Der Golem

"Der Golem. Wie er in die Welt kam"
Musik in 5 Kapiteln zum Stummfilm von Paul Wegener (1920)

Komposition: Dr. Hans Landsberger, 1920



Rekonstruktion, Bearbeitung, Synchroneinrichtung und Intrumentation der Originalmusik von Dr. Hans Landsberger: Richard Siedhoff, 2019/2020

- Fassung für großes Orchester
- Fassung für kleines Orchester (Salonorchester / Kino-Orchester)

Aufführungsdauer: 90 Minuten
Filmfassung: 2015-2020 digital restaurierte Fassung des Filmmuseums München

Verlag: Ries & Erler, Berlin

- - Weitere INFOS - -

Folgende Hörproben wurde mit NotePerformer-Sounds erstellt. Eine Einspielung mit Orchester ist in Planung.

1. Kapitel: Löw und die Sterne, Famulus und Mirjam

1. Kapitel: Gebetsszene, Sterne, Dekret

1. Kapitel: Florian am Tor, Mirjam am Fenster

1. Kapitel: Liebesszene am Ende

3. Kapitel: Mirjam auf der Mauer, Rosenfest

4. Kapitel: Golem entführt Mirjam

5. Kapitel: Kinder, Juden in Aufruhr, Dankgebet - rekonstruiertes Ende




Notizen zur Rekonstruktion der Originalmusik Landsbergers von 1920 zu Wegeners GOLEM ist vollendet.

2018 entdeckte ich die lange verschollen geglaubte Originalmusik zum Film DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (Paul Wegener, 1920) des jüdischen Komponisten Dr. Hans Landsberger in Form einer Klavierdirektion mit wenigen Stimmenfragmenten wieder.

Nun, zwei Jahre später, habe ich die Musik fertig rekonstruiert und für großes sowie kleines Orchester re-instrumentiert, um der Premierenfassung so nah wie möglich zu kommen. Abgestimmt ist die Partitur auf die vollständige digitale Rekonstruktion des Films durch das Filmmuseum München (2015-2020), in welcher auch Schnitt-Korrekturen in Abgleich mit der Musik gemacht wurden. Dabei griff man man auf das Originalnagativ (A-Nagativ) des Films zurück, wobei dort gekürzte Einstellungen mit Material aus anderen Kopien zumeist erster Generation (vom B-Nagativ) ausgetauscht wurden, um den Film in seiner ursprünglichen Länge zu rekonstruieren. Nur so konnte auch die Musik in ihrer Vollständigkeit rekonstruiert werden.
Das ganze Werk läuft nun exakt 91 Minuten. Dabei mussten lediglich zwölf Takte gestrichen werden, ansonsten konnte die Musik in Ihrer Struktur komplettuneingeschränkt beibehalten werden!

In einigen Passagen zeigte sich allerdings deutlich, dass die Klavierdirektion leider nicht alle wesentlichen Stimmen und Melodien abbildet, sondern nur die Begleitfiguren, die der Pianist der Salonorchesterfassung zur Stütze des Vollklangs zu spielen hatte (ohne Stichnoten zur Orientierung). Daher mussten nun an besagten Stellen Stimmen bzw. "Melodien" ganz im Sinne des leitmotivischen Konzepts der Originalmusik und ohne spekulativ zu handeln ergänzt und - ohne das erhaltene musikalische Material zu modifizieren - neu hinzu komponiert werden. Ohne diese "Eingriffe" würden wesentliche Passagen der Musik nicht funktionieren.

Am 3. September  um 18:00 und 21:00 Uhr fand die Premiere (für kleines Orchester) innerhalb der Stummfilmretrospektive "Überreizung der Phantasie" im Rahmen des Kunstfest Weimar in Zusammenarbeit mit dem Lichthaus Kino Weimar und der Bauhaus-Universität Weimar mit der Staatskapelle Weimar im großen Haus des DNT Weimar statt. Burkhard Goetze, der sich im Dirigat von Orchestermusiken zu Stummfilmen bereits einen hervorragenden Namen gemacht hat, leitete die Doppelpremiere der komplexen Partitur mit sicherer Hand und punktgenauem Schlag.

Man darf gespannt sein!



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