
Wir zeigen eine vollständige 16mm-Kopie bei 20 fps - ca. 55 Minuten!

Regie: Buster Keaton, Buch: Buster Keaton, Jean Havez, Joe Mitchell, Clyde Bruckman, Kamera: Elgin Lessley
mit Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Erwin Connelly, Ward Crane

Der unvergleichliche Filmkomiker Buster Keaton in einer seiner bemerkenswertesten Komödien, voll surrealer Situationen und bahnbrechender Filmtricks.In "Sherlock Jr." - die zweifellos genialste Selbstreflektion des noch jungen Mediums Kino an sich - träumt sich ein Filmvorführer und Möchtegern-Detektiv in einen Leinwandkrimi, in dem Unmögliches möglich ist und Fiktion zur Realität wird. Als eleganter wie halsbrecherischer Kriminalist deckt Sherlock Jr. eine Verbrecherbande auf, entgeht allerhand Fallen und gewinnt nach einer furiosen Verfolgungsjagd das Herz der Geliebten. Oder doch nicht?

Beginn 20:00 Uhr

05.02.2017 - WEIMAR: Buster Keaton "Our Hospitality"
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Im Lichthaus Kino Weimar!

"OUR HOSPITALITY"
von und mit Buster Keaton
mit Joe Robets, Natalie Talmadge, Joe Keaton
USA 1923, ca. 75 Minuten

Buster Keatons zweiter Spielfilm ist zugleich sein schönster. Detailversessen inszeniert Keaton eine rabenschwarze Komödie über ein Greenhorn im Amerika des 19. Jahrhunderts, dass unwissend in eine Blutfehde gerät. Nur dumm, dass er ausgerechnet auf die hübsche Tochter der feindlichen Familie ein Auge geworfen hat und sich als Gast in deren Anwesen befindet, als er seiner lebensbedrohlichen Lage gewahr wird. Doch das Gastrecht schützt ihn vor der Ermordung - solange er sich innerhalb des Hauses befindet. Doch irgendwann muss jeder Gast einmal gehen, und so kommt der Zuschauer in den Genuss eines furiosen Finales zwischen Schluchten, Eisenbahnen und Wasserfällen. Dabei bleibt kein Auge trocken und jeder Nerv bis zur letzten Minute gespannt!
Der selten gezeigte Klassiker wird von Richard Siedhoff live am Klavier vertont.



Beginn 19:30 Uhr

03.02.2017 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!


Humoristische Filmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

28.01.2017 - STRAELEN: Buster Keatons "The Navigator"
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Eine Veranstaltung des Kulturring Straelen e.V. in der Kassenhalle der Sparkasse Rhein-Maas, Straelen.


"THE NAVIGATOR"
Ein Meisterwerk der 'Sachlichen Komödie' von Buster Keaton

Regie: Buster Keaton
USA 1924, ca. 71 Minuten (20 fps)
Mit Buster Keaton und Kathryn McGuire

Die erfindungsreiche Komödie um zwei reiche Nichtstuer, die sich nach turbulenten Verwicklungen nur zu zweit auf einem Ozeanriesen wiederfinden, der auf eine Kannibaleninsel zutreibt zählt zu den bemerkenswertesten Filmen des Komikers Keaton. Surreale Pointen, halsbrecherische Stunts und eine der ersten Unterwassersequenzen der Filmgeschichte hoben den Filmemacher in den Olymp der erfolgreichsten Filmemacher seiner Zeit. Wie schon bei Keatons letzten Kurzfilm „The Love Nest“ kommen auch bei „The Navigator“ Freunde schwarzen Humors auf ihre Kosten.

Eintritt frei - Spenden erbeten!

Beginn 20:00 Uhr

22.01.2017 - WEIMAR, Filmseminar: "Que Viva Mexico!"
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Im Lichthaus Kino Weimar,

Filmseminar der Bauhaus Universität Weimar

"Que Viva Mexico!"
von Sergej Eisenstein, Mexico/SU 1930, 230 min.


Für Sergej Eisenstein bedeuteten die Jahre von 1929 (Die Generallinie) bis 1938 (Alexander Newski) eine Folge von Niederlagen, gescheiterten Projekten und Maßregelungen. Von den vielen Projekten, die er nie fertigstellte, ist „Que viva Mexico!” wohl das größte und tragischste.
1930 erreicht ihn in Paris der Ruf Hollywoods. Aber sein Vertrag mit Paramount wird schon nach kurzer Zeit wieder gelöst, nachdem ein Drehbuch über die Goldgräberinvasion von 1849 und der Plan einer Filmbearbeitung von Dreisers „Eine amerikanische Tragödie” abgelehnt und von Rechtsextremisten eine zunehmende Meinungskampagne gegen den „Juden und Bolschewisten” entfacht worden war, der in den USA nichts zu suchen habe. Da wendet er sich seinem Lieblingsprojekt zu, einem Film über Mexiko, ein Land, das ihn seit seiner Inszenierung von Jack Londons „The Mexican” am Proletkult-Theater 1921 fasziniert hat. Für die Finanzierung kann er den sozialistischen Schriftsteller Upton Sinclair interessieren.
Im Verlauf ausgedehnter Reisen nach Mexiko kam Eisenstein der — über sein ursprüngliches Projekt weit hinausgehende — Plan zu einem umfassenden Film über Mexikos Geschichte und Gegenwart, der vier Episoden, Novellen vergleichbar, einen Prolog und einen Epilog erhalten sollte. Eisenstein fixierte sein Thema von einem philosophischen Standort aus; was er in „Que viva Mexico!” darstellen wollte, war: „Die große mexikanische Weisheit vom Tod. Die Einheit von Tod und Leben. Das Dahingehen des einen und die Geburt des nächsten. Der ewige Kreis...” Mit seinem Assistenten Alexandrow und dem Kameramann Tisse machte er sich an die Aufnahmearbeiten zu den Episoden „Fiesta”, „Sandunga”. „Maguey” und „Soldadera”, in denen sich die allmähliche Entwicklung Mexikos von der biologisch-vegetativen Existenz, von der Herrschaft der Folklore und der mit ihr verwobenen christlichen Legenden zum erwachenden sozialen Bewußtsein widerspiegeln sollte. In einer Schlüsselsequenz, die zur Zeit der Diktatur des Porfirio Diaz (1905 — 1906) spielt, vollziehen herrschaftliche Haciendados ein barbarisches Gericht an rebellischen Peons: sie reiten mit ihren Pferden über die Köpfe der bis zum Hals Eingegrabenen hinweg. Am Schluß sollte das „soziale Prinzip”, „unsterblich und ewig”, über das „biologische Prinzip” triumphieren. „Wenn wir im Prolog Begräbnisse und eine verzweifelte Unterwerfung unter das schreckliche Symbol des Todes gesehen haben‚ so sehen wir dagegen, wie im Epilog dies Symbol vom Sarkasmus des Toten-Karnevals überwunden wird”, schrieb Eisenstein. Die abschließenden Sequenzen vom Karneval der Totenmasken wollte Eisenstein als Satire auf das gegenwärtige Regime und als Hymne auf die sich durchsetzende Lebenskraft des mexikanischen Volkes gestalten.
Freilich sollte diese Intuition erst in der Montage Gestalt gewinnen. Doch da Eisenstein die vereinbarte Drehzeit und den veranschlagten Etat des Films überschritten hatte, sperrte Sinclair Anfang 1952 dem Team das Geld und machte es Eisenstein damit unmöglich, den Film zu beenden. Eisenstein mußte in die Sowjetunion zurückkehren, ohne die Möglichkeit zu haben, das von ihm gefilmte Material nach seinen ursprünglichen Plänen zu schneiden und zu montieren. Entgegen seinem Versprechen sandte Sinclair auch niemals das Negativ des Films an Eisenstein, sondern brachte kurze Extrakte von „Que viva Mexico!” unter dem Titel „Thunder over Mexico" und „Death Day” heraus, mit deren Erträgen er die Kampagne für seine Kandidatur für den Gouverneursposten von Kalifornien finanzierte. Eisenstein mußte sein Werk, an dem er ein Jahr lang gearbeitet hatte, vollständig verloren geben. Auch Mary Seton editierte 1939 nur einen Bruchteil des Materials als „Time in the Sun” (Unter Mexikos Sonne).
Aus dem Material von etwa 60 000 Metern Länge wurden von verschiedenen Interessenten mehrere kurze und lange Filme zurechtgeschnitten. Erst 1956, nach Eisensteins Tod, stellte der Filmhistoriker Jay Leyda im Museum of Modern Art eine mehrstündige Fassung zusammen, die den ursprünglichen Intentionen Eisensteins nahe zu kommen versucht.

Beginn 11:30 Uhr

14.01.2017 - ZÜRICH, Stummfilmfestival: "Wings"
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Im Filmpodium, Zürich.


"Wings"
Regie: William A. Wellman (USA 1927)
Drehbuch: Hope Loring, Louis D. Lighton, nach einer Story von John Monk Saunders
Kamera: Harry Perry
Schnitt: E. Lloyd Sheldon, Merrill White
Mit: Clara Bow (Mary Preston), Charles Rogers (Jack Powell), Richard Arlen (David Armstrong), Jobyna Ralston (Sylvia Lewis), Richard Tucker (Air Commander), Gary Cooper (Cadet White), Arlette Marchal (Celeste), Roscoe Karns (Lt. Cameron), Henry B. Walthall (Mr. Armstrong), George Irving (Mr. Powell), Hedda Hopper (Mrs. Powell)

144 Min., tinted, DCP, Stummfilm, engl. Zwischentitel

«Eine spektakuläre Reverenz an die amerikanischen Piloten des Ersten Weltkriegs, basierend auf Wellmans und John Monk Saunders’ eigenen Erfahrungen mit dem Lafayette Flying Corps. Der Film zeichnet sich aus durch unvergleichliche Luftaufnahmen, logistisch detaillierte Gefechtsszenen, eine einzigartige Mischung aus ‹europäischer› Regiehandschrift und Hollywood-Tempo und dichten schauspielerischen Leistungen, die den gradlinigen Handlungsbogen von Liebe, Pflicht und Kameradschaft zusammenhalten.» (Paul Taylor, Time Out Film Guide)
«Wings fing die Aviatikbegeisterung auf ihrem Höhepunkt ein – Lindbergh war im Mai 1927 über den Atlantik geflogen. Wellman verlieh den Flugszenen eine epische Grösse – er weigerte sich, sie im sicheren Studio nachzustellen, und schickte seine Schauspieler unter der Obhut von erfahrenen Piloten in die Höhe. (…) Wings wird mit zunehmendem Alter immer besser. Szenen, die einmal naiv und übersentimental wirkten, erscheinen heute als integraler Bestandteil ihrer Zeit. Clara Bow spielt Mary, das Mädchen von nebenan, das Jack und sein selbstgebasteltes Auto liebt. Während seiner Ausbildung streitet Jack mit Dick, der bald zu seinem engsten Kameraden wird. Sie gehen zusammen nach Frankreich. (…) Wellman lässt seine Kamera mit berauschender Hemmungslosigkeit über das riesige Schlachtfeld wirbeln. Sogar nach heutigen Standards wirkt seine Inszenierung bemerkenswert wagemutig.» (Kevin Brownlow, Katalog Giornate del cinema muto, Pordenone 2010)
Wings wurde bei der ersten Oscarverleihung als bester Film ausgezeichnet.



Beginn 18:15 Uhr

13.01.2017 - ZÜRICH, Stummfilmfestival: "The Battle of the Century" (Langfassung!)
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Im Filmpodium, Zürich.


"The Battle of the Century"
Regie: Clyde Bruckman, Leo McCarey (Supervision) (USA 1927)
Drehbuch: Hal Roach
Kamera: George Stevens
Schnitt: Richard Currier
Mit: Stan Laurel (Canvasback Clump), Oliver Hardy (sein Manager), Sam Lufkin (Schiedsrichter), Noah Young (Thunderclap Callahan), Charlie Hall (Konfiserie-Bote), George K. French (Zahnarzt), Dick Sutherland (sein Patient), Anita Garvin (Frau, die auf einer Torte ausrutscht)

18 Min., sw, DCP, Stummfilm, engl. Zwischentitel

«Die wohl grösste Tortenschlacht der Filmgeschichte, an der ein ganzes Stadtviertel beteiligt ist und für die rund 3000 ‹Torten› bereitgestellt werden mussten. (…) Henry Miller nannte The Battle of the Century in seinem Essai ‹L’âge d’or› den besten komischen Film, der je gedreht worden ist. Der Film ist in der Tat von erstaunlicher Konsequenz. (…) Die Tortenschlacht ist mit bewundernswerter Präzision gestaltet. Sie erschöpft sich nicht in der Kumulierung eines nicht eben neuartigen Effekts; jeder Treffer hat seinen besonderen komischen Akzent.» (Reclams Filmlexikon)
«The Battle of the Century ist das höchste Monument des Slapsticks (…). Es ist eine Ironie der Filmgeschichte, dass trotz der Berühmtheit dieses Films bis 2015 so gut wie niemand, der noch am Leben ist, ihn in seiner vollen Länge gesehen haben konnte. Bisher kannten wir nicht mehr als zwölf Minuten von ursprünglich zwei Filmrollen. (…) Mit der Restaurierung des Films kann die Welt The Battle of the Century endlich komplett sehen … oder beinahe komplett: Ein kurzes Stück am Ende der ersten Rolle fehlt noch immer und wird durch erhaltene Standbilder ersetzt. Dieser Slapstick-Klassiker war erst der zweite Film der offiziellen Laurel-und-Hardy-Partnerschaft und zeigt ihre Beziehung in der zaghaften Anfangsphase.» (Jon Mirsalis/Serge Bromberg, Katalog Giornate del cinema muto, Pordenone 2015)

Beginn 20:45 Uhr

13.01.2017 - ZÜRICH, Stummfilmfestival: "The Kid Brother" (Harold Lloyd)
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Im Filmpodium, Zürich.


"The Kid Brother"
Regie: Ted Wilde, Lewis Milestone (USA 1927)
Drehbuch: John Grey, Lex Neal, Howard Green, nach einer Story von John Grey, Tom Crizer, Ted Wilde
Kamera: Walter Lundin
Mit: Harold Lloyd (Harold Hickory), Jobyna Ralston (Mary Powers), Walter James (Sheriff Jim Hickory), Leo Willis (Leo Hickory), Olin Francis (Olin Hickory), Eddie Boland («Flash» Farrell), Constantine Romanoff (Sandoni, der Dieb), Frank Lanning (Sam Hooper)

111 Min., tinted, Stummfilm, engl. Zwischentitel, ab 6 Jahren
35mm preservation print courtesy of the UCLA Film & Television Archive.

Harold Lloyd war zu seiner Zeit in den USA mindestens so beliebt wie seine heute berühmteren Kollegen Chaplin und Keaton; The Kid Brother war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1927. Das dürfte nicht zuletzt daran gelegen haben, dass Harold Lloyds Figur in ihrer stets hart geprüften, aber nie erlahmenden Anpassungsbereitschaft den unverwüstlichen Erfolgsglauben der US-Gesellschaft verkörperte.
«Der kleine und verachtete Bruder in einer bärenstarken Sheriffsfamilie bringt aus Liebe und gekränktem Familienstolz zwei Banditen zur Strecke. (…) Lloyds bestkonstruierter und ausgefeiltester Film (…); die liebevolle Rekonstruktion ländlicher Details und gelegentliche Sequenzen von intensiver Poesie erinnern stark an die bukolischen Szenen von Griffiths Way Down East.» (Buchers Enzyklopädie des Films)
«The Kid Brother gehört zu den makellosen Meisterwerken der Filmgeschichte. (…) Die Wiederentdeckung dieses Films und seine Einordnung neben Werken wie Chaplins The Gold Rush und Keatons The General sind so überfällig wie unvermeidlich.» (Wolfram Tichy: Harold Lloyd, Luzern/Frankfurt a. M. 1979)

 



Beginn 20:45 Uhr

11.01.2017 - JENA: stumme Kurzfilme
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Live im Café Wagner, Jena!


Humoristische Kurzfilmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!




Beginn 20:00 Uhr

08.01.2017 - MÜNCHEN: "Der Gang in die Nacht"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München!


"Der Gang in die Nacht"
D 1921, 80 Minuten
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
mit Olaf Fönss, Erna Morena, Conrad Veidt

Neu rekonstruierte Fassung!

Murnaus erste erhaltene Regiearbeit nimmt Motive seiner späteren Meisterwerke vorweg: Wie in SUNRISE reißt eine verführerische Frau einen Mann aus seinen geordneten Verhältnissen, der Gegensatz von Stadt und Land wird ausgespielt, und Conrad Veidts stilisierte Darstellung eines Blinden wirkt wie ein Vorläufer von NOSFERATU.

Der Augenarzt Eigil Boerne verlässt seine Verlobte Helene für die Tänzerin Lilly und zieht mit ihr in ein Fischerdorf. Er heilt dort einen blinden Maler, für den Lilly wiederum ihn verlässt. Boerne kehrt verbittert in die Stadt zurück. Als Lilly eines Tages bei ihm auftaucht und ihn um Hilfe für den Maler bittet, der neuerlich zu erblinden droht, fordert er sie im Affekt auf, sich umzubringen – dann sei er zur Rettung ihres Geliebten bereit. Sie nimmt ihn beim Wort und tötet sich. Der Maler will nun nicht mehr geheilt werden, denn, so erklärt er Boerne, Lilly war alles auf der Welt, was er habe sehen wollen.

Beginn 18:30 Uhr

06.01.2017 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

Humoristische und ernste Filmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!




Beginn 20:15 Uhr

05.01.2017 - JENA: "Das Cabinet des Dr. Caligari"
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Interne Veranstaltung der Friedrich Schiller Universität Jena.

29.12.2016 - LEIPZIG (Kinoorgel): Mickey Mouse Matinée
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Live an er Kinoorgel im GRASSI Museum Leipzig!

Mickey Mouse Matinée
Kinoorgel live im GRASSI

USA 1933, ohne Dialog, Animation, 60 min, Regie: Walt Disney

Hinter jedem bekannten Mann steht eine starke Frau. Nach diesem Muster funktionierte auch die Ehe von Lilian und Walt Disney. Wenn er komische Einfälle hatte, inspirierte sie ihn zu wirklich guten Ideen z.B. zum Namen der berühmtesten aller Disneycartoonfiguren: Mickey Mouse. Die Maus mit den übergroßen Ohren stolperte im November 1928 zum ersten Mal über die Leinwand und von einem Fettnäpfchen ins nächste. Immer wieder half Minnie Mouse ihm aus der Patsche.

Mickey Mouse Filme erfreuten sich sofort größter Popularität. Die kurzen animierten Filme kamen von Anfang an als Tonfilme in die Kinos. Da sie von der Musik leben, die ihnen Rhythmus, Energie und Witz verleiht, bieten sie sich hervorragend an, um im Kinoorgel live Programm mit Livemusik aufgeführt zu werden. Mickey-Mousing nennt man im Fachjargon eine Filmmusiktechnik, bei der das Geschehen auf der Leinwand punktgenau akzentuiert wird.

Bestandteile des Programms sind:
Building A Building – Micky, der Bauarbeiter (USA 1933, 7 min)
The Mad Doctor – Der verrückte Arzt (USA 1933, 7 min)
Ye Olden Days – Prinzessin Minni (USA 1933, 8 min)
The Mail Pilot – Der Postflieger (USA 1933, 8 min)
Mickey’s Gala Premier (USA 1933, 7 min)
Puppy Love – Zweimal Liebe (USA 1933, 8 min)
The Pet Store – Die Zoohandlung (USA 1933, 7 min)
Giantland – Im Lande der Riesen USA 1933, 8 min)

Kinoorgel live ist eine Kooperation zwischen dem GRASSI Museum für Musikinstrumente und der Cinémathèque Leipzig. An der einzigen in Mitteldeutschland existierenden und noch spieltüchtigen Welteorgel begleitet Richard Siedhoff durch das Filmprogramm. Claudia Cornelius gibt eine Einführung in die Filme.

Die Veranstaltungsreihe Kinoorgel live findet im Großen Vortragsaal des GRASSI Museum Leipzig statt.

Kinoorgel live-Eintrittspreise: 10,00 € / 8,00 € (ermäßigt) / 20,00 € (Familienkarte) / 6,00 € p.P. (Gruppenkarte ab 8 Personen) / 3,00 € (Kinder im Alter von 4 - 16 Jahren und Leipzig-Pass)

Beginn 11:00 Uhr

18.12.2016 - WEIMAR: "Ben-Hur"
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Live im Lichthaus Kino Weimar.


"Ben-Hur. A Tale of the Christ"
USA 1925, ca. 140 Minuten
Regie: Fred Niblo
mit Ramón Novarro, Francis X. Bushman, May McAvoy, Betty Bronson

Das Monumentalwerk des amerikanischen Stummfilms, mit tausenden Statisten, in Berlin gefertigten Kostümen, grandiosen Bauten, fantastischer Tricktechnik und originalen frühen Farbaufnahmen gehört zu teuersten und sehenswertesten Filmen seiner Zeit. Der Jüdische Prinz Ben Hur wird durch Intrigen seines römischen Freundes Messala zur Sklaverei verdammt. Nach abenteuerlichen Umwegen kehrt er schließlich heim und steht Messala im Wagenrennen gegenüber. Während seine Familie zerrissen und Leprakrank dahinvegetiert, stellt Ben Hur eine Arme zur Rettung des Heilandes zusammen - doch dieser hält ihn von den kämpferischen Machenschaften ab und heilt seine Familie. Richard Siedhoff begleitet das Epos live am Klavier.

Beginn 20:00 Uhr

14.12.2016 - JENA: Max Davidson Comedies
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Im Café Wagner, Jena.

Max Davidson Comedies
Jiddische Kurzfilmkömodien, die das Leben jüdischer Kleinbürger in den USA liebvoll und ironisch portraitieren.
Projiziert von ungekürzten 16mm-Filmkopien.

"1927 entstand so die Max-Davidson-Comedy-Serie um den jüdischen Familienvater einer jener typischen Immigranten-Familien, die sich im amerikanischen Alltag zu behaupten suchten. Ständig getrieben von der Angst, den mühsam erworbenen Lebensstandart zu verlieren, und stets bereit zur Verteidigung der traditionellen Werte in einer modernen Welt, die seine eigenen Kinder prägt, war Davidson die ideale Identifikationsfigur für das Heer von Immigranten in den USA. Dank der Mitwirkung von Könnern wie Stan Laurel, Leo McCarey, Oliver Hardy, Charley Chase und F. Richard Jones entstanden 17 Kurzfilme, kleine Meisterwerke der Filmkomödie, die nicht zuletzt auch wegen ihres sehr speziellen jüdischen Humors ihresgleichen suchen. (...) Erst vor einigen Jahren wurden Davidsons Filme wiederentdeckt, sein Kurzfilm Pass the Gravy gilt seitdem als eine der komischsten und best-konstruierten Komödien der Filmgeschichte." (Stefan Drössler)




Beginn 20:00 Uhr

10.12.2016 - BERLIN: Cinema Cantabile / "Don Giovanni in Sweden"
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Live im Babylon, Berlin.

Cinema Cantabile:
"Don Giovanni in Sweden"

frei nach Lorenzo da Ponte und W. A. Mozart
Regie: Agnes Fabich und Franziska Guggenbicher Beck, D/S/IT 2016, ca. 40 Minuten
mit Tobias Frandell, Sabina Koggdal, Johan Norström, Leif A Jansson, Emelie Henningsson
Musikalisch live begleitet von Marielou Jacquard (Sopran), Andreas Neher (Bass) und Richard Siedhoff (Klavier).

Der Hintergrund der FilmemacherInnen ist die Bildende Kunst, die Performance und die Oper.
Die FilmemacherInnen sind anwesend und dem Publikum erwartet ein Programm mit Überraschungen.

Cinema Cantabile beschäftigt sich in dieser Produktion mit einem der vielschichtigsten Oeuvres der Musikgeschichte: "Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart. Don Giovanni versetzt eine Ortschaft in Unruhe und die Geschichte von Leidenschaft, Obsession und Ehrverlust nimmt ihren Lauf. Die Darsteller auf der Leinwand sind stumm.

Ein Opernsänger und eine Opernsängerin synchronisieren ihre Lippenbewegungen live vor der Kinoleinwand.

So erzählen die Musik und die Bilder auf der Leinwand je ihre eigene Geschichte. Der Stummfilmpianist Richard Siedhoff verfasst eigens für diese Performance eine Komposition, die auf Mozarts Musik basiert. Der Film entstand im Rahmen einer Künstlerresidenz in Huskvarna, Schweden, im Sommer 2016.




Beginn 24:00 Uhr

27.11.2016 - WEIMAR: Laurel & Hardy Comedies
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Live im Lichthaus Kino Weimar.


Laurel & Hardy Comedies
USA 1928/29, ca. 80 Minuten
Regie: Leo McCarey, Edgar Kennedy, Lloyd French
mit Stan Laurel, Oliver Hardy, James Finlayson, u.a.

16mm-Filmkopien

Nachdem der Starkomiker Harold Lloyd den Produzenten Hal Roach verlassen hatte, war das Duo Stan Laurel & Oliver Hardy der neue große Fang. Doch bevor die beiden als das Komikergespann der 1930er Jahre in die Filmgeschichte eingingen, traten sie bereits als Duo in knapp 20 kurze Stummfilme auf, von denen wir Ihnen vier Komödien präsentieren.  Lachen Sie über die Einkehr des Absurden in den Alltag, wenn ein Pferd auf ein Klavier gestellt wird, Straßenmusik zur Straßenschlacht wird, Männer in Frauenkleiden agieren oder vertauschte Hosen zu atemberaubender Spannung führen. Die Filme werden live begleitet von Richard Siedhoff am Klavier.

Beginn 19:30 Uhr

12.11.2016 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

Humoristische Filmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

06.11.2016 - BURGKUNSTADT: "The Cat and the Canary"
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in der Alten Vogtei in Burgkunstadt.


"The Cat and The Canary"
Gruselkomödie von Paul Leni, USA 1927, ca. 80 Minuten


Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang ...

Beginn 17:00 Uhr

02.11.2016 - LANGENBERNSDORF: "The Cameraman"
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im Landgasthof "Weißes Ross", Langenbernsdorf


"The Cameraman"


von und mit Buster Keaton, USA 1928, ca. 70 Minuten
16mm Filmkopie!

Beginn 19:30 Uhr

30.10.2016 - ERFURT: "The Cat and the Canary"
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Im SPEICHER, Erfurt.


"The Cat and The Canary"
Gruselkomödie von Paul Leni, USA 1927, ca. 90 Minuten
16mm-Filmkopie bei 20 fps

Das schaurig-groteske Meisterstück des deutschen Regisseurs Paul Leni war sein erster Film in Hollywood und zog eine Welle düsterer Horrorfilme nach sich. Was sich dann später als Genreelemente fest etabliert hat erscheint hier schon als Parodie.

Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang ...

Beginn 19:30 Uhr

29.10.2016 - BLANKENBURG: 16mm-Kurzfilmabend
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im Kloster Michealstein, Blankenburg

Richard Siedhoff präsentiert Perlen des Stummfilmhumors, projiziert von originalen 16mm-Filmkopien und live vertont am Klavier. Erleben sie Charlie Chaplins Tramp im gewitzten Kampf mit der Tücke des Objekts, staunen Sie über Buster Keatons Erfindungsreichtum und halsbrecherische Stunts, amüsieren Sie sich über frühe Zeichentrickfilme und manch anderes Kleinod aus den so gar nicht so verstaubten Anfängen der Filmgeschichte. Ein musikalischer Blick in der Vergangenheit.

Es sind folgende humoristische Kurzfilme von schönen 16mm-Filmkopien zu bewundern:

Charlie Chaplin THE BANK (USA 1915) - 16 min
Buster Keaton NEIGHBOURS (USA 1921) - 19 min
FELIX THE CAT GOES A-HUNTING (USA 1923) - 3 min
Charlie Chaplin THE CURE (USA 1915) - 25 min
JERRY ON THE JOB (USA 1923) - 3 min
Buster Keaton THE BLACKSMITH (USA 1922) - 23 min

Beginn 19:30 Uhr

26.10.2016 - JENA: "Dirnentragödie"
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Im Café Wagner, Jena.


Asta Nilsen in
"Dirnentragödie"
von Bruno Rahn, D 1927
95 Minuten bei 20 fps
16mm-Filmkopie!

Das Thema der kleinen Großstadtstraßen mit ihren Dirnen, Dieben, Spielern, Sensationen, Abgründen und tragischen Schicksalen beschäftigte den deutschen Film nachhaltig. „Das ist keine sehr schwierige und keine sehr erfreuliche Handlung. (...) Der Regisseur, Bruno Rahn, gestaltet in schweren Farben diese wenigen Schicksale, die beispielhaft für eine ganze soziale Schicht einstehen und steigert die düstere Wirkung von Akt zu Akt.“ (Lichtbild-Bühne, Nr. 91, 16. April 1927) Rahn, der eher für Sittenfilme und unbedeutende Lustspiele bekannt (bzw. unbekannt) ist, sucht mit „Dirnentragödie“ die Nähe der großen, expressiven sozialkritischen Filme wie etwa G. W. Pabsts „Die Freudlose Gasse“ (1925).

Beginn 20:00 Uhr

23.10.2016 - WEIMAR: "Kosmische Reise"
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Live im Lichthaus Kino Weimar.


"Kosmische Reise" / "Kosmitscheski Reis"
Sowjetunion 1936, 80 Minuten

Regie: Wassili Schurawljow
Drehbuch: Alexander Filimonow,
Kamera: Alexander Galperin
Darsteller: Sergej Komarow, Wassili Gaponenko, Nikolai Feoktistow, Wassili Kowrigin

Der letzte sowjetische Stummfilm entstand zu einer Zeit, als der Tonfilm sich schon längst durchgesetzt hatte. Der mit großem Aufwand und verblüffender Tricktechnik produzierte Science-Fiction-Film zeigt das fiktive Moskau des Jahres 1946, so wie Stalin es geplant, aber dann später nicht hat umsetzen können. Im Mittelpunkt steht eine erstaunlich realistische Reise im Raumschiff zum Mond. der Film wurde kurz nach seinem Kinostart aus politischen Gründen zurückgezogen und geriet in völlige Vergessenheit. Der Film wurde vom Münchner Filmmuseum restauriert und wird von Stummfilmpianist Richard Siedhoff live am Klavier vertont.

Beginn 19:30 Uhr

21.10.2016 - ERFURT: 16mm-Stummfilmabend
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

Humoristische Filmklassiker der Stummfilmzeit ...
... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

13.10.2016 - BERLIN. "Go West" (Buster Keaton)
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im Hepcats' Corner, Berlin - Vereinssitzung Laufende Bilder e.V.

"Go West" von und mit Buster Keaton, USA 1925
Originalfassung, 16mm-Filmkopie!

Beginn 20:30 Uhr

12.10.2016 - BERLIN: "Im Westen nichts Neues"
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im Froschkönig, Berlin - Vereinssitzung Laufende Bilder e.V.

Originale Stummfilm-Fassung des Tonfilms
"All Quiet on the Western Front" / "Im Westen nichts Neues"
USA 1930, von Lewis Milestone, 134 Minuten

Beginn 20:30 Uhr

11.10.2016 - BERLIN "Der Andere"
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Infos folgen ...

09.10.2016 - WEIMAR: "Der Fuhrmann des Todes"
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Live im Lichthaus Kino Weimar im Rahmen des European Art Cinema Day.
 
"Der Fuhrmann des Todes" / "Körkarlen"
von und mit Victor Sjöström, nach einer Erzählung von Selma Lagerlöf
Schweden 1921, ca. 90 Minuten bei 18 fps, digital restaurierte Fassung
Am 9. Oktober 2016 geht Europa ins Kino! Die CICAE präsentiert gemeinsam mit Europa Cinemas den ersten EUROPEAN ART CINEMA DAY. Mehr als 1.000 Kinos zeigen an diesem Sonntag Previews, Kinderfilme und Klassiker der europäischen Filmgeschic­hte. Das Programm ist so vielseitig wie die Arthouse-­Kinos selbst. Der EUROPEAN ART CINEMA DAY soll künftig jedes Jahr im Herbst stattfinden. Im Lichthaus zeigen wir zu diesem schönen Anlaß u.a. den schwedischen Stummfilm „Der Fuhrmann des Todes“ mit Richard Siedhoff am Klavier!


Beginn 19:20 Uhr

07.10.2016 - LEIPZIG: Benefizkonzert - Kurzfilmprogramm
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Benefiz-Veranstaltung für INGENIEURE OHNE GRENZEN !

Live in der naTo Leipzig!


Amüsieren Sie sich bei Kurzfilmklassikern von und mit Charlie Chaplin, Buster Keaton, Felix the Cat und anderen!
Wir zeigen die Filme in ungekürzten Originalfassungen von originalen 16mm-Kopien!
Live vertont am Klavier von Richard Siedhoff!

Beginn 19:30 Uhr

25.09.2016 - WEIMAR: "Mutter Krausens Fahrt ins Glück"
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Live im Lichthaus Kino Weimar.


"Mutter Krausens Fahrt ins Glück"

Deutschland 1929, 131 Minuten,
Regie & Kamera: Piel Jutzi, Drehbuch: Willy Döll, Jan Fethke, Otto Nagel,
nach Erzählungen von Heinrich Zille,
mit Alexandra Schmitt, Gerhard Bienert, Vera Sacharowa, Friedrich Gnaß

Rekonstruierte Originalfassung vom Filmmmuseum München!

Im Wedding, dem Arbeiterviertel Berlins, ist die sozialkritische Geschichte um Mutter Krause und ihre Familie angesiedelt. In ärmlichen Verhältnissen leben sie, ihre Tochter Erna und ihr Sohn Paul in einer kleinen Wohnung, die sie sich noch mit dem Schlafburschen, einem Ganoven, und dessen Braut Friede, einer Prostituierten, teilen müssen.
Das Meisterwerk unter den Heinrich-Zille-Filmen besticht durch seine mitreißende Dramatik, die authentische Milieuschilderung und seinen dokumentarischen Wert. Als ein Film des sogenannten „Proletarischen Kinos“ gehörte dieser Film zu den ersten, die von den Nationalsozialisten verboten wurden. Wir zeigen erstmalig die vom Filmmuseum München rekonstruierte Originalfassung mit den originalen Zwischentiteln, live vertont von Stummfilmpianist Richard Siedhoff. Am 25. September im Lichthaus Kino Weimar.

Beginn 20:00 Uhr

24.09.2016 - BERLIN: "Mutter Krausens Fahrt ins Glück"
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Live im City Kino Wedding, Berlin


"Mutter Krausens Fahrt ins Glück"

Deutschland 1929, 131 Minuten,
Regie & Kamera: Piel Jutzi, Drehbuch: Willy Döll, Jan Fethke, Otto Nagel,
nach Erzählungen von Heinrich Zille,
mit Alexandra Schmitt, Gerhard Bienert, Vera Sacharowa, Friedrich Gnaß

Rekonstruierte Originalfassung vom Filmmmuseum München!

Im Wedding, dem Arbeiterviertel Berlins, ist die sozialkritische Geschichte um Mutter Krause und ihre Familie angesiedelt. In ärmlichen Verhältnissen leben sie, ihre Tochter Erna und ihr Sohn Paul in einer kleinen Wohnung, die sie sich noch mit dem Schlafburschen, einem Ganoven, und dessen Braut Friede, einer Prostituierten, teilen müssen.
Das Meisterwerk unter den Heinrich-Zille-Filmen besticht durch seine mitreißende Dramatik, die authentische Milieuschilderung und seinen dokumentarischen Wert. Als ein Film des sogenannten „Proletarischen Kinos“ gehörte dieser Film zu den ersten, die von den Nationalsozialisten verboten wurden. Wir zeigen erstmalig die vom Filmmuseum München rekonstruierte Originalfassung mit den originalen Zwischentiteln, live vertont von Stummfilmpianist Richard Siedhoff. Am 24. September im City Kino Wedding.

Beginn 20:15 Uhr

19.09.2016 - LEIPZIG: "Before the Face of the Sea"
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In der NaTo Leipzig - im Rahmen des Festival Off Europa: Sehnsucht Suomi.


"Before the Face of the Sea" / "Meren kasvojen edessä"
von Teuvo Puro, Finnland, 1926, 95 min.


Ein Geheimnis umgibt die Insel Hylkysaari, drei Studenten aus der Stadt versuchen es zu lösen. Dabei stoßen sie auf einen alten Fischer, seine schöne Tochter und einen zwielichtigen Landarbeiter. Teuvo Puro, finnischer Regisseur der ersten Stunde und Begründer des Filmstudios Suomi Filmii, verwebt geschickt Elemente von Liebesfilm, Drama, Krimi und Mystery. Der 90 Jahre alte Stummfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Arvid Mörnens.

Beginn 19:30 Uhr

17.09.2016 - SAARBRÜCKEN: 16mm-Kurzfilmabend
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zum 2. CINEFONIE TAG in Saarbrücken.

Von schönen 16mm-Filmkopien zeigen wir eine Auswahl an kleinen Meisterwerken des Slapsticks. Neben Chaplin und Keaton kommen auch unbekanntere Meister "zu Wort".

Beginn 21:00 Uhr

17.09.2016 - SAARBRÜCKEN: "Dirnentragödie"
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zum 2. CINEFONIE TAG in Saarbrücken.

Asta Nilsen in
"Dirnentragödie"
von Bruno Rahn, D 1927
95 Minuten bei 20 fps
16mm-Filmkopie!

Das Thema der kleinen Großstadtstraßen mit ihren Dirnen, Dieben, Spielern, Sensationen, Abgründen und tragischen Schicksalen beschäftigte den deutschen Film nachhaltig. „Das ist keine sehr schwierige und keine sehr erfreuliche Handlung. (...) Der Regisseur, Bruno Rahn, gestaltet in schweren Farben diese wenigen Schicksale, die beispielhaft für eine ganze soziale Schicht einstehen und steigert die düstere Wirkung von Akt zu Akt.“ (Lichtbild-Bühne, Nr. 91, 16. April 1927) Rahn, der eher für Sittenfilme und unbedeutende Lustspiele bekannt (bzw. unbekannt) ist, sucht mit „Dirnentragödie“ die Nähe der großen, expressiven sozialkritischen Filme wie etwa G. W. Pabsts „Die Freudlose Gasse“ (1925).

Beginn 18:15 Uhr

07.09.2016 - Stummfilmtage MÜNCHEN: "Die sieben Töchter der Frau Gyurkovics"
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München!

Vorfilm:
"Cartoon Factory" ("Kokos Zeichentrickfabrik")
USA 1924 | Dave Fleischer | 8 min | OF

Hauptfilm
"Flickorna Gyurkovics" ("Die sieben Töchter der Frau Gyurkovics")
S 1926 | Ragnar Hyltén-Cavallius | 102 min | OmU |

Beginn 21:00 Uhr

06.09.2016 - Stummfilmtage MÜNCHEN: "Maldone"
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München!

"Maldone"
F 1928 | Jean Grémillon | 83 min | OmU |

Beginn 18:30 Uhr

04.09.2016 - Stummfilmtage MÜNCHEN: "Zwei Sterne in der Milchstraße"
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Internationale Stummfilmtage im Filmmuseum München!

"Yinhe shuangxing" ("Zwei Sterne in der Milchstraße")
China 1931 | Tomsie Sze | 86 min | OmeU |

Richard Siedhoff am Flügel
Günther A. Buchwald an der Violine

Beginn 18:30 Uhr

27.08.2016 - GERA: Kurzfilme zur Museumsnacht (Kirchenorgel St. Marien)
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Anlässlich der Museumsnacht Gera spielt Richard Siedhoff die Kircheorgel St. Marien, Gera
Gezeigt werden ungekürzte 16mm-Filmkopien!

19:00 Uhr
Snup Pollard in „It’s a Gift“ (USA 1923, 12 min)
Charlie Chaplin in „The Rink“ (USA 1916, 25 min)

20:00 Uhr
Charlie Chaplin in „The Bank“ (USA 1915, 16 min)
Buster Keaton in „The Blacksmith“ (USA 1922, 25 min)

21:00 Uhr
Disney: „Alice on the Farm“ (USA 1925, 12 min)
Charlie Chaplin in „The Cure“ (USA 1916, 24 min)

Beginn 19:00 Uhr

21.08.2016 - WEIMAR: "Die Hose"
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Live im Lichthaus Kino Weimar.


"Die Hose"
Satire von Hans Behrendt, D 1927, ca. 95 Minuten
Mit Werner Krauß, Jenny Jugo, Rudolf Forster
16mm-Filmkopie

Ausgerechnet am Sonntag und dann auch noch als gerade der Fürst vorüberfährt, muss Luise, die junge Frau des Sekretärs Maske, ihre – wie man so sagt – "Unaussprechlichen" verlieren! Dieses peinliche Malheur führt natürlich zu einiger Aufregung in dem kleinen Ort – und die Herren, die sich auf solche Dinge verstehen, erkennen plötzlich, welch dankbares Objekt für flüchtige Liebesabenteuer in dem hübschen Ding steckt. So kommt es, dass mit einem Mal alle Lebemänner des Ortes und solche, die es werden wollen, versuchen, bei der armen Luise zu landen. Am eifrigsten gehen der Friseur Mandelstam, der Philosoph Scarron und der Fürst höchstpersönlich zu Werke, um das Herz der jungen Dame zu erobern. Das führt natürlich zu einigen Turbulenzen, zumal die Schwerenöter nichts unversucht lassen, um ihre Konkurrenten auszuschalten. Schließlich lässt der Fürst Luise auf sein Schloss entführen, in der Hoffnung, sie mit Hilfe diveser Alkoholika willig zu machen. Zu dumm nur, dass Luise nicht im Geringsten an den Genuss alkoholischer Getränke gewöhnt ist und sich schon bald auf der fürstlichen Couch niederlässt, um ein Nickerchen zu machen.

Beginn 20:00 Uhr

16.08.2016 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Maldone"
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Eintritt frei! Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 32. Bonner Sommerkino

"Maldone"
von Jean Grémillon, Frankreich 1928, ca. 83 min.

Beginn 21:00 Uhr

16.08.2016 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Impressionen vom alten Marseiller Hafen"
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Eintritt frei! Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 32. Bonner Sommerkino

"Impressionen vom alten Marseiller Hafen"
von Laszlo Moholy-Nagy, Frankreich 1929, ca. 12 min


Beginn 21:00 Uhr

15.08.2016 - Internationale Stummfilmtage BONN: "He Done His Best" (Charly Bowers)
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Eintritt frei! Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 32. Bonner Sommerkino

Charly Bowers
"He Done His Best"
USA, 1928, ca. 23 min.

Beginn 21:00 Uhr

15.08.2016 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Die sieben Töchter der Frau Gyurkovic"
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Eintritt frei! Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 32. Bonner Sommerkino

Willy Fritsch in
"Die sieben Töchter der Frau Gyurkovic"
von Ragnar Hyltén-Cavallius, Schweden 1926, ca. 102 min.



Beginn 21:00 Uhr

14.08.2016 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Der Gang in die Nacht"
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Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 32. Bonner Sommerkino

Im Landesmuseum!

Friedrich Wilhelm Murnau
"Der Gang in die Nacht"
D 1921, 80 Minuten

Neu rekonstruierte Fassung!

13.08.2016 - Internationale Stummfilmtage BONN: "One A.M." (Chaplin)
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Eintritt frei! Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 32. Bonner Sommerkino

Charlie Chaplin
"One A.M"
USA, 1917, ca. 25 min.

Beginn 21:00 Uhr

12.08.2016 - WEIMAR: 5. Genius Loci Weimar Festival
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Live im Lichthaus Kino Weimar im Rahmen des 5. Genius Loci Weimar Festival!

Im Rahmen des Fassadenprojektionsfestivals „Genius Loci Weimar“ präsentiert das „Lichthaus Kino“ gemeinsam mit dem „Genius Loci Lab“ erstmals das Programmformat „AV-Live Kino“. Von 12. bis 14.08. täglich um 18 und 20 Uhr widmen sich international renommierte Künstler in ihren Aufführungen der gestalterisch reizvollen Verknüpfung musikalischer Darbietungen mit der Manipulation bewegter Bilder. Klang und Animation generieren im gemeinsamen Spiel eine Atmosphäre von seltener Intensität. Es freut uns besonders, das Richard Siedhoff sowie Martin Kohlstedt und „Das Schmott“ am Eröffnungsabend mit dabei sind. Das komplette Programm und alle Informationen zu den teilnehmenden Künstlern finden Sie unter: www.tiny.cc/av-kino. Vorverkauf und Abendkasse direkt im Lichthaus.

Beginn 18:00 Uhr

05.08.2016 - NIEDERROßLA: "Faust. Eine deutsche Volkssage"
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In der Barockkirche Niederroßla (bei Weimar)


"Faust. Eine deutsche Volkssage"
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, D 1926, ca. 104 Minuten
Mit Emil Jannings, Camilla Horn, Göste Ekmann

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Der Teufel schließt die Wette ab, Gott die Seele Fausts abzuringen. Die Welt wird Spielball des Schicksals. Die Pest wütet und nimmt Faust jeden Glauben an das Göttliche, und so beschwört er Mephisto herauf. Dieser verführt Faust mit der Verlockung ewiger Jugend zum Pakt. Nachdem Faust, nun als junger Mann, alle weltlichen Genüsse ausgekostet hat, verspürt er Sehnsucht nach der Heimat. Er verliebt sich in Gretchen. Doch Mephisto mischt am Schicksal mit, lässt Faust in die Falle der unehelichen Nacht geraten, ihn zum Mörder an Gretchens Bruder erklären und ihn Gretchen im Stich lassen. Gretchens Tragödie von der Dirne am Pranger bis zum Tod ihres Kindes beginnt. Erst, als sie zum Scheiterhaufen geführt wird, besinnt sich Faust seiner Liebe zu ihr. Hat das Schicksal gewonnen?

Murnau‘s Faust:
Nach seinem filmtechnisch wegebahnenden Meilenstein „Der letzte Mann“ (1924) wagt sich Murnau, wie schon bei „Der Januskopf“ (1920, nach Stevensons „Dr. Jeckyll und Mr. Hyde“) oder „Nosferatu“ (1922, nach Bram Stokers „Dracula“), wieder an eine literarische Vorlage:  Molières „Tartuffe“  wird mit Emil Jannings als „Herr Tartüff“ ( 1925) adaptiert. Die französische Vorlage, stark eingedeutschte, wird zum stark kritisierten Film. Er sei zu trivial. Murnau nutzt jene Adaption einer literarischen Vorlage jedoch nur als Auftakt zu seinem vielleicht spektakulärsten Werk: „Faust“ (1926) soll neben Fritz Langs „Die Nibelungen“ (1923/24) ein weiteres deutsches Kulturmonument der Ufa werden, stürzte diese aber neben Langs „Metropolis“ (1926) in den finanziellen Ruin. Für „Faust“ scheut die Ufa weder Kosten noch Künstler, „Technischer Erfindungsgeist ergoss sich über Engelserscheinungen und teuflische Zaubertricks.“  (Siegfried Kracauer) Selbst Gerhard Hauptmann wird engagiert, die Zwischentitel in Versform zu verfassen. Doch bevor der Film in die Kinos kommt, werden Hauptmanns umständliche, den Rhythmus des Films nicht zuträglich Knittelverse wieder aus dem Film entfernt und durch einfache Texte, wohl vom Drehbuchautor Kyser, ersetzt. „Heute wirkt der Film ohne die Hauptmann-Titel wie von Schlacke befreit, man vergisst das Süßliche angesichts der großartigen Orchestrierung des Optisch-Magischen, angesichts der reich hinströmenden Visionen.“  (Lotte H. Eisner).

Beginn 19:30 Uhr

15.07.2016 - COMER SEE: "Die weiße Hölle vom Piz Palü"
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in der Villa Vigoni am Comer See.

„Die weiße Hölle vom Piz Palü“
D 1929, Regie: Dr. Arnold Fanck unter Mitwirkung von Georg Wilhelm Pabst
mit Gustav Diessel, Leni Riefenstahl, Ernst Petersen, Ernst Udet



Arnold Fancks bildgewaltiges Bergsteigerdrama über ein in den eisigen Wänden des Piz Palü festsitzenden Trios besticht neben seine Fülle an grandioser Aufnahmen durch die virtuose Montage und die hervorragenden Schauspieler.



Beginn 20:00 Uhr

08.07.2016 - FRIEDRICHSHAFEN: "The Cat and the Canary"
[mehr...]
In der Blauen Blume, Friedrichshafen.

Beginn 21:00 Uhr

07.07.2016 - FRIEDRICHSHAFEN: Buster Keaton Comedies
[mehr...]
In der Blauen Blume, Friedrichshafen.

Beginn 21:00 Uhr

26.06.2016 - WEIMAR: "Panzerkreuzer Potemkin"
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar


"Panzerkreuzer Potemkin"


SU 1925, ca. 70 Minuten, mit roter Flagge
Regie: Sergej Eisenstein
Kamera: Eduard Tissé
Darsteller: Alexander Antonow, Wladimir Barski, Grigori Alexandrow

Gezeigt wird die restaurierte Fassung der Stiftung Deutsche Kinemathek von einer wunderschönen 35mm-Kopie!

Vor genau 111 Jahren fanden die historischen Ereignisse, die dem Film als Vorlage dienten, statt!

Sergej Eisensteins packender, zum 20. Jahrestag der Revolution von 1905 entstandener revolutionärer Revolutionsfilm schildert die Meuterei auf dem Panzerkreuzer "Fürst Potemkin von Taurin". In Eindrucksvollen Sequenzen und mitreißenden Details verfolgt der Zuschauer in fünf dramatischen Akten die Ereignisse eines frühen Kapitels der russischen Revolutionsgeschichte. Mehrfach zum besten Film aller Zeiten gekürt, überzeugt der Streifen auch noch heute nicht zuletzt durch seine erschütternde Montage wie in der berühmt gewordenen Massaker-Szene auf der Hafentreppe von Odessa. Mehr Kunst als Propaganda und ein Meilenstein der Filmmontage! Richard Siedhoff begleitet die restaurierte, ungekürzte Fassung mit einer Neukomposition am Klavier.

Beginn 20:00 Uhr

12.06.2016 - ERFURT: "Die Abenteuer des Prinzen Achmed"
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Im Rahmen des Literaturfestivals Erfurt.
-> in der ehemaligen Braugold-Brauerei, Schillerstraße 7, 99096 Erfurt

"Die Abenteuer des Prinzen Achmed"
Scherenschnitt-Märchenfilm, Deustchland 1923-26
von Lotte Reiniger

ca. 65 Minuten, 16mm-Filmkopie

Der erste abendfüllende Trickfilm der Filmgeschichte ist ein bezauberndes, mitreißendes Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Auf kunstvolle Weise schlägt der Film eine Brücke von der abstrakten Filmavantgarde der 1920er Jahre zum poetischen Spielfilm.
Für ihren „Achmed“-Film gewinnt Lotte Reiniger Walter Ruttmann, der mit seinen weichen gemalten Animationen kongeniale Hintergründe für Reinigers kontrastreiche Scherenschnitte lieferte. Der Film entstand ohne zeitlichen und finanziellen Druck, so konnte das Team mit Liebe zum Detail an dem gewagten Spielfilmexperiment arbeiten. In den drei Jahren wurden etwa 250.000 Einzelbilder auf dem Tricktisch belichtet, von denen etwa 96.000 schließlich Verwendung fanden. „Unter allen Umständen muss der Versuch respektvoll begrüßt werden, Neuland für den Film zu erproben. Dieser überaus kühne Versuch, einen abendfüllenden Silhouettenfilm zu schaffen, steht in der Geschichte des Films vereinzelt da. (…) Technisch ist die Beweglichkeit der Figuren mit bewunderungswürdigem Geschick gelöst.“  (Hans Wollenberg, Lichtbild-Bühne vom 03.05.1926)

Beginn 15:00 Uhr

05.06.2016 - WEIMAR: "Greed" (Erich von Stroheim)
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar


"Greed" / "Gier nach Geld"
von Erich von Stroheim, USA 1924, ca. 140 Minuten
mit Zasu Pitts, Gibson Gowland, Jean Hersholt, Chester Conklin,

16mm-Filmkopie!

Stroheims Meisterwerk des Stummfilms! Zahnarzt McTeague verliebt sich in seine Patienten Trina, doch die Gier nach Geld frisst die Liebe auf und trotz eines Lotterie-Gewinns versinken beide nach ihrer Hochzeit in Armut, Intrigen und menschlichem Elend.

Erich von Stroheims Verfilmung von Frank Norris amerikanischen Roman "McTeague" war das größenwahnsinnige Vorhaben, den Roman so wortgetreu wie nur irgend möglich für die Leinwand zu adaptieren. Stroheim drehte an den Originalschauplätzen in den originalen Gebäuden, in welchen er gar Wände einreißen ließ, um den gewünschten Blickwinkel zu bekommen. Der fertige Film war in seiner Urfassung etwa acht Stunden lang.
Der Verleih veranlasste drastische Kürzungen, das geschnittene Material gilt seither als verschollen und als Heiliger Gral der Filmgeschichte.

Doch auch die zweieinhalbstündige Verleihfassung bleibt ein beeindruckendes Meisterwerk - ein amerikanisches Sittengemälde über Geldgier, Unschönheiten und Abgründe der menschlichen Seele.

Beginn 19:30 Uhr

29.05.2016 - SEOUL: "Der müde Tod"
[mehr...]
"Der müde Tod" (D, 1921) by Fritz Lang in the Korean Film Archive in Seoul in Zusammenarbeit mir dem Goethe-Institut Seoul.

Beginn 14:00 Uhr

29.05.2016 - SEOUL: "Erotikon"
[mehr...]
"Erotikon" (Tschechoslowakei, 1929) by Gustav Machatý in the Korean Film Archive in Seoul in Zusammenarbeit mir dem Goethe-Institut Seoul.

Beginn 16:30 Uhr

28.05.2016 - SEOUL: "Varieté"
[mehr...]
"Varieté" (D, 1925) by E. A. Dupont in the Korean Film Archive in Seoul in Zusammenarbeit mir dem Goethe-Institut Seoul.

Beginn 14:00 Uhr

21.05.2016 - BERLIN (City Kino Wedding): "Der Müde Tod"
[mehr...]
im City Kino Wedding, Berlin


Fritz Langs Meisterwerk

"Der Müde Tod"
(D, 1921, ca. 95 min)

Restaurierte und viragierte Fassung der FWMS-Stiftung!

Beginn 20:15 Uhr

08.05.2016 - WEIMAR: "Napoléon" (Teil 1 & 2)
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar!



"Napoléon"
von Abel Gance, F 1925-27,
35mm, ca. 235 Minuten (!) - zwei Teile mit Pause!

Wir zeigen das Monumentalwerk in der rekonstruierten, viragierten (farbigen) Fassung von Kevin Brownlow von einer 35mm-Kopie, die auch das berühmte Triptychon-Finale mit drei Filmbildern nebeneinander enthällt!

Beginn 11:30 Uhr

25.04.2016 - WEIMAR: "Die Nibelungen: Kriemhilds Rache"
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar!

"Die Nibelungen" Teil 2 "Kriemhilds Rache"
von Fritz Lang, D 1922-24,
digital, 131 Minuten

Richard Siedhoff spielt frei nach der Originalmusik von Gottfried Huppertz!

Beginn 14:00 Uhr

24.04.2016 - WEIMAR: "Safety Last!" (Harold Lloyd)
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar!


"Safety Last!" / "Ausgerechnet Wolkenkratzer"
Thrill-Comedy mit Harold Lloyd, USA 1923, ca. 75 min.
Regie: Fred Newmeyer

restaurierte Fassung!

Harold Lloyd in seinem bekanntesten Stummfilm! Der amerikanische Traum, versinnbildlicht am Aufstieg eines jungen Jedermanns an einer Hochausfassade. Er trägt Strohhut und eine rundglasige Hornbrille. Unaufhaltsam klettert er hinauf, überwältigt Hindernisse wie Hunde am Fenster, Mäuse in der Hose, Mauervorsprünge oder plötzlich zum Fenster herausfahrende Malergerüste. Schließlich rettet er sich am Zeiger einer Fassadenuhr, hoch über der Straßenschlucht. Ein Bild, eingebrannt ins kollektive Gedächtnis - der Höhepunkt des Films SAFETY LAST (1923). Als er in die Kinos kam, waren Krankenschwestern anwesend, um den vielen Ohnmachtsanfällen im Publikum bei zu kommen. Tatsächlich ist jene Fassadenkletterei so packend und realistisch, dass noch heute, nach 90 Jahren Filmtrickentwicklung, die Finger schweißig werden. Die Szene wirkt vor allem deswegen so täuschend echt, weil sie es ist. Der Star Harold Lloyd befand sich tatsächlich mehr als zehn Stockwerke über den Straßen. Jedoch kletterte er an einer Kulisse, die perspektivisch günstig auf dem Dach eines Hochhauses aufgestellte war, welche aber selbst einige Stockwerke maß. Auch nutzte man insgesamt drei verschiedene Straßenfluchten als Hintergrund und Kulissen auf drei verschieden hohen Gebäuden. Diesen entlarvenden Tatsachen muss man entgegenstellen, das Lloyds akrobatische Kletterorgie wesentlich gehandicapt war: Lloyd fehlten Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. 1920, bei den Dreharbeiten zu HOUNTED SPOOKS (1920) sollte ein Gag-Foto mit einer falschen Bombe gestellt werden. Fataler Weise handelte es sich bei dem runden Objekt mit brennender Zündschnur in Lloyds Hand vor seinem Gesicht - er sollte sich damit eine Zigarette anzünden - um eine echte Bombe. Die Explosion sprengte Fenster und Türen heraus und riss ein Loch in die Decke - Lloyd war blutüberströmt. In der Klinik verbrachte er Tage der Ungewissheit. Das unwahrscheinliche Glück wollte es aber, dass Lloyd nach neun Monaten die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Auch die vorübergehende Erblindung war geheilt. Nur seine rechte Hand wurde seither mit einer Handschuh-Prothese vervollständigt. In Nahaufnahmen griff man auf Double zurück.


Beginn 19:30 Uhr

23.04.2016 - LEIPZIG (Kinoorgel): "Safety Last!" (Harold Lloyd)
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Live an der Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig!

Heute 3 Vorstellungen (19:00 Uhr, 20:30 Uhr und 22:00 Uhr) anlässlich des Museumstages!



"Safety Last!" / "Ausgerechnet Wolkenkratzer"
Thrill-Comedy mit Harold Lloyd, USA 1923, ca. 75 min.
Regie: Fred Newmeyer

Harold Lloyd in seinem bekanntesten Stummfilm! Der amerikanische Traum, versinnbildlicht am Aufstieg eines jungen Jedermanns an einer Hochausfassade. Er trägt Strohhut und eine rundglasige Hornbrille. Unaufhaltsam klettert er hinauf, überwältigt Hindernisse wie Hunde am Fenster, Mäuse in der Hose, Mauervorsprünge oder plötzlich zum Fenster herausfahrende Malergerüste. Schließlich rettet er sich am Zeiger einer Fassadenuhr, hoch über der Straßenschlucht. Ein Bild, eingebrannt ins kollektive Gedächtnis - der Höhepunkt des Films SAFETY LAST (1923). Als er in die Kinos kam, waren Krankenschwestern anwesend, um den vielen Ohnmachtsanfällen im Publikum bei zu kommen. Tatsächlich ist jene Fassadenkletterei so packend und realistisch, dass noch heute, nach 90 Jahren Filmtrickentwicklung, die Finger schweißig werden. Die Szene wirkt vor allem deswegen so täuschend echt, weil sie es ist. Der Star Harold Lloyd befand sich tatsächlich mehr als zehn Stockwerke über den Straßen. Jedoch kletterte er an einer Kulisse, die perspektivisch günstig auf dem Dach eines Hochhauses aufgestellte war, welche aber selbst einige Stockwerke maß. Auch nutzte man insgesamt drei verschiedene Straßenfluchten als Hintergrund und Kulissen auf drei verschieden hohen Gebäuden. Diesen entlarvenden Tatsachen muss man entgegenstellen, das Lloyds akrobatische Kletterorgie wesentlich gehandicapt war: Lloyd fehlten Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. 1920, bei den Dreharbeiten zu HOUNTED SPOOKS (1920) sollte ein Gag-Foto mit einer falschen Bombe gestellt werden. Fataler Weise handelte es sich bei dem runden Objekt mit brennender Zündschnur in Lloyds Hand vor seinem Gesicht - er sollte sich damit eine Zigarette anzünden - um eine echte Bombe. Die Explosion sprengte Fenster und Türen heraus und riss ein Loch in die Decke - Lloyd war blutüberströmt. In der Klinik verbrachte er Tage der Ungewissheit. Das unwahrscheinliche Glück wollte es aber, dass Lloyd nach neun Monaten die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Auch die vorübergehende Erblindung war geheilt. Nur seine rechte Hand wurde seither mit einer Handschuh-Prothese vervollständigt. In Nahaufnahmen griff man auf Double zurück.


Beginn 19:00 Uhr

18.04.2016 - WEIMAR: "Die Nibelungen: Siegfried"
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im Lichthaus Kino Weimar!

"Die Nibelungen" Teil 1 "Siegfried"
von Fritz Lang, D 1922-24,
digital, 149 Minuten

Richard Siedhoff spielt frei nach der Originalmusik von Gottfried Huppertz!

Beginn 14:00 Uhr

15.04.2016 - ERFURT: "Panzerkreuzer Potemkin"
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

"Panzerkreuzer Potemkin"
SU 1925, Regie: Sergej Eisenstein
18fps, ca. 75 Minuten

Projiziert von einer originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt (!), mit englischen Zwischentiteln!

Sergej Eisensteins packender, zum 20. Jahrestag der Revolution von 1905 entstandener revolutionärer Revolutionsfilm schildert die Meuterei auf dem Panzerkreuzer "Fürst Potemkin von Taurin". In Eindrucksvollen Sequenzen und mitreißenden Details verfolgt der Zuschauer in 5 dramatischen Akten die Ereignisse eines frühen Kapitels der russischen Revolutionsgeschichte. Mehrfach zum besten Film aller Zeiten gekürt, überzeugt der Streifen auch heute noch nicht zuletzt durch seine erschütternde Montage wie in der berühmt gewordenen Massaker-Szene auf der Hafentreppe von Odessa. Mehr Kunst als Propaganda und ein Meilenstein der Filmmontage!

Beginn 20:15 Uhr

07.04.2016 - ERFURT: "Menschen am Sonntag"
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Im Alten Schauspielhaus Erfurt, Klostergang 4.

"Menschen am Sonntag"
D 1929, von Robert Siodmak und Billy Wilder
ca. 74 min

35mm-Kopie der restaurierte Fassung!

Robert Siodmaks semidokumentarischer Spielfilm gilt als eines der wichtigsten Werke der ausgehenden Stummfilmzeit und gehört sicherlich zu den berühmtesten Vertretern der "Neuen Sachlichkeit".

Ein Berliner Wochenende. Weinvertreter Wolf, Grammophon-Verkäuferin Brigitte, Taxifahrer Erwin und Mannequin Christel verabreden sich, fahren am Sonntag zum Strandbad Wannsee und verbringen ihre Freizeit mit Tretbootfahren, Picknick, Spaziergängen und Flirten.
Diese halbdokumentarische Collage schildert das Leben junger Menschen in der Metropole Berlin Ende der 1920er Jahre und gilt als einer der ersten Independentfilme und Vorläufer des Neorealismus. Die Mitglieder des Autorenkollektivs emigrierten später und machten in den USA Karriere. Einer der berühmtesten Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“ in der ausgehenden Stummfilmzeit.

Eintritt 7 / ermäßigt 5 Euro

Kartenvorverkauf WIESEL im Studentenzentrum Engelsburg,
Allerheiligenstr. 20/21, Mo–Fr 9 –18 Uhr, bis 5. April
Abendkasse ab 6. April 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Beginn 20:00 Uhr

25.03.2016 - MÜNCHEN: "Ich wurde geboren, aber"
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Live im Filmmuseum München!

"Ich wurde geboren, aber" ("Umarete wa mita keredo ...")
Japan 1932, 90 Minuten
Regie: Yasojiro Ozu

"Ich wollte einen Film über Kinder drehen, dabei entstand ein Film über Erwachsene"
Eine der favorites der Ozu-Gemeinde, über die Macht der Kinder. Sie halten die Mitschüler unter Kontrolle durch ihren magischen Bann und setzen dem Vater heftig zu, weil er sich zum Affen machen lässt von seinem Chef. Den FIlm sollte man mit seinen Kindern sehen, hat Frida Grafe empfohlen.




Beginn 21:00 Uhr

20.03.2016 - WEIMAR: Douglas Fairbanks: "Die drei Musketiere"
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im Lichthaus Kino Weimar


Douglas Fairbanks in

"Die drei Musketiere" ("The Three Musketeers")

Abenteuerfilm nach Alexandre Dumas
USA 1922, ca. 135 min
Regie: Fred Niblo, mit Douglas Fairbanks, Adolphe Menjou

16mm-Filmkopie bei 18 fps!

Douglas Fairbanks gilt als der größte Sensationdarsteller und Frauenschwarm des amerikanischen Stummfilms. Seine Abenteuerfilme wie „Der Dieb von Bagdad“ oder „Der schwarze Pirat“ schäumen über an Witz, Dramatik und bildgewaltigen Effekten.
„The Three Musketeres“ von 1921 dem athletischen Darsteller wie auf den Leib geschneidert. Der opulente Kostümfilm erzählt frei nach Dumas die Geschichte von D’Artagnan, der auf dem Weg nach Paris kein Fechtduell auslässt, schließlich in die Liebgarde der Musketiere von König Ludwig XIII. einsteigt und mit den drei Musiketieren Arthos, Aramis und Porthos die intriganten Pläne von Mylady De Winter zu vereiteln hat. Diese versucht zusammen mit Kardinal Richelieu natürlich König und Königin zu stürzen. Die Fäden spinnen sich bei der Jagd nach einer ausschlaggebenden Brosche bis nach England und so bestehen D’Artagnon und die drei Musketiere die halsbrecherischsten Abenteuer auf dem Land, auf dem Wasser und auf dem Pferd.



Beginn 19:30 Uhr

09.03.2016 - JENA: "Seven Chances"
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im Café Wagner, Jena

Projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!



Beginn 21:00 Uhr

03.03.2016 - BERLIN: Cinema Cantabile / Projekt Opernstummfilm
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im City Kino Wedding, Berlin (Müllerstraße 74, 13349 Berlin)


Cinema Cantabile -  Episode 1

Opernstummfilm

30% Kino - 30 % Don Giovanni - 30 % Royalty - 10% Risiko

„Cinema Cantabile“  verdichtet auf ungewöhnliche Art und Weise die Kunstform Oper mit dem Stummfilm. Es entwirft ein neues Genre, den Opernstummfilm, indem es zwei auf Rekonstruktion basierende Kunstformen neu kombiniert.

Ein Opernsänger erscheint auf der Kinoleinwand und singt Arien von Mozart und Donizetti. Man hört ihn nicht.  Ein Stummfilmpianist und ein Sänger synchronisieren das Filmbild des Sängers life im Kinosaal. Die Leinwand wird zur Kulisse, die Musik zur Sprache und die Bühne zum Film. Tradierte Machtverhältnisse in Oper und Kino werden durcheinander gewürfelt.

Die Performance „Cinema Cantabile “ entstand aus dem Bedürfnis heraus, eine Oper dort entstehen zu lassen, wo Menschen Chips essen, die dunkle Anonymität eines Zuschauerraumes genießen und sich voll auf eine Illusion einlassen. „Cinema Cantabile“ ist die erste Performance einer Opernstumm-filmreihe, der weitere Aufführungen in Kinosälen in ganz Europa folgen werden.

„Cinema Cantabile“ wird konzipiert und produziert von Agnes Fabich und Franziska Guggenbichler Beck.

Sänger: Andreas Neher (Staatsoper Berlin), Julian Twarowski
Stummfilmpianist: Richard Siedhoff


02.03.2016 - BERLIN: Laurel & Hardy
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Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Froschkönig", Schinkestraße 14, 12047 Berlin.

Stan Laurel & Oliver Hardy in drei frühen Kurzfilmkomödien:

Heute geht es bevorzugt um Hosen, egal, ob vom Leibe gerissen, besudelt oder mit Krebs darin: Erleben sie Laurel & Hardy als erfolglose Musiker in einer fulminanten Straßenschlacht, als Hotelportiers, die einen eitlen Prinzen im wahrsten Sinne des Wortes zu Fall bringen und als Sträflinge, die sich versehentlich auf das Baugerüst eines Wolkenkratzers begeben.


Beginn 20:30 Uhr

28.02.2016 - WEIMAR: "Nanuk, der Eskimo"
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im Lichthaus Kino Weimar


"Nanuk, der Eskimo"
von Robert Flaherty, Canada/USA 1922
ca. 83 Minuten
16mm!

Am Klavier: Richard Siedhoff
An der Oboe: Mykyta Sierov

Gleichermaßen zurückhaltend wie dramatisierend begleiten der ukrainische Oboist Mykyta Sierov und der Weimarer Stummfilmpianist Richard Siedhoff (beide Absolventen der Hochschule für Musik FRANZ LISZT, Weimar) den Film mit einer eigenen Musik. Der Dramaturgie des Films folgend werden dabei eigene stimmungstragende Motive zu einer konzipierten, akzentuierten Improvisation ausgeweitet.

Nanuk lebt mit seiner Familie als Nomade in der kanadischen Arktis. Er ernährt seine zwei Frauen, seine Kinder und sein Dutzend Schlittenhunde allein von der Jagd, die er mit archaischen Mitteln unter Lebensgefahr ausführt. Er jagt Walrösser und Seehunde mit dem Speer, angelt mit einer einfachen Holzangel Fische und fängt Schneefüchse mit den bloßen Händen. Überschüssiges Fleisch und Felle tauscht Nanuk bei weißen Händlern gegen Messer, Werkzeuge und Bonbons für die Kinder ein.

Die Familie besitzt nichts außer den Hunden, einem Schlitten, einem Kajak, einigen Werkzeugen und ihrer Kleidung aus Fellen. Die Nahrungsversorgung ist nie vollkommen sichergestellt und besonders im Winter ist das Nomadenleben hart: Auf der Suche nach Jagdgebieten reist die Familie mit dem Schlitten durch Wind und Wetter und baut sich Iglus für die Nacht. Trotz ihrer prekären Lebenssituation bewahren die Protagonisten stets ihre liebenswerte Fröhlichkeit. Selbst in den dramatischsten Momenten verläuft das Familienleben harmonisch, denn jeder weiß: Es ist nur möglich, gemeinsam zu überleben.

„Nanuk der Eskimo“ entstand als Ergebnis monatelanger Forschungsreisen im Auftrag der Canadian Northern Railway. Er zeichnet ein stark romantisiertes Bild des traditionellen Lebens der Inuit und bewegt sich dabei gekonnt zwischen lebensnahem Dokument und poetischer Fiktion.

Denn zum Entstehungszeitpunkt des Films ist das traditionelle Leben der Eingeborenen durch den Kontakt zur weißen Zivilisation längst stark verändert. Flaherty interessiert sich jedoch für das Leben der Inuit vor der Erschließung des Landes und geht daher nicht streng dokumentarisch vor, sondern lässt seine Protagonisten Szenen aus dem Alltag nachstellen, wie er einmal war. Er war der Erste, der dokumentarisch gefilmtes Material mit inszenierten Szenen zu einer Narration verband. Obwohl dieser Stil später wegweisend für die Genrekonventionen war – kaum ein Dokumentarfilm kommt heute ohne Reenactment aus -, wurde gerade an diesem erzählerischen Eingreifen auch Kritik laut. Um die ursprüngliche Lebensweise der Inuit darzustellen, ermutigte Flaherty Nanuk, der eigentlich Allakariallak hieß, Speere als Jagdinstrument zu nutzen, obwohl dieser damals bereits ein Gewehr besaß. Zudem gab Nanuk in einer Szene mit einem westlichen Händler vor, noch nie ein Grammophon gesehen zu haben …


Beginn 19:45 Uhr

26.02.2016 - ERFURT: Buster Keaton im wilden Westen u.a.
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Live im Café Franz Mehlhose, Erfurt!

Erleben Sie Buster Keaton u.a. im wilden Westen und als Sündenbock für einen Schwerverbrecher!

... projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:15 Uhr

11.02.2016 - BERLIN: Laurel & Hardy
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Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Hepcats' Corner", Schinkestraße 14, 12047 Berlin.

Stan Laurel & Oliver Hardy in drei frühen Kurzfilmkomödien:

Heute geht es bevorzugt um Hosen, egal, ob vom Leibe gerissen, besudelt oder mit Krebs darin:
Erleben sie Laurel & Hardy als erfolglose Musiker in einer fulminanten Straßenschlacht, als Hotelportiers, die einen eitlen Prinzen im wahrsten Sinne des Wortes zu Fall bringen und als Sträflinge, die sich versehentlich auf das Baugerüst eines Wolkenkratzers begeben.


Beginn 20:30 Uhr

10.02.2016 - JENA: "Panzerkreuzer Potemkin"
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im Café Wagner, Jena


"Panzerkreuzer Potemkin"
SU 1925, Regie: Sergej Eisenstein
18fps, ca. 75 Minuten

Projiziert von einer originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt (!), mit englischen Zwischentiteln!

Sergej Eisensteins packender, zum 20. Jahrestag der Revolution von 1905 entstandener revolutionärer Revolutionsfilm schildert die Meuterei auf dem Panzerkreuzer "Fürst Potemkin von Taurin". In Eindrucksvollen Sequenzen und mitreißenden Details verfolgt der Zuschauer in 5 dramatischen Akten die Ereignisse eines frühen Kapitels der russischen Revolutionsgeschichte. Mehrfach zum besten Film aller Zeiten gekürt, überzeugt der Streifen auch heute noch nicht zuletzt durch seine erschütternde Montage wie in der berühmt gewordenen Massaker-Szene auf der Hafentreppe von Odessa. Mehr Kunst als Propaganda und ein Meilenstein der Filmmontage!

Beginn 20:00 Uhr

07.02.2016 - WEIMAR: "Von morgens bis mitternachts"
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im Lichthaus Kino Weimar



"Von morgens bis mitternachts"

D 1920, nach Georg Kaiser
Regie: Karlheinz Martin
ca. 73 Minuten, restaurierte Fassung des Filmmuseums München!

Georg Kaisers expressionistisches Theaterstück "Von morgens bis mitternachts" über den Kassierer einer Bank, der eines Tages aus seiner bürgerlichen Existenz auszubrechen versucht, wurde von Regisseur Karlheinz Martin in einen konsequent expressionistischen Stummfilm umgesetzt. Die Radikalität seiner Inszenierung verschreckte seinerzeit die Kinobranche, so dass der Film keinen Verleiher fand und nie in die deutschen Kinos gelangte. Lediglich in Japan lassen sich Aufführungen nachweisen, und in Japan hat sich auch die einzige Kopie des Films erhalten, die vom National Film Center umkopiert wurde. Das Filmmuseum München hat den Film restauriert!


Beginn 19:30 Uhr

04.02.2016 - BERLIN: Charlie Chaplin
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Wir zeigen große Klassiker von Charlie Chaplin in ungekürzten Originalfassungen von 16mm-Kopien!

Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Hepcats' Corner", Schinkestraße 14, 12047 Berlin.

Beginn 20:30 Uhr

13.01.2016 - JENA: Charlie Chaplin
[mehr...]
im Café Wagner, Jena

Ein Abend mit Charlie Chaplin, projiziert von originalen 16mm-Filmkopien, ungekürzt und originalgetreu!

Beginn 20:00 Uhr

04.01.2016 - WEIMAR: "Das neue Babylon"
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im Lichthaus Kino Weimar


"Das neue Babylon" ("Nowi Wawilon")
von Grigori Kosinzew, Leonid Trauberg, SU 1929


Wir zeigen die originale deutsche Verleihfassung von eine frisch restaurierte 35mm-Filmkopie!

Ein ästhetisch packender Revolutionsfilm, der Kämpfe um die Französische Kommune als Sinnbild für das neue Russaland heranzieht. Und mitten im geschehen: Eine tragische Liebesgeschichte zwischen einem Soldaten und einer revolutionären Verkäuferin im Kaufhaus "Neues Babylon", die gegen die Tücken des Schicksals nicht bestehen kann.

- Russisches Kino in Reinkultur! -

Pawel Betrow-Bytow beklagt sich kurz nach der Uraufführung von "Das neue Babylon" in einem Aufsatz über die sowjetischen Filmschaffenden im Jahre 1929: „Die Leute, die das sowjetische Kino machen, sind zu 95 % von der gesellschaftlichen Wirklichkeit entfremdete Ästheten ohne Prinzipien. Kurz gesagt, keiner von ihnen hat Ahnung vom wirklichen Leben.“ An die Adresse von Schostakowitsch und Eisenstein gerichtet, fährt er fort: „Es tut mir leid, aber mit diesen Filmen – "Oktober" und "Das neue Babylo"n – kann man keine Massen führen, schon allein deshalb nicht, weil keiner sie sehen möchte.“

Die Regisseure „Kosinzew und Trauberg vertraten damals am reinsten die ‚poetische‘ Richtung des sowjetischen Films, die das erzählerische Prinzip für unwichtig erachtete, um statt dessen Situationen und Gefühle in komprimierter, aufs Grundsätzliche reduzierter Form darzustellen.“ (Ulrich Gregor/Enno Patalas)



Beginn 15:30 Uhr

21.12.2015 - WEIMAR: stumme Kurzfilme zum Kurzfilmtag!
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im Lichthaus Kino Weimar


stumme Kurzfilme zum Internationalen Kurzfilmtage - den kürzesten Tag des Jahres.
USA 1914-1925, ca. 90 Minuten
mit Charlie Chaplin, Buster Keaton, Snub Pollard, Billy Bevan, Felix the Cat u.v.a.
16mm

Anläßlich des internationalen Kurzfilmtages hat der Stummfilmpianist Richard Siedhoff ein Reihe von Kurzfilmklassikern der Stummfilmzeit ausgegraben. Neben Charlie Chaplin auf Rollschuhen und Buster Keaton als Sündenbock kommen auch Snub Pollard als Erfinder und Billy Bevan auf einer Südseeinsel zu Wort. Darüberhinaus sehen Sie Trickfilme mit Felix the Cat auf Bärenjagd, die Dinosuarierdame Gertie und Alice in Disney's Zeichentrick-Wunderland. Großes Kino, dass man so nicht mehr im Kino zu sehen bekommt, projiziert von analogen 16mm-Filmkopien! Ein höchst amüsanter Querschnitt durch die humoristische Frühphase des Kinos. Live am Klavier vertont von Richard Siedhoff.

Beginn 18:15 Uhr

20.12.2015 - WEIMAR: "Sherlock Jr." (von und mit Buster Keaton)
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im Lichthaus Kino Weimar



"Sherlock Jr."
von und mit Buster Keaton, USA 1924
Wir zeigen eine vollständige 16mm-Kopie bei 18 fps - ca. 60 Minuten!

Regie: Buster Keaton, Buch: Buster Keaton, Jean Havez, Joe Mitchell, Clyde Bruckman, Kamera: Elgin Lessley
mit Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Erwin Connelly, Ward Crane

Der unvergleichliche Filmkomiker Buster Keaton in einer seiner bemerkenswertesten Komödien, voll surrealer Situationen und bahnbrechender Filmtricks.In "Sherlock Jr." - die zweifellos genialste Selbstreflektion des noch jungen Mediums Kino an sich - träumt sich ein Filmvorführer und Möchtegern-Detektiv in einen Leinwandkrimi, in dem Unmögliches möglich ist und Fiktion zur Realität wird. Als eleganter wie halsbrecherischer Kriminalist deckt Sherlock Jr. eine Verbrecherbande auf, entgeht allerhand Fallen und gewinnt nach einer furiosen Verfolgungsjagd das Herz der Geliebten. Oder doch nicht?


Vorfilm:
"Cops"
von und mit Buster Keaton, USA 1922, ca. 22 Minuten
Wir zeigen eine 16mm-Kopie, die um einige Szenen ergänzt wurde!

Als Vorfilm zeigen wir Keatons fatalistischen Kurzfilm "Cops", in dem ein Möbeltransport in einer Polizeiparade zur zm absoluten Chaos führt.
Beide Filme in ungekürzten Originalfassungen! Richard Siedhoff die Meisterwerke am Klavier.



Beginn Abend Uhr

09.12.2015 - JENA: 16mm-Slapstick-Abend
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im Café Wagner, Jena.

Wir präsentieren von originalen 16mm-Filmkopien Stummfilmklassiker in Originalfassungen!

Beginn 20:00 Uhr

05.12.2015 - ERFURT: 16mm-Chaplin-Abend
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Im Café Franz Mehlhose, Erfurt.

Wir präsentieren von originalen 16mm-Filmkopien Stummfilmklassiker in Originalfassungen!

Beginn 20:15 Uhr

03.12.2015 - MÜNCHEN: "Der Tunnel"
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Live im Filmmuseum München!

Neu rekonstruierte Fassung!


"Der Tunnel"
Deutschland 1915 – R+B: William Wauer, nach dem Roman von Bernhard Kellermann – K: Axel Graatkjær – D: Friedrich Kayßler, Fritzi Massary, Hermann Vallentin, Rose Veldtkirch, Felix Basch – 85 min (20 B/s)

Das visionäre Projekt eines transatlantischen Eisenbahntunnels zwischen Europa und den USA soll die Reisezeit auf 24 Stunden verkürzen, doch menschliche und technische Katastrophen stellen das Unternehmen in Frage. DER TUNNEL verblüfft durch die raffinierte Nutzung realer Drehorte und den weitgehenden Verzicht auf special effects. Nur zwei Jahre nach Erscheinen des Bestsellerromans gedreht, behält diese erste Verfilmung des Buches dessen Perspektive bei und verlegt das gewaltige Vorhaben nicht in die Zukunft, sondern behandelt es als Gegenwartsereignis.

Bernhard Kellermanns Romanvorlage von 1913, von der schon nach einem halben Jahr 100.000 Exemplare verkauft waren, sollte bereits 1914 als großes Leinwandepos verfilmt werden, doch der Kriegsbeginn verhinderte dies. William Wauer übernahm das Projekt und schuf mitten im Krieg einen ehrgeizigen, kühnen Film mit völkerverbindender Botschaft. Nebenbei band er existierende Drehorte verblüffend in neue Sinnzusammenhänge ein und verwendete für den Tunnelbau dokumentarische Aufnahmen vom Bau der Berliner U-Bahn. DER TUNNEL enthält auch einen der seltenen Filmauftritte des legendären Operettenstars Fritzi Massary.

Die aktuelle Restaurierung dieses 100jährigen Werkes durch das Filmmuseum München wurde im Oktober auf den Giornate del Cinema Muto in Pordenone vorgestellt und ist nun erstmals hier zu sehen. Der Pianist Richard Siedhoff hat eigens dafür eine Begleitmusik komponiert, die bei der Aufführung am 3. Dezember live aufgezeichnet wird.

Karten zu € 6 (€ 5 für Mitglieder des Fördervereins MFZ) können Sie telefonisch unter 089-233-96450 vorbestellen.

Beginn 19:00 Uhr

21.11.2015 - FUNKENHAGEN: Kurzfilmabend
[mehr...]
im Blue Lizard, Funkenhagen!

Infos folgen ...


Beginn 19:00 Uhr

20.11.2015 - HALBERSTADT: Benefizkonzert "The General" (Buster Keaton)
[mehr...]
Der Förderverein der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslager (Langenstein-Zwieberge war eines der vielen Außenlager des KZ Buchenwald) Namenstafeln anzubringen, um den Opfern ihre Identität zurück zu geben.
-> https://foerderverein-langenstein-zwieberge.de/


"The General"
Komödie von und mit Buster Keaton, USA 1926
16mm-Filmkopie, ca. 80 Minuten, Originalfassung!

Synopsis
Buster Keatons humoristisches, antikriegerische Meisterwerk in der englischen Originalfassung. Ein Film voller Bewegung, Spannung und Ironie.
Im amerikanischen Bürgerkrieg: Eine spannende Verfolgungsjagd des Lokführers Johnnie nach seiner großen Liebe, seiner entführten Lok "General". Zufällig darauf gekidnappt: Seine geliebte Freundin. Doch das ahnt Johnnie gar nicht. Und als der Verfolger zum Verfolgten wird, wird die beiläufig Gerettete auch noch zum erhöhten Schwierigkeitsgrad, den Bürgerkrieg entscheidend zu beeinflussen. JohnnY: „If you loose, this war, don’t blame me!“

Beginn 19:00 Uhr

15.11.2015 - WEIMAR: "Broken Blossoms"
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar
(Programmänderung vorbehalten)


"Broken Blossoms"
USA 1919, ca. 90 Minuten
Regie: D. W. Griffith
mit Lilian Gish, Dinald Crisp Richard Barthelmess

16mm-Kopie!


Das Epochenmachende Meisterwerk von D. W. Griffith in ungekürzter Originalfassung!

Beginn 19:45 Uhr

14.11.2015 - ERFURT: 16mm-Slapstick-Abend
[mehr...]
Im Café Franz Mehlhose, Erfurt.

Gezeigt werden 16mm-Filmkopien!

Beginn 20:15 Uhr

11.11.2015 - JENA: 16mm-Slapstick-Abend
[mehr...]
im Café Wagner, Jena.

Wir präsentieren von originalen 16mm-Filmkopien Stummfilmklassiker in Originalfassungen!

Beginn 20:00 Uhr

07.11.2015 - LEIPZIG Kinoorgel: "The Navigator" (Buster Keaton)
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Live zu erleben: die Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig!
Eine Veranstaltung der Cinémathèque Leipzig.

Vorfilm: A SEA DOG’S TALE
(Del Lord, USA, 1926, ca. 12 Minuten, 16mm)

Wesentlich abgedrehter als in Buster Keatons eleganten, durch choreographierten Komödien geht es in diesem kurzen Streifen aus Mack Sennetts Slapstickfilmfabrik zu. Handlungsort ist die Insel Salami. Dort verliebt sich die Prinzessin Vanilla – mittels einer vom Wind daher gewehten Tageszeitung - in einen schmucken aber völlig mittellosen Hallodri und Herzensbrecher und gedenkt ihn zu heiraten. Ähnlich wie in Ernst Lubitschs DIE AUSTERNPRINZESSIN setzt der Herr Vater nun alle Hebel in Bewegung und schreckt auch nicht vor einem Kidnapping des künftigen Schwiegersohns zurück. Slapstick vom Gröbsten!


THE NAVIGATOR
(Buster Keaton, USA, 1924, ca. 80 Minuten, 16mm)

„Eine der köstlichsten Slapstick-Komödien der Filmgeschichte, voller genialer Gags, atemberaubender Artistik und märchenhaft versponnener Poesie.“ (Helmut Nieberle)

Aus einer Laune heraus beschließt Rollo, der weltfremde Millionär (Buster Keaton) die hübsche Nachbarstochter Betsy zu heiraten. Ohne mit der Angebeteten auch nur gesprochen zu haben, beauftragt er seinen Butler mit der Organisation der Hochzeit samt Flitterwochen auf Honolulu. Der Form halber doch noch gefragt, lehnt die Holde glattweg ab. Stur wie er ist, begibt sich Rollo allein auf die Reise. Durch Irrungen und Wirrungen findet sich die ihn Verschmähende zu beider Überraschung dann doch noch an Bord ein. Was folgt ist kein romantischer Spaziergang auf dem Sonnendeck des Lebens, sondern ein Kampf um’s Überleben. Die Gegner: Eine falsch gehisste Quarantäneflagge, schlechtes Wetter, ein Leck im Heck und Kannibalen. Betsy und Rollo haben alle Hände voll zu tun, insofern fasst der deutsche Verleihtitel BUSTER KEATON, DER MATROSE ÜBER, AUF UND UNTERM MEERE die Handlung ganz gut zusammen. Werden die beiden dennoch den sicheren Hafen der Ehe ansteuern?

Auch in diesem, seinem kommerziell erfolgreichsten Film, spielt Buster Keaton aka The Great Stone Face, den Mann, der nicht nur seine Gesichtsmuskeln perfekt zu kontrollieren versteht. Buster Keatons Humor kommt in der kreativen Bezwingung des Chaos v.a. im „Universum der Maschinen“ bestens zur Geltung. Nicht nur die von Rollo entwickelte Frühstücksmaschine mit Kettenreaktion sondern das ganze Abenteurer über, auf und unterm Meer ist letztlich ein gezielter Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums. (Claudia Cornelius)

Beide maritimen Komödien werden in der englischen Originalversion projiziert. Für THE NAVIGATOR liegen Zettel mit einer Übersetzung der Zwischentitel aus.

Die Veranstaltungsreihe Kinoorgel live findet im Großen Vortragsaal des GRASSI Museum Leipzig statt und ist eine Kooperationsveranstaltung des Cinémathèque Leipzig e.V. und des Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig. An der Welteorgel begleitet Richard Siedhoff, mit Einführungen von Thierry Gelloz und Claudia Cornelius.

Kinoorgel live-Eintrittspreise: 10,00 € / 8,00 € (ermäßigt) / 20,00 € (Familienkarte) / 6,00 € p.P. (Gruppenkarte ab 8 Personen) / 3,00 € (Kinder im Alter von 4 - 16 Jahren und Leipzig-Pass)

Beginn 18:00 Uhr

31.10.2015 - NIEDERROßLA: 16mm-Slapstick-Abend
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Kurzfilmprogramm im Rahmen der Niederroßlaer Kirchenmusiken!

Gezeigt werden u.a.

"Tha Bank" (Charlie Chpalin, 1915)
"Neighbours" (Buster Keaton, 1921)
"Alice On The Farm" (Walt Disney, 1923)

von originalen 16mm-Kopien!

Beginn 18:30 Uhr

21.10.2015 - JENA: 16mm-Slapstick-Abend
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im Café Wagner, Jena.

Wir präsentieren von originalen 16mm-Filmkopien Stummfilmklassiker in Originalfassungen!


Treffsicher vertont Richard Siedhoff Meisterwerke des humoristischen Stummfilms am Klavier. Projiziert von original 16mm-Filmkopien in englischen Originalfassungen.

Cineastische Perlen für jung und alt …

Wir haben in diesem Quartal vier Stummfilmabende mit Livevertonung im Programm. Welche es genau werden, ist noch nicht ganz klar. Richard, der die Filme auch wieder am Klavier begleiten wird, ist noch in den Archiven auf der Suche nach möglichst vollständigen und originalgetreuen Kopien.

Für die Vorführung der Stummfilme konnten wir wieder Nils gewinnen, der es uns ermöglicht 16 mm Projektoren einzusetzen. Wir haben an diesen Abenden analoge Technik im Einsatz.

Als Stummfilm wird seit der Verbreitung des Tonfilms in den 1920er-Jahren ein Film ohne technisch-mechanisch vorbereitete Tonbegleitung bezeichnet. Die Aufführung solcher Filme wurde zeitgenössisch fast ausnahmslos wenigstens musikalisch untermalt.

Zu allen Stummfilmen lief Musik, entweder in Form einer für den Film geschriebenen Partitur oder als Improvisation eines Musikers. Gespielt wurde meistens am Klavier. KLavierspieler in den Kinos wurden auch Tappeure genannt.


Eintritt: 5 € / 5,5 €

Beginn 20:00 Uhr

18.10.2015 - WEIMAR: "Das neue Babylon"
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im Lichthaus Kino Weimar



"Das neue Babylon" ("Nowi Wawilon")
von Grigori Kosinzew, Leonid Trauberg, SU 1929


Wir zeigen die originale deutsche Verleihfassung von eine frisch restaurierte 35mm-Filmkopie!

Ein ästhetisch packender Revolutionsfilm, der Kämpfe um die Französische Kommune als Sinnbild für das neue Russaland heranzieht. Und mitten im geschehen: Eine tragische Liebesgeschichte zwischen einem Soldaten und einer revolutionären Verkäuferin im Kaufhaus "Neues Babylon", die gegen die Tücken des Schicksals nicht bestehen kann.

- Russisches Kino in Reinkultur! -

Pawel Betrow-Bytow beklagt sich kurz nach der Uraufführung von "Das neue Babylon" in einem Aufsatz über die sowjetischen Filmschaffenden im Jahre 1929: „Die Leute, die das sowjetische Kino machen, sind zu 95 % von der gesellschaftlichen Wirklichkeit entfremdete Ästheten ohne Prinzipien. Kurz gesagt, keiner von ihnen hat Ahnung vom wirklichen Leben.“ An die Adresse von Schostakowitsch und Eisenstein gerichtet, fährt er fort: „Es tut mir leid, aber mit diesen Filmen – "Oktober" und "Das neue Babylo"n – kann man keine Massen führen, schon allein deshalb nicht, weil keiner sie sehen möchte.“

Die Regisseure „Kosinzew und Trauberg vertraten damals am reinsten die ‚poetische‘ Richtung des sowjetischen Films, die das erzählerische Prinzip für unwichtig erachtete, um statt dessen Situationen und Gefühle in komprimierter, aufs Grundsätzliche reduzierter Form darzustellen.“ (Ulrich Gregor/Enno Patalas)



Beginn Abend Uhr

15.10.2015 - BERLIN: "Go West" (Buster Keaton)
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Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Hepcats' Corner", Schinkestraße 14, 12047 Berlin.

"Go West"
von und mit Buster Keaton, USA 1925, ca. 70 Minuten
16mm-Kopie!




Beginn 20:00 Uhr

14.10.2015 - BERLIN: "Go West" (Buster Keaton)
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Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Froschkönig", Berlin.

"Go West"
von und mit Buster Keaton, USA 1925, ca. 70 Minuten
16mm-Kopie!




Beginn 20:00 Uhr

13.09.2015 - WEIMAR: "Dirnentragödie"
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im Lichthaus Kino Weimar
(Programmänderung vorbehalten)



"Dirnentragödie"

16mm-Filmkopie!
D 1927, ca. 80 Minuten, R: Bruno Rahn, B: Ruth Goetz, Leo Heller, Wilhelm
Braun, K: Guido Seeber D: Asta Nielsen, Hilde Jennings,
Oskar Homolka, Werner Pittschau, Hedwig Pauly-Winterstein.

Eine alternde Dirne lernt einen Studenten kennen, der sein Elternhaus verlassen hat, um auf eigenen Füßen zu stehen. Sie hilft ihm in der Hoffnung, durch ihn in ein bürgerliches Leben zu finden. Eine Konditorei will sie sich kaufen, und sich als ehrbare Frau eine bürgerliche Existenz aufbauen. Doch die Liebe des Mannes zu einer jungen Kollegin der Dirne zerstört alle Träume. Das Melodram verwandelt sich in einen Thriller. Einer der bekanntesten Asta-Nielsen- Stummfilme, beeindruckend in der Darstellung der Hauptrolle, stilistisch auf der Grenze zwischen Expressionismus und Realismus, im Lichthaus am Sonntag, den 13. September um 19:30 begleitet von Richard Siedhoff am Klavier!






Beginn 19:30 Uhr

05.09.2015 - MÜNCHEN: "Varieté"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München

"Varieté. Tragödie eines Artisten"
von E. A. Dupond, mit Emil Jannings und Lya de Putti

Restaurierte Fassung!
ca. 104 Minuten (bei 20 Bildern je Sekunde!)

Auf dem Gefängnishof ziehen die Häftlinge ihre eintönigen Runden. Da wird die Nr. 28, "Boss" Huller, aufgerufen, der Direktor erwartet ihn. Hullers Frau, die mit dem Kind noch immer auf ihn wartet, hat ein Gnadengesuch eingereicht. Viele Jahre sitzt Huller schon wegen Mordes, aber noch nie hat er bisher über die Beweggründe seiner Tat gesprochen. Nun beginnt er stockend zu erzählen.

Er war ein berühmter Trapezartist und konnte durch einen Unfall nicht mehr auftreten. Heruntergekommen fristete er sein Leben mit Frau und Kind als Schaubudenbesitzer mitten auf St. Pauli. Da bringen eines Tages Matrosen ein Mädchen zu ihm, sie ist jung und hübsch und darf als Tänzerin bei ihm auftreten. Er verliebt sich in die verführerische Berta-Marie, ihretwegen verlässt er sogar seine Familie. Beide finden ein Engagement im Wintergarten, wo sie mit dem Artisten Artinelli als Trio große Erfolge feiern. Doch als Huller erfährt, dass Berta-Marie ihn mit Artinelli betrügt, tötet er ihn und stellt sich der Polizei. Nach zehn Jahren im Gefängnis wird er nun freigelassen.



Beginn 21:00 Uhr

04.09.2015 - MÜNCHEN: "Auf den Hund gekommen"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München

"Auf den Hund gekommen" ("Chiny i Liudi")

Sowjetunion / Soviet Union 1929
Regie / Directed by: Yakov Protazanov, Mikhail Doller
Länge / Running time: 73 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)

Drei Erzählungen von Anton Tschechow in einem exzellenten Episodenfilm mit exquisiten Bildkompositionen, gutem Timing und zwei berühmten Darstellern des Moskauer Künstlertheaters in Hauptrollen: Mikhail Tarkhanov and Ivan Moskvin. Eine Frau aus der Unterschicht heiratet einen reichen Mann, ein Büroangestellter muss während einer Operaufführung dauernd niesen, ein Hündchen verursacht Aufregung und einen Polizeieinsatz. Alle drei Geschichten sind gleichwertig und ergänzen sich.

Protazanov and Mikhail Doller elegantly adapt three short stories by Anton Chekhov for this omnibus film. All three showcase a deftness of touch, whether in showing how a poorly treated young wife eclipses her older husband, the perpetual attempts of a civil servant to apologise for a sneeze or a dog whose bite is very much de


Beginn 18:30 Uhr

03.09.2015 - MÜNCHEN: "Dr. Satansohn" & "Erfahrene Frau gesucht"
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Stummfilmtage im Filmmuseum München

"Dr. Satansohn"
D 19
16, 44 min
mit Ernsut Lubitsch, Regie: Edmund Edel

"Erfahrene Frau gesucht" ("Synthetic Sin")
USA 1929, 72 min
R: William A. Seiter, mitColleen Moore


Beginn 19:00 Uhr

26.08.2015 - BERLIN: "Nanuk, der Eskimo"
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Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Froschkönig", Berlin.


"Nanuk, der Eskimo" ("Nanook of the North")
Ein Klassiker des Dokumentarfilms von Robert J. Flaherty, Canada 1922

Es musizieren:
Richard Siedhoff (Flügel) & Mykyta Sierov (Oboe)!

Beginn 20:30 Uhr

21.08.2015 - BERLIN: "The Navigator" (Buster Keaton)
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Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Hepcats' Corner", Schinkestraße 14, 12047 Berlin.



"THE NAVIGATOR"
Ein Meisterwerk der 'Sachlichen Komödie' von Buster Keaton

Regie: Buster Keaton
USA 1924, ca. 80 Minuten
Mit Buster Keaton und Kathryn McGuire

Wir zeigen den Film von einer wunderschönen, originalgetreuen 16mm-Filmkopie mit 18 fps!

Die erfindungsreiche Komödie um zwei reiche Nichtstuer, die sich nach turbulenten Verwicklungen nur zu zweit auf einem Ozeanriesen wiederfinden, der auf eine Kannibaleninsel zutreibt zählt zu den bemerkenswertesten Filmen des Komikers Keaton. Surreale Pointen, halsbrecherische Stunts und eine der ersten Unterwassersequenzen der Filmgeschichte hoben den Filmemacher in den Olymp der erfolgreichsten Filmemacher seiner Zeit. Wie schon bei Keatons letzten Kurzfilm „The Love Nest“ kommen auch bei „The Navigator“ Freunde schwarzen Humors auf ihre Kosten.

Beginn 20:30 Uhr

16.08.2015 - WEIMAR: Max Davidson Comedies
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im Lichthaus Kino Weimar
passend zum Yiddish Summer Weimar



Kurzfilmkomödien mit Max Davidson! USA 1927/28

"Why Girls Say No"
"Jewish Prudence"
"Call of the Cuckoo"
"Pass the Gravy"

Restaurierte Fassungen des Filmmuseum Münchens!


Jiddische Kurzfilmkömodien, die das Leben jüdischer Kleinbürger in den USA liebvoll und ironisch portraitieren.

"1927 entstand so die Max-Davidson-Comedy-Serie um den jüdischen Familienvater einer jener typischen Immigranten-Familien, die sich im amerikanischen Alltag zu behaupten suchten. Ständig getrieben von der Angst, den mühsam erworbenen Lebensstandart zu verlieren, und stets bereit zur Verteidigung der traditionellen Werte in einer modernen Welt, die seine eigenen Kinder prägt, war Davidson die ideale Identifikationsfigur für das Heer von Immigranten in den USA. Dank der Mitwirkung von Könnern wie Stan Laurel, Leo McCarey, Oliver Hardy, Charley Chase und F. Richard Jones entstanden 17 Kurzfilme, kleine Meisterwerke der Filmkomödie, die nicht zuletzt auch wegen ihres sehr speziellen jüdischen Humors ihresgleichen suchen. (...) Erst vor einigen Jahren wurden Davidsons Filme wiederentdeckt, sein Kurzfilm Pass the Gravy gilt seitdem als eine der komischsten und best-konstruierten Komödien der Filmgeschichte." (Stefan Drössler)





Beginn 20:00 Uhr

09.08.2015 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Der Kaufmann von Venedig"
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Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 31. Bonner Sommerkino!

im Landesmuseum Bonn!

"Der Kaufmann von Venedig"

Deutschland / Germany 1923
Regie / Directed by: Peter Paul Felner
Länge / Running time: 83 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)

Eine mit großer Starbesetzung zum Teil an Originalschauplätzen in Venedig inszenierte Verfilmung von Shakespeares Drama um den jüdischen Geldverleiher Shylock, der sich seinem Schuldner gegenüber für die Unterdrückung durch die Christen zu rächen versucht. Der heute weitgehend in Vergessenheit geratene Film hat sich nur in einer leicht gekürzten englischen Exportfassung unter dem Titel THE JEW OF MESTRI erhalten und wurde vom Filmmuseum München restauriert.

Tageskarten 7 €, ermäßigt 5 €, Reservierung unter 0228/47 85 68 oder bonn@film-ist-kultur.de

Beginn 15:00 Uhr

09.08.2015 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Die Abenteuer des Villar"
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Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 31. Bonner Sommerkino!

"Die Abenteuer des Villar" ("I Peripeties Tou Villar")

Griechenland / Greece 1926
Regie / Directed by: Joseph Hepp
Länge / Running time: 23 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)

Der früheste erhaltene griechische Film mit Spielhandlung zeigt den seinerzeit populären Komiker Nikolaos Sfakianos, der sich in eine Frau verliebt und ihr durch ganz Athen nachjagt. Gedreht an Originalschauplätzen besitzt die sich an amerikanischen Vorbildern orientierende Slapstickkomödie heute auch dokumentarische Qualitäten. Vor der Akropolis erleben wir eine traditionelle griechische Hochzeitsfeier, die zu einem grotesken, surreal übersteigertem Geschehen stilisiert wird.

Nikos Sfakianakis was a popular Greek comedian who made films as a character called Villar, modelled on more than one American archetype. This film was directed by Joseph Hepp, a Hungarian who had come to Athens as a cameraman for Pathé several years earlier. The slapstick chasing begins when romance interferes with Villar’s new job. The ensuing adventures take him (and the audience) to many of the more noteworthy sightseeing locations.

Beginn 21:00 Uhr

08.08.2015 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Auf den Hund gekommen"
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Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 31. Bonner Sommerkino!


"Auf den Hund gekommen" ("Chiny i Liudi")

Sowjetunion / Soviet Union 1929
Regie / Directed by: Yakov Protazanov, Mikhail Doller
Länge / Running time: 73 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)

Drei Erzählungen von Anton Tschechow in einem exzellenten Episodenfilm mit exquisiten Bildkompositionen, gutem Timing und zwei berühmten Darstellern des Moskauer Künstlertheaters in Hauptrollen: Mikhail Tarkhanov and Ivan Moskvin. Eine Frau aus der Unterschicht heiratet einen reichen Mann, ein Büroangestellter muss während einer Operaufführung dauernd niesen, ein Hündchen verursacht Aufregung und einen Polizeieinsatz. Alle drei Geschichten sind gleichwertig und ergänzen sich.

Protazanov and Mikhail Doller elegantly adapt three short stories by Anton Chekhov for this omnibus film. All three showcase a deftness of touch, whether in showing how a poorly treated young wife eclipses her older husband, the perpetual attempts of a civil servant to apologise for a sneeze or a dog whose bite is very much dependent on who owns the dog. The Moscow Art Theatre cast, especially Ivan Moskvin, give memorable performances.

Beginn 21:00 Uhr

06.08.2015 - Internationale Stummfilmtage BONN: "The Battle Of The Century"
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Im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage Bonn - 31. Bonner Sommerkino!

Laurel & Hardy in
"The Battle of the Century"

USA 1927, ca. 15 Minuten
Regie / Directed by: Clyde Bruckman
Länge / Running time: 16 min
Musik / Music by: Richard Siedhoff (piano)

Ein legendärer Klassiker mit Stan Laurel und Oliver Hardy, der heute nur noch fragmentarisch existiert. Nach einem erfolglosen Versuch von Manager Ollie, Stan als Boxer zu vermarkten, verursachen die beiden am nächsten Tag auf offener Straße einen Aufruhr, der in einer riesigen Tortenschlacht endet. Ein herbeigeeilter Polizist schaut ungläubig zu. Anhand des Originalskripts des Films hat das Filmmuseum München die fehlenden Teile durch Fotos und Zwischentitel ergänzt.

This early Laurel and Hardy teaming is still missing half a reel, but it was nearly a lost film altogether. An opening about Stan as a boxer managed by Ollie turns, by way of an attempted insurance scam, into the greatest pie fight in film history, involving over three thousand pies. The sharp-eyed in the audience may be able to spot half of a later comedy team as an extra during the boxing match: Lou Costello.

Beginn 21:00 Uhr

23.07.2015 - ERFURT: "Das Cabinet des Dr. Caligari"
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im SPEICHER Erfurt.


"Das Cabinet des Dr. Caligari"

Deutschland, 1919, 73 Minuten
Regie: Robert Wiene
Buch: Carl Mayer, Hans Jannowitz
Darsteller: Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, Friedrich Feher

16mm-Filmkopie, 18 fps!

Zweifellos muss „Das Cabinet des Dr. Caligari“ als eines der gewagtesten und radikalsten Filmkunstwerke der Filmgeschichte gelten. Doch wie kam es zu diesem Bruch und der radikalen Ausnutzung der modernen Kunst im Film? Nach dem ersten Weltkrieg befand sich Deutschland in tiefer inneren Unruhe, Verzweiflung und Angst. Doch führte der Zusammenbruch des Autokratismus des Wilhelminischen Deutschlands auch zur ersten großen Blüte des Deutschen Films und zu dessen größerer Reputation auch im Ausland. Ebenso hatte der Krieg dem noch jungen Medium Film  als Propagandamittel zu erheblichen Aufschwung verholfen - auch die „Ufa“ wurde ursprünglich als Propagandawerkstatt gegründet. Neben banalen Kolportagestoffen und belanglosen Lustspielen war es nun die Kunst, die nach dem Krieg Einzug auf die Leinwand hielt. Architekten, Maler, Theaterleute, Schauspieler und Autoren zog es zum Film.

Inhalt:
Ein junger Mann, Francis, erzählt seine Geschichte:  Auf dem Jahrmarkt in der Kleinstadt Holstenwall gastiert auch der mysteriöse Wanderschausteller Dr. Caligari. Sein Schauobjekt ist Cesare, ein Somnambuler, den Dr. Caligari nicht nur als Medium der Wahrsagung benutzt, sondern auch des Nachts durch ihn scheinbar unwillkürlich ihm unliebsame Zeitgenossen erdolchen lässt. Als Francis‘ Nebenbuhler und bester Freund Alan den baldigen Tod vorausgesagt bekommt und am nächsten Morgen er-dolcht aufgefunden wird, kommt Francis dem tyrannischen Dr. Caligari zielsicher auf die Spur und entlarvt ihn als wahnsinnigen Direktor einer naheliegenden Irrenanstalt.
Doch am Ende wird die Geschichte selbst entlarvt - denn wer ist eigentlich Francis?

Beginn 22:00 Uhr

12.07.2015 - WEIMAR: "Orlac's Hände"
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"ORLAC'S HÄNDE"

Ein Thriller von Robert Wiene
Österreich, 1924, ca. 90 Minuten, 35mm-Filmkopie

Regie: Robert Wiene
mit: Conrad Veidt, Fritz Kortner, Alexandra Sorina

Richard Siedhoff begleitet diesen Klassiker der Filmkunst im Lichthaus am Klavier
mit seine 2013 für die 29. Internationalen Stummfilmtage Bonn komponierten Musik.

Gezeigt wird die restaurierte Fassung von einer 35mm-Filmkopie!

Lichtbild-Bühne, Nr. 6, vom 7.  Februar 1925:
"Der Premierenerfolg war unbestritten stark. Conradt Veidt wurde oft gerufen; was er gab war eine ausgezeichnete Virtuosenleistung, (...) Das Buch hat zweifellos starke filmische Qualitäten, die der Regisseur Dr. R. Wiene sehr gut herauszuholen wußte; besonders, soweit es sich darum handelte, die Stimmung des irrealen, um nicht zu sagen visionären Elementes zu treffen, das ja in dem Werke vorherrschend ist. Am Schluß kommt, als große Überraschung, der Umschwung aus dem Irreal-Phantastischen ins Real-Kriminelle. Die einheitlich künstlerische Linie des Werkes wird zwar dadurch gestört, doch ist kaum anzunehmen, daß dieser Schluß der Publikumswirksamkeit des Films Abbruch tun wird, eher scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Die Fabel: Ein berühmter Pianist hat durch ein Eisenbahnunglück beide Hände verloren. Ärztliche Kunst ersetzt sie durch diejenigen eines ungefähr gleichzeitig exekutierten Mörders. Orlac droht an dem furchtbaren Bewußtsein, Mörderhände zu tragen psychisch und physisch zugrunde zu gehen. (...) Die angebliche Spukerscheinung aber, die, scheinbar mit künstlichem Kopf umgehend, Orlac in Verzweiflung trieb, ist der wirkliche reale Mörder. (...) Den Mörder spielt Kortner, am stärksten in der galgenhumorigen Drastik der Entlarvungsszene."


Beginn 20:00 Uhr

05.06.2015 - WEIMAR: "Variete"
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im Lichthaus Kino Weimar



"Varieté. Tragödie eines Artisten"
von E. A. Dupond, mit Emil Jannings und Lya de Putti

Restaurierte Fassung!
ca. 110 Minuten (bei 20 Bildern je Sekunde!)

Auf dem Gefängnishof ziehen die Häftlinge ihre eintönigen Runden. Da wird die Nr. 28, "Boss" Huller, aufgerufen, der Direktor erwartet ihn. Hullers Frau, die mit dem Kind noch immer auf ihn wartet, hat ein Gnadengesuch eingereicht. Viele Jahre sitzt Huller schon wegen Mordes, aber noch nie hat er bisher über die Beweggründe seiner Tat gesprochen. Nun beginnt er stockend zu erzählen.

Er war ein berühmter Trapezartist und konnte durch einen Unfall nicht mehr auftreten. Heruntergekommen fristete er sein Leben mit Frau und Kind als Schaubudenbesitzer mitten auf St. Pauli. Da bringen eines Tages Matrosen ein Mädchen zu ihm, sie ist jung und hübsch und darf als Tänzerin bei ihm auftreten. Er verliebt sich in die verführerische Berta-Marie, ihretwegen verlässt er sogar seine Familie. Beide finden ein Engagement im Wintergarten, wo sie mit dem Artisten Artinelli als Trio große Erfolge feiern. Doch als Huller erfährt, dass Berta-Marie ihn mit Artinelli betrügt, tötet er ihn und stellt sich der Polizei. Nach zehn Jahren im Gefängnis wird er nun freigelassen.





Beginn 18:30 Uhr

02.06.2015 - MÜNCHEN: "Der heilige Berg"
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Im Filmmuseum München

STUMMFILM mit Live-MUSIK

Richard Siedhoff spielt die Originalkomposition (1926) von Edmund Meisel zu

"DER HEILIGE BERG"

Regie: Arnold Fanck
Darsteller: Leni Riefenstahl, Luis Trenker
Deutschland 1926, ca. 106 Minuten, 35mm-Kopie, viragiert

am 2. Juni / um 21:00 Uhr / im Filmmuseum München

Innerhalb der Reihe "Filmmusik von Edmund Meisel" erklingt Meisels grandiose Originalmusik live zum Film. Da die opulente Orchesterfassung (die u.a. mit Wind-, Wasser- und anderen Geräuschmaschinen aufwartete) leider als verschollen gilt, interpretiert Richard Siedhoff die erhaltene originale Klavierdirektion, die er auf die restaurierte Filmfassung einrichtete, am Flügel. Von "Neutöner" Meisels Musiken ist "Der heilige Berg" vielleicht seine romantischste Komposition. Hier verbinden sich in einer stringenten leitmotivischen Struktur schwelgerische, sich durch alle Tonarten ziehende Themen mit jenen derben Dissonanzen und Effekten, für die Meisel berüchtigt war. Auch in der Klavierfassung ein hörens- und sehenswertes Erlebnis.


Arnold Fanck kann als einer der frühesten Autorenfilmer Deutschlands gezählt werden, dessen improvisiert-inszenatorischer Einfallsreichtum, gewagt neue Bildästhetik und dokumentarisch-dynamische Montagefähigkeit, ihn bald zur Ufa lockten. 1929 arbeitete er gar mit dem großen Georg Wilhelm Pabst zusammen an dem Film „Die weiße Hölle vom Piz Palü“, in dem sich der nächtliche Pechfackelzug vom „Heiligen Berg“ (1925/26), diesmal im Gletschereis-Labyrinth, wiederholte. Fanck sprengte die Konvention der Filmindustrie, filmte bei Gegenlicht, aus ungewöhnlichen Perspektiven und schnallte die Kamera gar auf Skier um den Kinozuschauer mit auf die Piste zu nehmen. Fanck „führte Regie mit Gletschern, Stürmen und Lawinen“, darin war er seinerzeit konkurrenzlos. In der symbolhaften Einflechtung von Naturbildern in anderen Szenen zeigt sich die Verwandtschaft zu Regisseuren wie Friedrich Wilhelm Murnau oder Filmen wie „Sylvester“ (1923) von Lupu Pick. „Die Naturaufnahmen (…) sind zum Teil wundervoll. Das Meer leuchtet wie noch kaum je auf der Leinwand. Ein Skirennen in allen seinen Phasen ist mit unerhörter Vehemenz gefilmt (…) Auch das Wallen der Wolkenschübe ist mustergültig verzeichnet. - In einigen Photographien ist leider der Ungeist der Handlung gefahren. Sie sind Kunstdrucke auf Glanzpapier, und zu den dargestellten Naturobjekten hat der Operateur vorher: ‚Bitte recht freundlich‘ gesagt.“  (Kracauer, FZ vom 4. März 1927) Gefilmt wurde an Originalschauplätzen in den Alpen. Die Darsteller waren meist Amateur-Schauspieler, jedoch Profi-Bergsteiger. Auch die Kameramänner mussten extrem belastbar und sportlich sein. Eigentlicher Hauptdarsteller in Fancks Filmen ist schließlich aber immer wieder die Natur mit ihrer ungebändigte Gewalt und mystischen Schönheit; Thema das schicksalhafte Erliegen des in die Natur vordringenden Menschen.


Siegfried Kracauer, Frankfurter Zeitung vom 4. März 1927:
Das Mädchen muss immer tanzen, als Kind schon am Meer mit den Wogen, später im Hochgebirge, wo sie sich das Reine und Schöne und Gott weiß was ersehnt. Dort trifft sie ihn, den Herrlichsten von allen, der den ganzen Tag auf den Bergen herumrennt, weil sie so hoch sind und so keusch und Gott weiß was. Ein pathologischer Fall, die Hochtouristen sollten sich solche Karikaturen verbitten. Das rhythmisch-gymnastische Mädchen fragt ihn, was er dort oben suche. „Mich selbst!“ Auch die übrigen Bildtexte tönen von innen. Den Narren treibt es mit einem Freund, auf den eifersüchtig zu sein der Autor ihm verschreibt, eine Nordwand hinan, in deren Mitte er irrsinnig wird und von Eisdomen träumt. Und Pippa tanzt derweil unten und das alte Mütterchen weint. Dass die zwei auf ihrer Nordwand am Ende erfrieren, ist die gerechte Rache der Berge für ihre Schändung.

Beginn 21:00 Uhr

16.05.2015 - ERFURT: Stummfilmabend
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Im Café Franz Mehlhose, Erfurt:

Erleben Sie von originalen 16mm-Filmkopien Klassiker des humoristischen Stummfilms in ungekürzten Originalfassungen!

Richard Siedhoff vertont die Filme am Piano.


 
Ursprünglich wurde die Reihe "sechzehn.mm" im Rahmen des Projekts "16mm - Europa bewegt mehr als du denkst" von Erfurter Studenten ins Leben gerufen, die wöchentlich Donnerstags bedeutende Werke der Filmgeschichte im 16mm Format zeigten.
 
Da die Serie ausgezeichnet in die Zeit der Gründung von FRANZ MEHLHOSE um den Anfang des 20. Jahrhunderts passt, haben wir den Pianisten Richard Siedhoff eingeladen, ein paar seiner Schätze mitzubringen und sie live zu begleiten. Der ganze Abend ist eine Reise in die Zeit der innovativen Komödianten, ratternden Projektoren und Faszination für das aufregende Medium Kino.
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 7€/5€ ermäßigt


Beginn 20:15 Uhr

13.05.2015 - BERLIN: "The Navigator" (von und mit Buster Keaton)
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eine Vereinsveranstaltung von Laufende Bilder e.V.
im Froschkönig Berlin, Weisestraße 17, 12049 Berlin

"The Navigator"
von und mit Buster Keaton, USA 1924, ca. 80 Minuten
16mm, 18 fps


Synopsis
Die erfindungsreiche Komödie um zwei reiche Nichtstuer, die sich nach turbulenten Verwicklungen nur zu zweit auf einem Ozeanriesen wiederfinden, der auf eine Kannibaleninsel zutreibt zählt zu den bemerkenswertesten Filmen des Komikers Keaton. Surreale Pointen, halsbrecherische Stunts und eine der ersten Unterwassersequenzen der Filmgeschichte hoben den Filmemacher in den Olymp der erfolgreichsten Filmemacher seiner Zeit. Wie schon bei Keatons letzten Kurzfilm „The Love Nest“ kommen auch bei „The Navigator“ Freunde schwarzen Humors auf ihre Kosten.
Ein selten gezeigter Film, projiziert von einer wunderschönen 16mm-Filmkopie in englischer Originalfassung. Ein Abend unter dem Motto Buster Keaton spielt Schiffe Versenken.

Beginn 21:00 Uhr

10.05.2015 - WEIMAR: "Sunrise" (von F. W. Murnau)
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im Lichthaus Kino Weimar

"Sunrise. Song of Two Humans"
von F. W. Murnau, nach Hermann Sudermanns Kurzgeschichte "Die Reise nach Tilsit"
USA 1926/27
ca. 97 Minuten



Während eines Urlaubs auf dem Land beginnt eine Städterin eine Affäre mit einem Bauern. Sie drängt den Mann, mit ihr in die Stadt zu ziehen. Seinen Hof soll er verlassen – und seine Frau im nahe gelegenen See ertränken. Während eines Bootsausflugs will der Bauer den Mordplan in die Tat umsetzen. Doch es kommt anders: die Bäuerin flüchtet aus dem Boot vor ihrem Mann, der endlich erkennt, was er um ein Haar angerichtet hätte. Mit der Straßenbahn fahren die beiden in die Stadt. Sie versöhnen sich und verleben einen fröhlichen, unbeschwerten Tag. Auf dem Heimweg geschieht jedoch ein Unglück: Das Boot des Ehepaars kentert während eines Sturms, die Frau bleibt trotz einer Suchaktion verschwunden. Kurz darauf taucht seine Geliebte aus der Stadt auf, im Glauben, der Mann habe tatsächlich seine Frau ermordet. Voller Hass stürzt er sich auf sie. Doch im letzten Moment ereilt ihn die Nachricht, dass seine Frau überlebt hat und er lässt von der Städterin ab. Die Städterin verlässt daraufhin den Ort und der Mann und seine Frau werden glücklich wiedervereint.

Beginn Abend Uhr

09.05.2015 - LEIPZIG Kinoorgel: "Orlac's Hände"
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Live an der Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig

"Orlac's Hände"
Österreich 1925, deutsche Zwischentitel, 100 min, Regie: Robert Wiene
mit Conrad Veidt, Alexandra Sorina, Fritz Kortner

Format:16mm

Der Chopinverehrer und Konzertpianist Paul Orlac verliert in einem Zugunglück beide Hände. Auf das Flehen seiner Gattin - „seine Hände sind sein Leben“ - hin unternimmt der gerufene Chirurg ein riskantes medizinisches Experiment und implantiert Orlac die Hände eines Verstorbenen. Im Laufe des Genesungsprozess gelangt der Pianist zu dem Schluss, dass die neuen Hände nicht nur einem Mörder gehörten, sondern auch ein Eigenleben führen und ihm zu Mord und Totschlag drängen wollen. Doch nicht nur die Hände der titelgebenden Hauptfigur, sondern auch jene der Ehefrau, ihrer Dienerin, der Gläubiger und der Ärzte wissen die Kameramänner Hans Androschin und Günther Krampf geschickt in Szene zu setzen. Wie viele Filme dieser Epoche wird ORLACS HÄNDE sowohl von einer übermächtigen Vaterfigur als auch von einer „Parade von Tyrannen, Verrückten, Schlafwandlern, wahnsinnigen Wissenschaftlern“ (Thomas Elsaesser) bevölkert. Conrad Veidt, der 1942 als Major Strasser in CASABLANCA auftreten sollte, lieferte als Orlac eine beachtliche schauspielerische Leistung, indem er gegen seine eigenen Hände wie gegen die eines Fremdkörper anspielte. In ihrem zum Standardwerk avancierten Buch Die dämonische Leinwand beschreibt die berühmte Filmkritikerin Lotte Eisner die Gestik des Schauspielers wie folgt: „In [...] Orlacs Hände erreicht er (Conrad Veidt) die intensivste Expression des Unheimlichen: der langsam zum Wahnsinn getriebene Orlac, [...] vollführt mit einem Messer, dem diese Hände nicht entrinnen können, zuckende Bewegungen. Die arabeskenhaften Körperwindungen von Veidt nehmen eine unerhörte Vehemenz an, das expressionistisch Tänzerische übersteigert sich." Neben dieser an Max Reinhardts Theater und das russische Ballett erinnernde Schauspielleistung sind sowohl das Setdesign der Handlungsorte Stadtvilla, Zeitungskiosk, Kaffeehauses und Heuriger als auch die kontrastive Lichtgestaltung im besonderen Maße expressionistisch stilisiert. Robert Wiene schrieb mit seinen zwei Stummfilmen ORLACS HÄNDE und DAS KABINETT DES DR. CALIGARI Filmgeschichte. Die beiden expressionistischen Filme werden heute zu den kinematographischen Meilensteinen des Weimar Cinema, d.h. zum Goldenen Zeitalter des deutschen Films, gezählt und sind Bestandteil des Stummfilmkanons. (Claudia Cornelius)

Kinoorgel live ist eine Kooperationsveranstaltung der Cinémathèque Leipzig und des Grassi Museums. An der Welteorgel spielt Richard Siedhoff, in die Geschichte der Orgel führt Veit Heller, wissenschaftlicher Mitarbeiter vom GRASSI Museum für Musikinstrumente ein. Mit einer Filmeinführung von Claudia Cornelius.

Beginn 18:00 Uhr

06.05.2015 - JENA: "The Cat and the Canary"
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im Café Wagner, Jena



"The Cat & The Canary" von Paul Leni, USA 1927, ca. 100 Minuten
16mm, Originalfassung!

Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang... Paul Lenis Wegbereiter des Horrorfilms in ungekürzter Originalfassung!

Beginn 21:00 Uhr

27.04.2015 - WEIMAR: "Unheimliche Geschichten" (Seminar-Veranstaltung)
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im Lichthaus Kino Weimar

In Zusammenarbeit mit der Bauhaus Universität Weimar

"Unheimliche Geschichten"
ein schauriger Episodenfilm von Richard Oswald, Dtl. 1919, ca 90 Minuten.

Beginn 15:30 Uhr

20.04.2015 - WEIMAR: "Broken Blossems" (Seminar-Veranstaltung)
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im Lichthaus Kino Weimar

In Zusammenarbeit mit der Bauhaus Universität Weimar

"Broken Blossoms"
eine Drama von D. W. Griffith, USA 1919, ca 90 Minuten.
von einer originalen 16mm-Filmkopie!

Das Epochenmachende Meisterwerk von D. W. Griffith in ungekürzter Originalfassung!

Beginn 15:30 Uhr

17.04.2015 - ERFURT: Stummfilmabend
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Im Café Franz Mehlhose, Erfurt:

Erleben Sie von originalen 16mm-Filmkopien Klassiker des humoristischen Stummfilms in ungekürzten Originalfassungen!

Richard Siedhoff vertont die Filme am Piano.


 
Ursprünglich wurde die Reihe "sechzehn.mm" im Rahmen des Projekts "16mm - Europa bewegt mehr als du denkst" von Erfurter Studenten ins Leben gerufen, die wöchentlich Donnerstags bedeutende Werke der Filmgeschichte im 16mm Format zeigten.
 
Da die Serie ausgezeichnet in die Zeit der Gründung von FRANZ MEHLHOSE um den Anfang des 20. Jahrhunderts passt, haben wir den Pianisten Richard Siedhoff eingeladen, ein paar seiner Schätze mitzubringen und sie live zu begleiten. Der ganze Abend ist eine Reise in die Zeit der innovativen Komödianten, ratternden Projektoren und Faszination für das aufregende Medium Kino.
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 7€/5€ ermäßigt


Beginn 20:15 Uhr

12.04.2015 - WEIMAR: "The Kid Brother" (mit Harold Lloyd)
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im Lichthaus Kino Weimar



Harold Lloyd in

"The Kid Brother"

Regie: Ted Wilde, Lewis Milsestone
Kamera: Walter Lundin
Darsteller: Harold Lloyd, Jobyna Ralston, Walter James, Constantine Romanoff, Eddie Boland
16mm


Einer der schönsten, unterhaltsamsten und spannendsten Komödien Harold Lloyds. Einer der großen, oft übersehenen Klassiker des amerikanischen Stummfilms!

Harold, der jüngste von drei Sheriff-Söhnen, holt versehentlich eine dubiose Medicin-Show, eine Quacksalberbande in die amerikanische Kleinstadt Hickoryville. Harold verliebt sich natürlich in die unschuldig mitgeführte Akteurin Mary. Sehr zum Ärger seines Vaters und seiner großen Brüder, denn denen wird plötzlich eine wesentliche Summe aus der städtischen Kasse gestohlen. Die Bewohner wettern gegen die Sheriff-Familie Hickory, deren Haussegen nun sowieso schief hängt. Doch in einem finalen Schlusskampf auf einem sinkenden Wrack kann Harold indes den Übeltäter der Truppe dingfest machen, die gestohlene Summe sicher stellen und damit seine und die Reputation der Familie im Ort wieder herstellen.

Gezeigt wird eine wunderschöne 16mm-Filmkopie!

Beginn 19:30 Uhr

03.04.2015 - BERLIN: "The Kid Brother" (mit Harold Lloyd)
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Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V.
im "Hepcats' Corner", Schinkestraße 14, 12047 Berlin.


Harold Lloyd in

"The Kid Brother"

Regie: Ted Wilde, Lewis Milsestone
Kamera: Walter Lundin
Darsteller: Harold Lloyd, Jobyna Ralston, Walter James, Constantine Romanoff, Eddie Boland
16mm


Einer der schönsten, unterhaltsamsten und spannendsten Komödien Harold Lloyds. Einer der großen, oft übersehenen Klassiker des amerikanischen Stummfilms!

Harold, der jüngste von drei Sheriff-Söhnen, holt versehentlich eine dubiose Medicin-Show, eine Quacksalberbande in die amerikanische Kleinstadt Hickoryville. Harold verliebt sich natürlich in die unschuldig mitgeführte Akteurin Mary. Sehr zum Ärger seines Vaters und seiner großen Brüder, denn denen wird plötzlich eine wesentliche Summe aus der städtischen Kasse gestohlen. Die Bewohner wettern gegen die Sheriff-Familie Hickory, deren Haussegen nun sowieso schief hängt. Doch in einem finalen Schlusskampf auf einem sinkenden Wrack kann Harold indes den Übeltäter der Truppe dingfest machen, die gestohlene Summe sicher stellen und damit seine und die Reputation der Familie im Ort wieder herstellen.

Gezeigt wird eine wunderschöne 16mm-Filmkopie!

Beginn 20:30 Uhrn

Beginn 20:30 Uhr

28.03.2015 - LEIPZIG Kinoorgel: "The Three Musketeers" (mit Douglas Fairbanks)
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Live an der Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig, eine Veranstaltung der Cinémathèque Leipzig.

"The Three Musketeers"
mit Douglas Fairbanks, von Fred Niblo, USA 1921
16mm-Kopie, 107 Minuten

https://www.cinematheque-leipzig.de/index.php?seite=Start&film=5004

Beginn 18:00 Uhr

21.03.2015 - BO'NESS (SCHOTTLAND): "Die Unehelichen"
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Live auf dem Hippodrome Festival of Silent Cinema 2015 in Bo'ness, Schottland:

"Die Unehelichen"
von Gerhard Lamprecht, D 1926, 96 Minuten

Beginn 13:30 Uhr

01.03.2015 - WEIMAR: "Madame Dubarry" (Lubitsch)
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im Lichthaus Kino Weimar

"Madame Dubarry"
von Ernst Lubitsch, D 1919, ca. 90 Minuten
mit Pola Negri, Emil Jannings, Reinhold
Schünzel, Harry Liedtke
35mm


Wir zeigen den Film in der restaurierten, viragierten (farbigen!) Fassung von einer 35mm-Filmkopie!

Der Aufstieg eines kleinen Lehrmädchens zur Geliebten des französischen Königs, ihre erotischen Abenteuer, ein Leben im Luxus und ein Ende auf dem Schafott während der Französischen Revolution. All das sind die Zutaten eines überschäumend vitalen, grandios inszenierten und schlichtweg umwerfend gespielten Kostümfilms. Ein Tanz auf dem Vulkan, vollführt von der verrucht-fröhlichen Pola Negri und dem brutal-herzlichen Emil Jannings. Mit „Madame Dubarry“ katapultiert sich Ernst Lubitsch 1919 an die Spitze der deutschen Filmregisseure. Sein Revolutionsdrama verquirlt die Tonlage einer Operette mit dem Donnern der Weltgeschichte auf ebenso unverschämt humorvolle wie charmante Art und Weise.

Beginn 19:15 Uhr

25.02.2015 - BERLIN: "The Kid Brother" (mit Harold Lloyd)
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eine Vereinsveranstaltung von Laufende Bilder e.V.
im Froschkönig Berlin, Weisestraße 17, 12049 Berlin

Harold Lloyd in
"The Kid Brother"
Regie: Ted Wilde, USA 1927, mit Jobyna Ralston, ca. 105 Minuten
16mm-Filmkopie!

Einer der schönsten, unterhaltsamsten und spannendsten Komödien Harold Lloyds. Einer der großen unterschätzten Klassiker des amerikanischen Stummfilms!

Der jüngste Bruder von drei Sheriff-Söhnen holt versehentlich eine dubiose Medicin-Show, eine Quacksalberbande in den Ort. Er verliebt sich in die unschuldig mitgeführte Akteurin Mary. In einem finalen Schlusskampf auf einem sinkenden Wrack kann er schließlich den Übeltäter der Truppe dingfestmachen und eine gehörige, gestohlene Summe sicher stellen und damit seine und die Reputation seines Vaters im Ort wieder herstellen.

Gezeigt wird eine wunderschöne 16mm-Filmkopie!

Beginn 20:30 Uhr

Beginn 20:30 Uhr

19.02.2015 - LEIPZIG: Slapstick-Abend
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Benefiz-Veranstaltung für INGENIEURE OHNE GRENZEN !

Live in der naTo Leipzig!

Amüsieren Sie sich bei Kurzfilmklassikern von und mit Charlie Chaplin, Buster Keaton, Felix the Cat und anderen!
Wir zeigen die Filme in ungekürzten, teils restaurierten Originalfassungen von originalen 16mm-Kopien!
Live vertont am Klavier von Richard Siedhoff!

Chaplin: "Between Showers", 1914, ca 12 min
Keaton: "The Goat", 1921, ca 25 min
Chaplin: "The Rink", 1916, ca 25 min
Trickfilm: "Felix The Cat Goes A-Hunting" 1923, ca 3 min
Keaton: "Cops", 1922, ca 25 min




Beginn 19:30 Uhr

04.02.2015 - BERLIN: Chaplin-Abend
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Wir zeigen einen der größten Klassiker von Charlie Chaplin in ungekürzter Originalfassung von einer 16mm-Kopie!

Eine Vereins-Veranstaltung von Laufende Bilder e.V. im "Hepcats' Corner", Schinkestraße 14, 12047 Berlin.

Beginn 20:30 Uhr

01.02.2015 - WEIMAR: "Tagebuch einer Verlorenen"
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Im Lichthaus Kino Weimar:

"Tagebuch einer Verlorenen"
D 1929, ca. 111 Minuten, 35mm-Kopie

Regie: Georg Wilhelm Pabst. mit Louise Brooks
Buch: Rudolf Leonhardt, nach dem Roman von Margarete Böhme




Beginn 19:30 Uhr

17.01.2015 - LEIPZIG Kinoorgel: Perlen des frühen europäischen Stummfilmkinos
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Perlen des frühen europäischen Stummfilmkinos

Kinoorgel live

Frankreich/Großbritannien 1895-1913, 58 min, Regie: diverse

Die Kunst der bewegten Bilder ist mittlerweile 120 Jahre alt. Grund genug, sich zu den Ursprüngen der Kinematographie zu begeben und die Magie seiner innovativen, poetischen, dokumentarischen und komischen Filmkunst zu feiern. Mehr als 20 Kurzfilme des europäischen Stummfilmkinos umfasst dieses exklusive Kinoorgel live-Programm. Neben Klassikern des Frühen Kinos wie „Babys Frühstück“ oder „Die Ankunft eines Zuges in La Ciotat“ von den Lumièrebrüdern werden auch weniger bekannte Perlen des Zelluloids von George Albert Smith („The Kiss In The Tunnel“, 1899), R. W. Paul („Extraordinary Cab Accident“, 1903), James Williamson („Stop Thief!“, 1901) oder „Niagara“ (Auguste und Louis Lumière, 1897) in diesem Programm projiziert.

Der amerikanische Stummfilmpionier D.W. Griffith war beunruhigt, wie schnell sich das Kino davon entfernt hatte, die Poesie des Alltags - etwa die Bewegung des Winds in den Zweigen der Bäume - zu filmen. Solche meditativen Momente wird man in diesem Programm dank des britischer Fotografen und Filmpioniers Birt Acres und seines Kurzfilms „Rough Sea At Dover“ von 1895 ansichtig. Die körnige Bildqualität sowie die nicht-narrativen, assoziativen und oftmals fragmentarischen Bilderfolgen des frühen Kinos, sein deftiger Humor z.B. in „Mary Jane's Mishap; or, Don't Fool with the Paraffin“von George Albert Smith aus dem Jahr 1903 und nicht zuletzt die selbstreflexive Bestandsaufnahme der neuen Kunst als Spektakel der Schaulust z.B. in „The Countryman and the Cinematograph“ (R. W. Paul, 1901) machen den Reiz des frühen Stummfilmkinos und dieses Programms aus. (Claudia Cornelius)

Mit Einführungen von Veit Heller (Museum für Musikinstrumente) und der Filmwissenschaftlerin Claudia Cornelius (Cinémathèque Leipzig e.V.). An der Welteorgel begleitet Richard Siedhoff die Kurzfilme live



Beginn 18:00 Uhr

16.01.2015 - ERFURT: Buster Keaton-Abend
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Im Café Franz Mehlhose, Erfurt:

Erleben Sie von originalen 16mm-Filmkopien Buster Keatons Klassiker in ungekürzten Originalfassungen, die den Meister des subtilen schwarzen und surrealen Stummfilmhumors einmal mehr als meisterhaften Filmemacher adeln!

Richard Siedhoff vertont die Filme am Piano.
 
Ursprünglich wurde die Reihe "sechzehn.mm" im Rahmen des Projekts "16mm - Europa bewegt mehr als du denkst" von Erfurter Studenten ins Leben gerufen, die wöchentlich Donnerstags bedeutende Werke der Filmgeschichte im 16mm Format zeigten.
 
Da die Serie ausgezeichnet in die Zeit der Gründung von FRANZ MEHLHOSE um den Anfang des 20. Jahrhunderts passt, haben wir den Pianisten Richard Siedhoff eingeladen, ein paar seiner Schätze mitzubringen und sie live zu begleiten. Der ganze Abend ist eine Reise in die Zeit der innovativen Komödianten, ratternden Projektoren und Faszination für das aufregende Medium Kino.
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 7€/5€ ermäßigt


Beginn 20:15 Uhr

15.01.2015 - MÜNCHEN: "Homunculus" - Neu rekonstruierte Fassung
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Voraussichtlich am 15. Januar 2015 um 19:00 Uhr im Filmmuseum München

"Homunculus" von Otto Rippert, D 1916-17, 200 Minuten
neu rekonstruierte Fassung des Sechsteilers: Filmmuseum München



Beginn 19:00 Uhr

13.01.2015 - MÜNCHEN: "Hotel Imperial"
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im Filmmuseum München

"Hotel Imperial" (Hotel Stadt Lemberg)

USA 1927 | Mauritz Stiller | 85 min | OF
mit Pola Negri und Max Davidson

Beginn 21:00 Uhr

10.01.2015 - MÜNCHEN: Laurel & Hardy Abend 2
[mehr...]
im Filmmuseum München

Vier frühe Kurzfilme des Komikerduos Laurel & Hardy in neu restaurierten Fassungen:

"The Finishing Touch"
"From Soup to Nuts"
"You’re Darn Tootin’"
"Their Purple Moment"

USA 1928 | Clyde Bruckman, Edgar Kennedy, James Parrott | 79 min | OF

Beginn 18:30 Uhr

09.01.2015 - MÜNCHEN: Laurel & Hardy Abend 1
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im Filmmuseum München

Vier frühe Kurzfilme des Komikerduos Laurel & Hardy in neu restaurierten Fassungen:

"The Second Hundred Years"
"Putting Pants on Philip"
"Battle of the Century"
"Leave ’em Laughing"

USA 1927–1928 | Fred Guiol, Clyde Bruckman | 75 min | OF

Beginn 18:30 Uhr

07.01.2015 - JENA: "Broken Blossoms" von D. W. Griffith
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im Café Wagner, Jena

"Broken Blossoms"
eine Drama von D. W. Griffith, USA 1919, ca 90 Minuten.
von einer originalen 16mm-Filmkopie!

Das Epochenmachende Meisterwerk von D. W. Griffith in ungekürzter Originalfassung!



Beginn 20:00 Uhr

05.01.2015 - WEIMAR: "Erde" (Alexander Dowshenko)
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im Lichthaus Kino Weimar:

"Erde" ("Semlja")
von Alexander P. Dowshenko, Russland 1930, ca. 65 min
35mm

Studentische Veranstaltung der Bauhaus Universität Weimar.

Beginn 15:30 Uhr

21.12.2014 - WEIMAR: Charlie Chaplin-Abend
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Voraussichtlich am 21. Dezember, ca. 19:30 im Lichthaus Kino Weimar:

Kurzfilme von Charlie Chaplin, in neu restaurierten Fassungen:

- "The Adventurer" (1917)
- "The Immigrant" (1917)
- "The Cure" (1917)
- "Easy Street" (1917)

Vor 100 Jahren wurde Charlie Chaplin binnen weniger Jahre zum populärsten Filmstar des jungen Kinos. Dass er überdies auch der Entwicklung des Films weitreichende Impulse gab, zeigen auch seine frühen Meisterwerke, die er für Mutual Film Co. produzierte. Charmant mischen sich temporeicher Slapstick und geistreicher Humor mit gesellschaftskritischen Milieustudien und Tragik.
Wir zeigen vier seiner wichtigsten Kurzfilme in frisch restaurierter Originalfassungen! Charlie Chaplin in Höchstform, live vertont von Richard Siedhoff am Klavier!

USA 1917, R+B: Charlie Chaplin, D: Charlie Chaplin, Edna Purviance, Eric Campbell, Henry Bergmann, K: Roland Totheroh
ca. 100 Minuten.



Beginn 20:00 Uhr

17.12.2014 - JENA: Keaton, Chaplin u.a. - Kurzfilmabend
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im Café Wagner, Jena

Humoristische Kurzfilme von und mit Charlie Chaplin, Buster Keaton, Felix the Cat und andere Überraschungen,
von originalen 16mm-Filmkopien!



Beginn 20:00 Uhr

05.12.2014 - MÜNCHEN: "Die Kosmische Reise"
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im Filmmuseum München

"Kosmičeskij Rejs" (Die Kosmische Reise)
SU 1935 | Vasilj uravlëv | 81 min | OmU | Einführung: Stefan Drößler

Beginn 18:30 Uhr

30.11.2014 - WEIMAR: "Das Ende von St. Petersburg"
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Voraussichtlich am 30. November, 19:30 Uhr im Lichthaus Kino Weimar:

"DAS ENDE VON ST. PETERSBURG"
Revolutionsdrama von Wsewolod Pudowkin, SU 1927, ca 75 Minuten, 35mm

Wir zeigen die 35mm-Kopie der Deutschen Kinemathek der Berlinale-Retrospektive 2012! Untertitel-Live-Schaltung: Sven Opel

Live-Musik am Klavier: Richard Siedhoff

Pudowkin über die Dreharbeiten:

„Ich bombardierte das Winterpalais von der ‘Aurora‘ aus, während Eisenstein es von der Festung St. Peter und Paul aus bestürmte. Eines Nachts sprengte ich einen Teil von der Dachbalustrade fort und fürchtete, Schwierigkeiten zu bekommen, doch zertrümmerte Sergej Michailowitsch in derselben Nacht zum Glück die Scheiben von 200 Schlafzimmerfenstern.“

Wsewolod Pudowkin gehört neben Sergej Michailowitsch Eisenstein zu den innovativsten Filmemachern der "Roten Traumfabrik". Ebenso Wie Eisenstein bekam Pudowkin von der Partei den Auftrag, 10 Jahre nach der Oktoberrevolution von 1917, diese filmisch zu manifestieren. Doch während Eisenstein mit "OKTOBER" in seiner intellektuellen Montage schwelgt und die Ereignisse minutiös nachzeichnet wie zuweilen grotesk
verfremdet überhöht, zeichnet Pudowkin auf eindringlich poetische Weise den Weg einzelner Schicksale nach. Pudowkin umgeht geschickt den von den Parteifunktionären geforderten Pathos und macht daraus einen vergleichsweise "unpolitischen" Film. Weniger offensichtiche Propaganda, sondern die Schilderung eines Bauern und seiner Frau, die vom unterdrückten Unterklassenindividuum zu überzeugten Revolutionären werden. Ein Werk, dass besonders in den minimalistischen Szenen eindrucksvoll überzeugt.


Beginn 19:30 Uhr

25.11.2014 - JENA: Kurzfilmabend
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im Rosenkeller Jena.

Neue Filme ohne Sprache, dafür mit live-Piano. Dazwischen eingestreut originale Stummfilme der 1920er Jahre von 16mm-Kopien!

Beginn 20:00 Uhr

19.11.2014 - BERLIN: "Die Frau, nach der man sich sehnt"
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eine Vereinsveranstaltung von Laufende Bilder e.V.
im Froschkönig Berlin, Weisestraße 17, 12049 Berlin

"Die Frau, nach der man sich sehnt"
ein Drama von Kurt Bernhardt
nach dem Roman von Max Brod
mit Marlene Dietrich & Fritz Kortner
ca. 76 Minuten



Beginn 20:30 Uhr

01.11.2014 - BERLIN: "The Cat & the Canary"
[mehr...]
eine Vereinsveranstaltung von Laufende Bilder e.V.

im Froschkönig Berlin, Weisestraße 17, 12049 Berlin


"The Cat & The Canary" von Paul Leni, USA 1927, ca. 80 Minuten

Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang...



Beginn 21:30 Uhr

26.10.2014 - WEIMAR: "The Cat & The Canary"
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar

"The Cat & The Canary" von Paul Leni, USA 1927, ca. 80 Minuten
35mm, restaurierte Fassung des Filmmuseum Münchens!

Kurz vor seinem Tod läßt der reiche Cyrus West vereinbaren, dass sein letzter Wille erst 20 Jahre nach seinem Ableben veröffentli­cht wird. Als die Frist endlich abgelaufen ist, versammeln sich die möglichen Erben in Cyrus Schloß, wo das Testament verlesen wird. Es stellt sich heraus, daß der gesamte Besitz an Annabelle West fällt. Eine Bedingung ist jedoch an das Erbe geknüpft: Die geistige Zurechnungs­fähigkeit von Annabelle muß ärztlich bestätigt werden, ansonsten würde das Vermögen an eine andere Person fallen, dessen Name in einem versiegelten Briefumschlag steckt. Just in dieser Nacht geschehen mysteriöse Dinge und das Verschwinden des Notars ist da nur der Anfang... Paul Lenis Wegbereiter des Horrorfilms zeigen wir am So, 26.10. um 19:30 Uhr von Richard Siedhoff am Klavier begleitet.



Beginn 19:30 Uhr

15.10.2014 - MÜNCHEN: "Frühlings Erwachen"
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im Filmmuseum München

"Frühlings Erwachen"
D 1929 | Richard Oswald | 79 min

Beginn 21:00 Uhr

14.10.2014 - MÜNCHEN: "Hearts of the World" (D. W. Griffith)
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im Filmmuseum München

"Hearts of the World"
von D. W. Griffith, USA 1918, 133 min

35mm, restaurierte Kopie des Museum of Modern Art, New York

Beginn 19:00 Uhr

14.09.2014 - WEIMAR: "Die Frau nach der man sich sehnt"
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar

"Die Frau nach der man sich sehnt"
ein Drama von Kurt Bernhardt
nach dem Roman von Max Brod
mit Marlene Dietrich & Fritz Kortner

35mm, ca. 76 Minuten





Beginn 19:00 Uhr

09.09.2014 - WEIMAR: Buster Keaton Kurzfilmabend
[mehr...]
im Gewölbekeller der Stadtbibliothek Weimar

Kurzfilme von Buster Keaton:
"The Goat"  "Neighbors"  "The Scarecrow"  "Cops", USA 1921-22
Originalfassungen, 16mm

Der Weimarer Stummfilmpianist Richard Siedhoff präsentiert und vertont vier Kurzfilmkomödien von Buster Keaton live am Klavier. Eine maßgeschneiderte Mischung aus Komposition und Improvisation!

Erleben Sie den Altmeister des surrealen Slapstickhumors in vier seiner Stummfilme aus den Jahren 1921/22. Der „Mann, der niemals Lachte“ war neben Charlie Chaplin und Harold Lloyd der erfolgreichste und bis heute einflussreichste Stummfilmkomiker seiner Zeit. Wie Chaplin führte er selbst Regie und beging die halsbrecherischsten Stunts vor der Kamera. Akrobatik, surreale Pointen und ausgeklügelte optische Tricks sind ebenso sein Markenzeichen, wie sein stoisches Gesicht und der flache Filzhut. Erleben Sie Buster Keaton in „Neighbours“, einer Hinterhofvariante von „Romeo & Julia“, unfreiwillig auf überdimensionalen Fahndungsplakaten in „The Goat“, in einer Mehrzweck-Einraum-WG in „The Scarecrow“ und als unfreiwilligen Terroristen in „Cops“ in einer der größten Verfolgungsjagden der Stummfilmgeschichte.

Wir zeigen die ungekürzten Originalfassungen mit ratterndem Projektor von originalen 16mm-Filmkopien!

Beginn 19:00 Uhr

06.09.2014 - MÜNCHEN: "The Sea Hawk"
[mehr...]
im Filmmuseum München

"The Sea Hawk"
von Frank Lloyd, USA 1924,
123 min, Originalfassung
35mm



Beginn 18:30 Uhr

05.09.2014 - MÜNCHEN: "Das Blut der Liebe"
[mehr...]
im Filmmuseum München

"Houshang Qingxue" (Das Blut der Liebe)
China 1932 | Sue Yu | 120 min |35mm

Beginn 18:30 Uhr

04.09.2014 - MÜNCHEN: "Homunculus" - Neu rekonstruierte Fassung
[mehr...]
im Filmmuseum München

"Homunculus" von Otto Rippert, D 1916-17, 200 Minuten
neu rekonstruierte Fassung des Sechsteilers: Filmmuseum München



Beginn 19:00 Uhr

29.08.2014 - BERLIN: "Sherlock Jr." (Buster Keaton)
[mehr...]
im "Hepcats' Corner", Schinkestraße 14 / Ecke Maybachufer, 12047 Berlin
im Rahmen von Laufende Bilder e.V.

"SHERLOCK JR." von und mit Buster Keaton, USA 1924, 60 Minuten (18 fps)
16mm, vollständige Originalfassung!




Beginn 20:30 Uhr

17.08.2014 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Homunculus" - Rekonstruierte Fassung
[mehr...]
Internationale Stummfilmtage / 30. Bonner Sommerkino

Präsentation der durch das Filmmuseum München Rekonstruierten Fassung von

"Homunculus"
Otto Rippter, D 1916-17, 200 Minuten

Beginn 15:00 Uhr

17.08.2014 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Tramp Tramp Tramp" - Singalong
[mehr...]
Internationale Stummfilmtage / 30. Bonner Sommerkino

Vorfilm: "Tramp Tramp Tramp",
Singalong / Kurzfilm zum mitsingen von David Fleischer, USA 1926, 5 Minuten



Beginn 21:00 Uhr

16.08.2014 - Internationale Stummfilmtage BONN: "For Heaven's Sake" (Harold Lloyd)
[mehr...]
Internationale Stummfilmtage / 30. Bonner Sommerkino

Hauptfilm "For Heaven's Sake"
mit Harold Lloyd, USA 1926, 60 Minuten
35mm, viragiert!



Eintritt frei!

Beginn 22:30 Uhr

12.08.2014 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Die Entdeckung Wiens am Nordpol"
[mehr...]
Internationale Stummfilmtage / 30. Bonner Sommerkino

Vorfilm: "Die Entdeckung Wiens am Nordpol"
Österreich 1923, 8 Minuten

Eintritt frei!

Beginn 21:00 Uhr

11.08.2014 - Internationale Stummfilmtage BONN: "Valentin auf der Festwiese"
[mehr...]
Internationale Stummfilmtage / 30. Bonner Sommerkino

Vorfilm: "Valentin auf der Festwiese"
mit Karl Valentin, D 1921, 18 Minuten

Eintritt frei!

Beginn 21:00 Uhr

10.08.2014 - WEIMAR: "Herr Tartüff" (F. W. Murnau)
[mehr...]
"Herr Tartüff" von F. W. Murnau, D. 1925, ca. 75 Minuten!
35mm - gezeigt wird die vollständigste Fassung, welche über 10 Minuten länger ist, als die DVD-Version!

im Lichthaus Kino Weimar - www.lichthaus.info



Beginn 19:30 Uhr

06.08.2014 - ERFURT: "The General" (Buster Keaton)
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"The General" von und mit Buster Keaton, USA 1926, 80 Minuten
16mm

im "Speicher" Erfurt,
Waagegasse 2, 99084 Erfurt

Eine Veranstaltung des 16mm Kino Erfurts



Beginn 21:30 Uhr

25.07.2014 - BERLIN: "The Navigator" (Buster Keaton)
[mehr...]
im Hepcats' Corner, Berlin - Vereinssitzung Laufende Bilder e.V.

"The Navigator" von und mit Buster Keaton, USA 1923,
digital, Originalfassung



Beginn 21:00 Uhr

23.07.2014 - BERLIN: "Sherlock Jr." (Buster Keaton)
[mehr...]
im Froschkönig, Berlin - Vereinssitzung Laufende Bilder e.V.

"Sherlock Jr." von und mit Buster Keaton, USA 1923,
16mm, Originalfassung

EINTRITT FREI !




Beginn 21:00 Uhr

06.07.2014 - WEIMAR: "Tilli's punctured Romance"
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar - https://www.lichthaus.info/

"Tillie's Punctured Romance"
von Mack Sennett, USA 1914
16mm



Beginn 19:45 Uhr

30.05.2014 - WEIMAR: "Schatten"
[mehr...]
im Lichthaus Kino Weimar - https://www.lichthaus.info/

"Schatten. Eine nächtliche Halluzination" von Arthur Robison, D 1923

35mm



Beginn 20:00 Uhr

21.05.2014 - BERLIN: "Our Hospitality" (Buster Keaton)
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im Froschkönig Berlin- Vereinssitzung Laufende Bilder e.V.

"Our Hospitality" von und mit Buster Keaton, USA 1923




Beginn 21:00 Uhr

19.05.2014 - BERLIN: "Steamboat Bill Jr." (Buster Keaton)
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im Hepcats' Corner Berlin - Vereinssitzung Laufende Bilder e.V.

"Steamboat Bill Jr." von und mit Buster Keaton, USA 1928
8mm



Beginn 20:00 Uhr

18.05.2014 - WEIMAR: "The Navigator" Buster Keaton
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im Lichthaus Kino Weimar - https://www.lichthaus.info/

"The Navigator" von und mit Buster Keaton, USA 1924
viragiert




Beginn 20:00 Uhr

26.04.2014 - MÜNCHEN: "The Cat & The Canary"
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im Filmmuseum München

"The Cat & The Canary", Paul Leni, USA 1927
35mm

Vorfilm:
"Alice im Spukhaus" ("Alice spooky Adventures"), Walt Disney USA 1924
35mm, deutsch

Beginn 18:30 Uhr

25.04.2014 - MÜNCHEN: "Das Wachsfigurenkabinett"
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im Filmmuseum München

"Das Wachsfigurenkabinett", Paul Leni, D 1924
35mm, viragiert; Rekonstruktion: Filmmuseum München / Cineteca Bologna


Vorfilm:
"Alice hat geträumt" ("Alice gets in Dutch"), Walt Disney USA 1924
35mm, deutsch

Beginn 18:30 Uhr

06.04.2014 - WEIMAR: "Der Mann mit der Kamera"
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im Lichthaus Kino Weimar - https://www.lichthaus.info/

"Der Mann mit der Kamera", Dziga Vertov, RU 1929
35mm



Beginn 20:00 Uhr

02.04.2014 - JENA: "The General" (Buster Keaton)
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im Café Wagner, Jena

"The General" von und mit Buster Keaton, USA 1926
16mm

Nachfilm:
"The Goat", Buster Keaton, USA 1921
16mm



Beginn 20:00 Uhr

02.03.2014 - WEIMAR: "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens"
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im Lichthaus Kino Weimar - https://www.lichthaus.info/

"Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens", F. W. Murnau, D 1922
35mm, viragierte, restaueriete Fassung



Beginn 19:45 Uhr

28.02.2014 - ERFURT: "The General" (Buster Keaton)
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im Café Franz Mehlhose, Erfurt - https://www.franz-mehlhose.de/

"The General" von und mit Buster Keaton, USA 1926
16mm

Nachfilm:
"Nighbours", Buster Keaton USA 1922
16mm

Beginn 20:00 Uhr

26.01.2014 - WEIMAR: "Der heilige Berg"
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im Lichthaus Kino Weimar - https://www.lichthaus.info/

"Der heilige Berg" von Arnold Fanck, D 1926
35mm, restaurierte Fassung



Beginn 19:15 Uhr

25.01.2014 - LEIPZIG / Kinoorgel: "La Roue" (Teil 1 & 2)
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Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig - https://www.cinematheque-leipzig.de/

"La Roue" (Teil 1 und 2) von Abel Gance, F 1923
restaurierte, viragierte Fassung der Cinematheque Francais

Beginn 15:00 Uhr

06.01.2014 - WEIMAR: "Streik"
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im Lichthaus Kino Weimar - https://www.lichthaus.info/

"Streik" von Sergej Eisenstein, RU 1924
35mm

Beginn 15:30 Uhr

29.12.2013 - WEIMAR: "Die Austernprinzessin"
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im Lichthaus Kino Weimar

"Die Austernprinzessin"
von Ernst Lubitsch, D 1919, ca. 60 Minuten




Beginn 20:00 Uhr

25.12.2013 - LEIPZIG: "Mutter Krausens Fahrt ins Glück"
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im UT Connewitz, Leipzig

"Mutter Krausens Fahrt ins Glück"
35mm

08.12.2013 - WEIMAR: "Wo ist Coletti?"
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im Lichthaus Kino Weimar

"Wo ist Coletti?"
von Max Mack, D 1913, 65 Minuten
35mm




Beginn 20:00 Uhr

20.10.2013 - WEIMAR: "Das Glück"
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im Lichthaus Kino Weimar

"Das Glück" (Tschastje)
von Alexandr Medwedkin, SU 1935, ca. 65 min
35mm




Beginn 20:00 Uhr

06.10.2013 - LEIPZIG: "La Roue" (Teil 1 & 2)
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in der naTo Leipzig

"La Roue" (Teil 1 & 2)
von Abel Gance, F 1923, 164 + 101 Minuten

Beginn 19:00 Uhr

08.09.2013 - WEIMAR: "Der müde Tod"
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im Lichthaus Kino Weimar

"Der müde Tod"
von Fritz Lang, D 1921, 80 Minuten
35mm




Beginn 20:00 Uhr

04.09.2013 - MÜNCHEN: "Le Brasier ardent" (Ehegeschichten)
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im Filmmuseum München

"Le Brasier ardent" (Ehegeschichten)
von Ivan Mozzhukhin, F 1923, ca 110 Minuten
35mm

03.09.2013 - MÜNCHEN: "Kosmitscheski Reis" (Die kosmische Reise)
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im Filmmuseum München:

"Kosmitscheski Reis" (Die kosmische Reise)
SU 1936, ca. 75 Minuten
35mm

01.09.2013 - MÜNCHEN: "Orlac's Hände"

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14.12.2018 - Fr
BERLIN: "Der geheime Kurier" (Siedhoff & Siedhoff)
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15.12.2018 - Sa
ALTLANDSBERG: "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens"
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19.12.2018 - Mi
JENA: "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens"
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23.12.2018 - So
WEIMAR: "Faust. Eine deutsche Volkssage"
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